• 18.06.2016
      21:50 Uhr
      Der Maya-Code Dokumentarfilm USA 2008 - Thema: Archäologie | arte
       

      Lange Zeit konnte die Schrift der Maya, deren Ursprünge bis ins erste Jahrhundert nach Christus zurückreichen, nicht entschlüsselt werden. Die Konquistadoren hatten die meisten Exemplare der aus Baumrinde bestehenden Bücher vernichtet. Erst im letzten Jahrhundert gelang Forschern die Entzifferung der Schrift einer der bedeutendsten Zivilisationen der Welt. Ein wichtiges Ereignis auch für die rund sechs Millionen Überlebenden des Maya-Volkes: Nach der Entzifferung der Texte können sie sich die Kultur ihrer Vorfahren wieder aneignen.

      Samstag, 18.06.16
      21:50 - 23:20 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV

      Lange Zeit konnte die Schrift der Maya, deren Ursprünge bis ins erste Jahrhundert nach Christus zurückreichen, nicht entschlüsselt werden. Die Konquistadoren hatten die meisten Exemplare der aus Baumrinde bestehenden Bücher vernichtet. Erst im letzten Jahrhundert gelang Forschern die Entzifferung der Schrift einer der bedeutendsten Zivilisationen der Welt. Ein wichtiges Ereignis auch für die rund sechs Millionen Überlebenden des Maya-Volkes: Nach der Entzifferung der Texte können sie sich die Kultur ihrer Vorfahren wieder aneignen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie David Lebrun

      Noch bis vor Kurzem war die Schrift der Maya ein Buch mit sieben Siegeln, so dass der Zugang zu einer der wichtigsten Zivilisationen der Menschheit verschlossen blieb. Der Dokumentarfilm stützt sich auf das Erfolgswerk von Michael D. Coe aus dem Jahr 1992, das die New York Times als "eine der schönsten wissenschaftlichen Entdeckungsgeschichten des 20. Jahrhunderts" bezeichnete.

      Die Ursprünge der Maya-Schrift reichen zurück bis ins erste Jahrhundert nach Christus. Die spanischen Eroberer fanden Tausende von Buchbänden aus Baumrinde voller mysteriöser Hieroglyphen vor. Als "Teufelswerk" wurden sie von den christlichen Konquistadoren verboten und verbrannt. Nach der Eroberung der letzten unabhängigen Maya-Stadt Tayasal 1697 fiel eine der größten Zivilisationen der Menschheit endgültig dem Vergessen anheim.

      Im 19. Jahrhundert begannen sich Archäologen für die tief im Dschungel gelegenen Stätten zu interessieren. Doch es gelang den Forschern lediglich, den komplexen Kalender der Maya und die Glyphen auf den Monumenten, die Götter, Pflanzen, Tiere, Farben und Himmelsrichtungen darstellten, zu verstehen. Die Schrift blieb ihnen weiterhin verschlossen. Erst nach Ausgrabungen in der Maya-Stadt Piedras Negras konnte ein Experten-Team die so lange stumm gebliebenen Texte zum Sprechen bringen. Die Dokumente zeugen vom Reichtum und der Bedeutung der Kultur der Maya, die sich lange Zeit völlig isoliert entwickelt hat. Ein wichtiges Ereignis auch für die rund sechs Millionen Überlebenden des Maya-Volkes: Nach der Entzifferung der Texte können sie sich die Kultur ihrer Vorfahren wieder aneignen.

      Die Dreharbeiten zu dem Dokumentarfilm fanden in Mittelamerika, in den USA und in Europa statt. Mit 3D-Animationen, Fotos und Archivmaterial und Aufnahmen an den archäologischen Ausgrabungsstätten werden wichtige Daten und Epochen der Maya-Geschichte anschaulich, während Szenen in heutigen Maya-Dörfern die faszinierende Kontinuität zwischen Vergangenheit und Gegenwart verdeutlichen. Auftragsproduzent des Dokumentarfilms war Nicolas Noxon, ein mehrfach ausgezeichneter Experte für geschichts- und naturwissenschaftliche Dokumentarfilme. Noxon hatte auch an der großen Expedition 1986 zum Wrack der Titanic teilgenommen. Der Film, der damals gedreht wurde, stand jahrelang auf der Hitliste der Videoverkäufe von Dokumentationen und inspirierte später James Cameron zu seinem Film "Titanic" (1997).

      • Thema: Archäologie

      Archäologen suchen nach den Spuren untergegangener Zivilisationen und Kulturen, um Lebensweise und Strukturen früherer Gesellschaften besser zu verstehen. Ihre Entdeckungen können spektakulär oder auch bescheiden sein. Doch immer liefern Ausgrabungsstätten Erkenntnisse über die Menschen, die einst dort lebten. Am Samstag, den 18. Juni, lädt ARTE zu einer archäologischen Zeitreise ein und begibt sich mit einem internationalen Forscherteam an verschiedene Grabungsorte.

      In der vergessenen Maya-Stadt Naachtun im Urwald von Guatemala wird die Schrift der Maya entschlüsselt, die noch bis vor kurzem ein Rätsel war. Eine weitere Etappe sind die Hängenden Gärten von Babylon, das einzige von sieben Weltwundern der Antike, für das noch kein archäologischer Nachweis gefunden wurde. Dank der außergewöhnlichen Funde der britischen Wissenschaftlerin Stephanie Dalley kann nun erstmals genau bestimmt werden, an welchem Ort sich die legendären Gärten befanden, wie sie aussahen und wie sie erbaut wurden.

      Auch ein niederländisches Schiffswrack aus dem 17. Jahrhundert, das in der Ostsee auf Grund lief, gibt Rätsel auf. In Spanien untersuchen Paläontologen an einer prähistorischen Fundstätte die Familienstruktur der Neandertaler. Andere Forscher erläutern, wie die Pharaonen die militärische Vorherrschaft über die Welt der Antike erlangten.
      In Peru wird das plötzliche Verschwinden der einst mächtigen Moche-Kultur untersucht. Und es kommt zur Enthüllung neuer Erkenntnisse über den Untergang der Ureinwohner der Osterinsel: Möglicherweise stimmt die oft vertretene These des selbst verursachten Ökozids nicht, und es waren weiße Siedler, die den Inselbewohnern ein Ende bereiteten.

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