• 02.08.2020
      22:10 Uhr
      Science of Sleep - Anleitung zum Träumen Spielfilm Frankreich / Italien 2006 (La science des rêves) | arte
       

      Eine herrlich verrückte Liebeskomödie: Ihr Held, Stéphane, findet in seinen Träumen hinreißenden Mut und eine Fülle von Ideen, um die Frau seines Herzens zu erobern. Aber die Wirklichkeit ist sehr viel widerspenstiger als seine romantischen Träume, und Stéphane verwechselt manchmal, in welcher Welt er sich gerade befindet...

      Sonntag, 02.08.20
      22:10 - 23:55 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Eine herrlich verrückte Liebeskomödie: Ihr Held, Stéphane, findet in seinen Träumen hinreißenden Mut und eine Fülle von Ideen, um die Frau seines Herzens zu erobern. Aber die Wirklichkeit ist sehr viel widerspenstiger als seine romantischen Träume, und Stéphane verwechselt manchmal, in welcher Welt er sich gerade befindet...

       

      Schüchtern, gut aussehend und nicht ganz von dieser Welt: Das ist Stéphane. Er ist ein Träumer, hat den Kopf voller Ideen und kommt gerade aus Mexiko nach Paris. Er zieht in die Wohnung seiner Mutter, in der er seine Kindheit verbracht hat. Angeblich erwartet ihn ein toller Job in einer kleinen Agentur. Stéphane ist voller Hoffnung, dass er seinen selbst entworfenen Comic-Kalender veröffentlichen kann.

      Doch die Agentur entpuppt sich als Copy-Shop und seine Kreativität ist nicht im Geringsten gefragt. Die Welt wird für Stéphane immer grauer. Er überlässt sich mehr und mehr seinen Träumereien. In seinem bunten Pappmaché-Universum ist er der Held. Er ist Rockstar. Er ist Fernsehmoderator. Er ist Architekt. Er ist alles. Aber ganz anders als die anderen.

      Eigentlich kann Stéphane schwerelos zwischen den Welten wechseln, immer massiver schmuggelt sich aber die Wirklichkeit in seine Träume oder schmuggeln sich die Träume in die Wirklichkeit. Schuld daran ist Stéphanie, die in seine Nachbarwohnung einzieht. Stéphane gerät in den Umzugstrubel. Erst rollt und purzelt ihm ein Klavier im Treppenhaus entgegen, dann verarztet ihn Stéphanies Freundin Zoé, die Stéphane für einen Umzugshelfer hält. Schließlich verpasst er einfach nur die Gelegenheit, sich als Nachbar zu erkennen zu geben. Das zwingt Stéphane zu skurril-poetischen Mogeleien, die sein eigenes Leben ebenso verkomplizieren wie das von Stéphanie. Aber wenn sie gemeinsam Wälder in kleine Boote bauen und Stéphanes Erfindungen ausprobieren, scheint die Zeit stehenzubleiben und beide fühlen den Zauber, der sie umgibt. Das ist eigentlich zu schön, um wahr zu sein.

      Der Keim für die Geschichte liegt in einem absurden Geistesblitz, auf den Regisseur Michel Gondry von seinem Sohn bei einem ihrer Streifzüge durch die Pariser Cité des sciences et de l'industrie gebracht wurde: Das Gehirn ist zwar das komplizierteste Ding im Universum, liegt aber gleich hinter der Nase. Das vermeintlich Einfache harmoniert problemlos mit dem Komplizierten. Aber wenn nicht, wird es dann noch interessanter? Gondry kombiniert unterschiedliche visuelle Stile zwischen Stop-Motion und Computertechnik zu einem einzigartigen Look und entführt auf eine wundersam verrückte, poetische Reise in eine Welt unbewusster Wünsche und unerfüllter Sehnsüchte.

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