• 28.09.2016
      17:30 Uhr
      Die Glücklichen des Amazonas Dokumentation Australien 2012 | arte
       

      Die Sprache der Pirahã kennt weder Wörter für Zahlen und Farben noch Vergangenheits- oder Zukunftsformen und selbst Gott nicht. Erst vor kurzem ist es dem Forscher Daniel Everett als erstem Fremden gelungen, die Sprache zu entschlüsseln. Diese Entdeckung stellt anerkannte linguistische Theorien über die menschliche Sprache infrage.

      Mittwoch, 28.09.16
      17:30 - 18:20 Uhr (50 Min.)
      50 Min.
      Stereo HD-TV

      Die Sprache der Pirahã kennt weder Wörter für Zahlen und Farben noch Vergangenheits- oder Zukunftsformen und selbst Gott nicht. Erst vor kurzem ist es dem Forscher Daniel Everett als erstem Fremden gelungen, die Sprache zu entschlüsseln. Diese Entdeckung stellt anerkannte linguistische Theorien über die menschliche Sprache infrage.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Randall Wood, Michael O'Neill

      Im Herzen des Amazonas-Regenwalds lebt ein Volk, dessen Sprache bis heute kein Fremder je erlernt hat. Nachdem der Forscher Daniel Everetts 30 Jahre lang mit dem indigenen Volksstamm Pirahã zusammengelebt hat, ist es ihm schließlich gelungen, ihren Sprachcode zu entschlüsseln. Seine ursprüngliche Mission bestand darin, die Pirahã zum Christentum zu bekehren. Statt dessen hat der Missionar jedoch ein außergewöhnliches Volk entdeckt, das weder Wörter für Zahlen und Farben, noch Vergangenheits- oder Zukunftsformen und selbst Gott nicht kennt. Die Entdeckung dieser Sprache stellt anerkannte linguistische Theorien über die menschliche Sprache - wie die Annahme einer Universalgrammatik - infrage.

      Die steigenden Bevölkerungszahlen in der Dritten Welt, der immer mehr Regionen der Erde erreichende technische Fortschritt, ein hemmungsloser Raubbau an natürlichen Ressourcen und die Veränderung des Klimahaushalts bedrohen die Ökosysteme auf der ganzen Welt. Diese Gefährdung des gemeinsamen Lebensraums wirkt bis weit in unzählige Kulturen hinein. Zusätzlich lösen in vielen Ländern politischer und wirtschaftlicher Druck Migrationsbewegungen aus, die zum Verlust zahlreicher Traditionen und Kulturen führen.

      Und auch eine mit den Versuchungen der modernen Zivilisation einhergehende Nivellierung aller Unterschiede zwischen den Menschen bewirkt langsam aber sicher ein Aussterben sowohl von Urvölkern als auch von Minderheitensprachen. So soll von den zurzeit weltweit 6.000 gesprochenen Sprachen inzwischen die Hälfte in ihrer Existenz bedroht sein. Doch zahlreiche Völker und Volksgruppen sehen sich so tief in ihrer sprachlichen und kulturellen Identität verwurzelt, dass sie sich aktiv für ihren Erhalt einsetzen.

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