• 03.09.2019
      20:15 Uhr
      Ein seltsamer Krieg Frankreich 1939/40 | arte
       

      Der Sitzkrieg, auch "seltsamer Krieg", bezeichnet eine weitgehend ereignislose Phase zwischen September 1939 und Mai 1940. Die Wehrmacht hatte Polen angegriffen, Frankreich und England hatten dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Doch an der Westfront rührte sich im September 1939 wenig: Offiziere und Soldaten versuchten, den Krieg auszusitzen. Mit Hilfe von Archivmaterial und Amateuraufnahmen zeigt der Dokumentarfilm, dass es während dieser Zeit zu einem echten "Kriegseintritt" der betroffenen Länder kam, was mit einer Mobilisierung auf allen Ebenen einherging. Gekämpft wurde nicht mit Geschützen, sondern mit Propaganda. 

      Dienstag, 03.09.19
      20:15 - 21:50 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Der Sitzkrieg, auch "seltsamer Krieg", bezeichnet eine weitgehend ereignislose Phase zwischen September 1939 und Mai 1940. Die Wehrmacht hatte Polen angegriffen, Frankreich und England hatten dem Deutschen Reich den Krieg erklärt. Doch an der Westfront rührte sich im September 1939 wenig: Offiziere und Soldaten versuchten, den Krieg auszusitzen. Mit Hilfe von Archivmaterial und Amateuraufnahmen zeigt der Dokumentarfilm, dass es während dieser Zeit zu einem echten "Kriegseintritt" der betroffenen Länder kam, was mit einer Mobilisierung auf allen Ebenen einherging. Gekämpft wurde nicht mit Geschützen, sondern mit Propaganda. 

       

      Stab und Besetzung

      Regie Cédric Gruat

      Die breite Öffentlichkeit weiß nur wenig über den Sitzkrieg von 1939 bis 1940. Viele der gängigen Deutungsweisen kommen zu kurz. Oft wird diese erste Phase des Zweiten Weltkriegs so stark mit der Niederlage Frankreichs von 1940 in Verbindung gebracht, dass sie keine eigenständige Betrachtung erfährt, sondern lediglich als Ankündigung dessen angesehen wird, was folgte: der unvermeidliche Sieg Nazideutschlands über ein Frankreich, das sich schwertat, in den Kampf zu ziehen.
      Mit Hilfe von Archivmaterial und Amateuraufnahmen versucht der Dokumentarfilm aufzuzeigen, dass es während dieser wichtigen Phase des Zweiten Weltkriegs zu einem echten "Kriegseintritt" der betroffenen Länder kam. Das ging einher mit einer Mobilisierung auf allen Ebenen. Während Soldaten eingezogen wurden und der Alltag der Zivilbevölkerung sich radikal veränderte, bereiteten sich die jeweiligen Regierungen auf einen Krieg vor, bauten ihre Sicherheitspolitik aus und setzten verstärkt auf Propaganda.
      Die Alliierten versuchten Zeit zu gewinnen und setzten auf einen Langzeitkrieg. Hitler hingegen entschied sich, den Feind durch schnelles Handeln zu überraschen und plante eine riskante, aber entscheidende Offensive. Monatelanges Warten entlang der Maginot-Linie zermürbte die französischen Soldaten. Kälte und Langeweile führten im Winter 1939/40 zu einer regelrechten Depression innerhalb der französischen Armee, die durch Deutschlands psychologische Kriegsführung und bewusst eingesetzte Propaganda noch verstärkt wurde und zum Ziel hatte, einen Keil zwischen die Alliierten zu treiben.

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