• 22.06.2020
      20:15 Uhr
      Fahrstuhl zum Schafott Spielfilm Frankreich 1957 (Ascenseur pour l'échafaud) | arte
       

      Julien Tavernier bringt den Ehemann seiner Geliebten Florence um. Der perfekte Mord, hätte Julien nicht ein verräterisches Indiz vergessen. Um es zu beseitigen, kehrt er zum Tatort zurück - und bleibt dort im Fahrstuhl stecken. Mit seinem Langfilmdebüt "Fahrstuhl zum Schafott" gelang dem seinerzeit erst Mitte 20-jährigen Louis Malle gleich zu Beginn seiner Karriere ein Meisterwerk der französischen Nouvelle Vague. Der Thriller verbindet Elemente des Film noir und des amerikanischen Gangsterfilms zu einer düster-poetischen Studie über Schuld und Sühne, Liebe und Misstrauen, Zufall und Schicksal.

      Montag, 22.06.20
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Julien Tavernier bringt den Ehemann seiner Geliebten Florence um. Der perfekte Mord, hätte Julien nicht ein verräterisches Indiz vergessen. Um es zu beseitigen, kehrt er zum Tatort zurück - und bleibt dort im Fahrstuhl stecken. Mit seinem Langfilmdebüt "Fahrstuhl zum Schafott" gelang dem seinerzeit erst Mitte 20-jährigen Louis Malle gleich zu Beginn seiner Karriere ein Meisterwerk der französischen Nouvelle Vague. Der Thriller verbindet Elemente des Film noir und des amerikanischen Gangsterfilms zu einer düster-poetischen Studie über Schuld und Sühne, Liebe und Misstrauen, Zufall und Schicksal.

       

      Eigentlich ist der Plan perfekt: Julien Tavernier erschießt seinen Chef, den Ehemann seiner Geliebten Florence, nach Dienstschluss in dessen Büro und lässt die Tat wie einen Selbstmord aussehen. Doch kaum auf der Straße fällt ihm auf, dass er ein verräterisches Indiz hinterlassen hat. Unbemerkt stiehlt er sich zurück in das abendlich verlassene Bürogebäude - und bleibt dort im Fahrstuhl stecken. Während Florence auf der Suche nach Julien verzweifelt durch das nächtliche Paris irrt, stiehlt ein junges Paar das Auto des Mörders. Die abenteuerliche Spritztour der beiden endet in einem Hotel, wo sie unter dem Namen Julien Tavernier ein Zimmer anmieten und sich mit einem deutschen Ehepaar anfreunden. Als das Diebespaar sich in der Nacht unbemerkt mit deren Wagen davonmachen will, wird es von den Deutschen überrascht. Im Affekt erschießt der Autodieb das Ehepaar mit einem Revolver, den er in Juliens Auto gefunden hat, und flüchtet mit seiner Freundin. Die Folgen sind für alle fatal. Aus dem Aufzug befreit, kann sich Julien zwar am nächsten Morgen heimlich aus dem Gebäude schleichen, weiß aber nicht, dass die Polizei ihn bereits sucht: Der Mörder wird eines Mordes verdächtigt, den er gar nicht begangen hat.

      In Frankreich feierte Louis Malles Spielfilmdebüt mit Jeanne Moreau und Maurice Ronet überwältigende Erfolge und wurde mit dem Prix Louis Delluc als künstlerisch bedeutendster französischer Film des Jahres 1957 ausgezeichnet. "Fahrstuhl zum Schafott" zeichnet sich nicht nur durch atmosphärisch dichte Schwarz-Weiß-Bilder, sondern auch durch das einprägsame Spiel seiner Darsteller und die improvisierte Jazzmusik von Miles Davis aus, die den Szenen ihren besonderen Charakter verleiht. Louis Malle (1932-1995) gehörte zu den wichtigsten Vertretern der Nouvelle Vague und galt als der "Macher", der die filmische Praxis stets der Theorie vorzog. Seinem Aufsehen erregenden Debüt "Fahrstuhl zum Schafott" folgten weitere bedeutende Filme wie "Die Liebenden" (1958), "Zazie" (1960) oder "Privatleben" (1962).

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