• 12.12.2016
      02:20 Uhr
      Die Scala Opernlegenden aus Mailand - Thema: Italien | arte
       

      Opernliebhaber dürfen jedes Jahr auf die neue Saison der Mailänder Scala gespannt sein: Erstmals erhielt ein Dokumentarfilmer nun die Genehmigung, die Vorbereitungen zur Spielzeiteröffnung zu begleiten und hinter die Kulissen der großartigen Opernmaschinerie zu schauen. Was macht den Mythos der Scala aus? Zur Wort kommen namhafte Persönlichkeiten, die die Geschichte des Hauses geprägt haben, wie Daniel Barenboim, Plàcido Domingo oder Stéphane Lissner. Zahlreiche Auszüge aus den großen Opernproduktionen der letzten 40 Jahre runden das einzigartige Porträt des bedeutenden europäischen Opernhauses ab.

      Nacht von Sonntag auf Montag, 12.12.16
      02:20 - 03:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      Opernliebhaber dürfen jedes Jahr auf die neue Saison der Mailänder Scala gespannt sein: Erstmals erhielt ein Dokumentarfilmer nun die Genehmigung, die Vorbereitungen zur Spielzeiteröffnung zu begleiten und hinter die Kulissen der großartigen Opernmaschinerie zu schauen. Was macht den Mythos der Scala aus? Zur Wort kommen namhafte Persönlichkeiten, die die Geschichte des Hauses geprägt haben, wie Daniel Barenboim, Plàcido Domingo oder Stéphane Lissner. Zahlreiche Auszüge aus den großen Opernproduktionen der letzten 40 Jahre runden das einzigartige Porträt des bedeutenden europäischen Opernhauses ab.

       

      Nach dem Brand der Mailänder Oper finanzierten die wohlhabenden Familien der Stadt im Jahr 1776 einen großartigen Neubau, der am Standort der Kirche Santa Maria della Scala unweit des Mailänder Doms errichtet wurde: das Teatro alla Scala. Das beeindruckende Opernhaus verfügte anfangs über 3.000 Plätze, die im Logenparterre waren bis Anfang des 20. Jahrhunderts Eigentum der Mailänder Familien. Bald wurde die Scala zum unumstrittenen Zentrum der italienischen Opernkunst.

      Ab dem 19. Jahrhundert legten Rossini, Bellini und später Verdi den Grundstein für den Mythos, der auch heute noch als bedeutendste Opernbühne der Welt geltenden Institution. Lang ist die Liste all jener, die hier seit zwei Jahrhunderten Operngeschichte schrieben und schreiben: Toscanini, Callas, Visconti, Strehler, Karajan, Pavarotti, Freni, Muti, Chéreau und viele andere haben hier gewirkt.
      Die neue Spielzeit der Scala beginnt jedes Jahr mit einer erlesenen Gala am 7. Dezember, dem Gedenktag des Mailänder Schutzpatrons Ambrosius.

      Erstmals erhielt ein Dokumentarfilmer nun die Genehmigung, die Vorbereitungen zur Spielzeiteröffnung zu begleiten und hinter die Kulissen der großartigen Opernmaschinerie zu schauen. Parallel dazu zeigt die Dokumentation jene, denen dieses Opernhaus ihren legendären Ruf verdankt. Verdi und Callas werden in fiktiven Interviews befragt, Toscanini, Tebaldi und Strehler sind in Archivaufnahmen zu sehen. Und auch die neue Generation kommt zu Wort, die heute die Geschichte der Scala weiterschreibt, wie Daniel Barenboim, Riccardo Chailly oder Roberto Bolle. Auszüge aus den großen Opernproduktionen der letzten 40 Jahre vervollständigen das einzigartige Porträt des bedeutenden europäischen Opernhauses.

      Im Wintermonat Dezember widmet ARTE dem sonnigen Lieblingsland aller Deutschen und Franzosen einen ganzen Tag – mit Spielfilm, Dokumentationen und Konzerten. Am Sonntag, 11. Dezember führt zunächst die Reihe „Italien, meine Liebe“, an den malerischen Küsten des Mittelmeerstaates entlang – von Ligurien, über die Toskana, Kampanien, Apulien bis Venedig und Triest. Auf rund 8.000 Kilometern bietet Italiens Küste nicht allein schöne Badestrände, ihre oft unberührte Natur ist auch eine unerschöpfliche Inspirationsquelle.

      Am Nachmittag geht es nach Rom in die Villa Medici. Kein zweiter Ort hat so viele namhafte Künstler beherbergt wie dieses mondäne Gebäude. Zu ihren Gästen gehörten Größen wie Bizet, Ingres, Berlioz, Fragonard und Debussy. In diesem Jahr feiert die französische Künstlerresidenz ihr 350-jähriges Bestehen. ARTE zeigt die Kulturdokumentation „Die Villa Medici – 350 Jahre Akademie de France in Rom“ in einer deutschen Erstausstrahlung.

      Von Rom geht es nach Mailand: Auf dem Domplatz der norditalienischen Metropole gibt sich das Orchester der weltberühmten Mailänder Scala die Ehre, zusammen mit der argentinischen Pianistin Martha Argerich, unter Leitung des italienischen Dirigenten Riccardo Chailly. Das „Konzert auf dem Mailänder Domplatz“ ist ebenfalls eine TV-Premiere.

      Der Sonntagabend ist einem der bedeutendsten Regisseure des europäischen Kinos gewidmet: Luchino Visconti. In seinem monumentalen Filmkunstwerk „Der Leopard“ von 1962 zeichnet der Sohn eines Grafen ein scharfsichtiges historisches und gesellschaftliches Panoramabild Italiens Mitte des 19. Jahrhunderts, wobei er die Aristokratie von innen zeigt und mit ihr sowohl mitleidlos als auch liebevoll umgeht. Im Anschluss zeigt ARTE als TV-Premiere das Porträt „Luchino Visconti, vom Film besessen“, das sowohl die Herkunft als auch das Leben und Schaffen des Filmemachers beleuchtet.

      In einem weiteren Doku-Porträt geht es direkt danach um den „Italiener par excellence – Marcello Mastroianni“, der unter anderem in zwei Filmen Viscontis mitwirkte. Der Rest der Nacht gehört dann wieder der Musik: zunächst dem Pianisten Maurizio Pollini, und später dem Barockkomponisten Antonio Vivaldi und einem für Konzerte eher unbekannten Zupfinstrument: der Mandoline.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Nacht von Sonntag auf Montag, 12.12.16
      02:20 - 03:15 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.08.2020