• 04.09.2019
      20:15 Uhr
      Jeder stirbt für sich allein Spielfilm Deutschland 1976 | arte
       

      Ein zunächst unscheinbares, politisch unauffälliges Handwerkerehepaar verliert im Feldzug gegen Frankreich 1940 seinen einzigen Sohn. Von der Heeresleitung als „Heldentod“ bekundet, bricht mit dem Verlust des Sohns für die hinterbliebenen Eheleute eine Welt zusammen, und sie beginnen Feldpostkarten mit Parolen gegen das Nazi-Regime zu verteilen.

      Mittwoch, 04.09.19
      20:15 - 21:55 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Ein zunächst unscheinbares, politisch unauffälliges Handwerkerehepaar verliert im Feldzug gegen Frankreich 1940 seinen einzigen Sohn. Von der Heeresleitung als „Heldentod“ bekundet, bricht mit dem Verlust des Sohns für die hinterbliebenen Eheleute eine Welt zusammen, und sie beginnen Feldpostkarten mit Parolen gegen das Nazi-Regime zu verteilen.

       

      Otto Quangel und seine Frau Anna sehen ihren Sohn zum letzten Mal, als er im Jahr 1940 während eines Urlaubs in Berlin seinen Marschbefehl erhält. Bald darauf erreicht die beiden die Nachricht, dass er in Frankreich gefallen ist - „für Führer, Volk und Vaterland“, wie es im offiziellen Schreiben der Heeresleitung heißt.
      Für Anna bricht mit dem Tod ihres einzigen Kindes eine Welt zusammen. In ihren Augen ist der pathetisch proklamierte „Heldentod“ nichts weiter als ein Mord, den Hitler zu verantworten hat.

      Als ihr ein Stapel unbenutzter Feldpostkarten in die Hände fällt, schreibt sie auf eine von diesen, wie ihr zumute ist: „Der Führer hat mir meinen Sohn ermordet ...“ Sie legt die Karte heimlich in der Stadt ab, in der Hoffnung, ein paar Menschen auf diese Weise aus ihrem blinden Glauben an Hitler wachrütteln zu können.

      Ihr Mann, Werkmeister in einem großen Tischlereibetrieb, in dem kriegsbedingt vorwiegend Särge produziert werden, schließt sich seiner Frau an. Die beiden deponieren Karten mit ihrem persönlichen Aufruf zum Widerstand an vielen Stellen der Stadt. Die Suche nach dem „Klabautermann“, wie die Gestapo den unbekannten Schreiber der Karten nennt, fällt zunächst schwer. Die meisten Protestschreiben werden von obrigkeitshörigen Bürgern bei der Polizei abgeliefert. Als Kommissar Escherich mithilfe des schmierigen Hauswarts Borkhausen den Quangels dann doch auf die Spur kommt, landet das Ehepaar vor dem „Volksgerichtshof“. Die Verhandlung ist eine bloße Farce, das Todesurteil gegen beide steht längst fest.

      Regisseur Alfred Vohrer machte sich den Bestseller-Roman „Jeder stirbt für sich allein“ von Hans Fallada zunutze, um die ergreifende Geschichte auf den Bildschirm zu bringen. Der Film basiert wie das Buch auf der wahren Begebenheit eines Berliner Ehepaars, Otto Hermann Hampel und Elise Hampel, die ihren einzigen Sohn Paul im Krieg verloren - „sehr auf sentimentale Effekte bedachte Romanverfilmung“ (Lexikon des Internationalen Films).

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      Mittwoch, 04.09.19
      20:15 - 21:55 Uhr (100 Min.)
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