• 02.07.2020
      01:15 Uhr
      Haus ohne Dach Spielfilm Deutschland 2014 | arte
       

      Ihre kurdische Heimat ist den Geschwistern Jan, Liya und Alan, alle drei in Deutschland aufgewachsen, völlig fremd geworden. Doch als ihre Mutter stirbt, die in ihrem Heimatdorf im Nordirak begraben werden wollte, begeben sich die drei Geschwister auf eine Reise zu ihren Wurzeln in ein fremdes, unberechenbares Land.

      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 02.07.20
      01:15 - 03:05 Uhr (110 Min.)
      110 Min.

      Ihre kurdische Heimat ist den Geschwistern Jan, Liya und Alan, alle drei in Deutschland aufgewachsen, völlig fremd geworden. Doch als ihre Mutter stirbt, die in ihrem Heimatdorf im Nordirak begraben werden wollte, begeben sich die drei Geschwister auf eine Reise zu ihren Wurzeln in ein fremdes, unberechenbares Land.

       

      Unter dem Regime von Saddam Hussein fliehen die Geschwister Alan, Jan und Liya zusammen mit ihrer Mutter nach Deutschland und beginnen dort ein neues Leben. Als die Mutter stirbt, machen sich die drei auf den Weg in den Nordirak, um ihr dort den letzten Willen zu erfüllen und sie in der Heimaterde zu beerdigen. Dort angekommen, treffen sie auf eine Kultur, die sie vergessen haben und die auch sie vergessen hat.

      Weil ein Schatten über dem Tod des Vaters liegt, weigern sich die Verwandten, die Mutter neben ihrem Mann zu bestatten. Die Geschwister kidnappen den Sarg und begeben sich auf die Fahrt in ihr Heimatdorf, von dem sie nicht wissen, ob es überhaupt noch existiert. Mit der eigenen Familie auf den Fersen, durchfahren die drei die unendliche Weite des Landes.

      Als ihnen der Sarg schließlich geklaut wird, geraten sie untereinander in Streit. Jan erzählt seinen Geschwistern das dunkle Geheimnis über ihren Vater, woraufhin sich die drei voneinander trennen und verloren durch das Land irren. Ein Heimatfilm, bei dem sich alle drei damit identifizieren müssen, wer sie sind, was Heimat, Familie und Zusammenhalt bedeutet.

      Das Debüt der kurdisch-deutschen Regisseurin Soleen Yusef erzählt von Zusammengehörigkeit, Heimatverbundenheit und Sehnsucht. Beim Montreal World Film Festival 2016 wurde der Film mit dem Special Grand Prix of the Jury ausgezeichnet. Im selben Jahr erhielt er beim Unabhängigen FilmFest Osnabrück 2016 den Friedensfilmpreis der Stadt Osnabrück. Das Netzwerk für Film- und Videokompetenz „Vision Kino“ sieht für die Familiengeschichte mit dem hochaktuellen gesellschaftspolitischen Hintergrund einen idealen Film für den Einsatz im Schulunterricht.

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      Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, 02.07.20
      01:15 - 03:05 Uhr (110 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.07.2020