• 16.07.2019
      01:05 Uhr
      Riccardo Chailly - Symphonie der Tausend Lucerne Festival im Sommer 2016 | arte
       

      Riccardo Chailly, der neue musikalische Leiter des Lucerne Festivals, hat sich ganz bewusst bei seinem ersten Konzert mit dem "Orchester der Freunde", wie Orchestergründer Claudio Abbado das Lucerne Festival Orchestra nannte, für Gustav Mahlers 8. Symphonie entschieden, für die spektakuläre "Symphonie der Tausend". Damit setzt er den letzten fehlenden Baustein im großen Mahler-Zyklus des Orchesters, den Abbado vor seinem Tod im Januar 2014 nicht mehr vollenden konnte: ein Abschluss, der ein Anfang ist.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 16.07.19
      01:05 - 02:40 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Riccardo Chailly, der neue musikalische Leiter des Lucerne Festivals, hat sich ganz bewusst bei seinem ersten Konzert mit dem "Orchester der Freunde", wie Orchestergründer Claudio Abbado das Lucerne Festival Orchestra nannte, für Gustav Mahlers 8. Symphonie entschieden, für die spektakuläre "Symphonie der Tausend". Damit setzt er den letzten fehlenden Baustein im großen Mahler-Zyklus des Orchesters, den Abbado vor seinem Tod im Januar 2014 nicht mehr vollenden konnte: ein Abschluss, der ein Anfang ist.

       

      Riccardo Chailly, der neue musikalische Leiter des Lucerne Festivals, eröffnet die Sommersaison 2016 mit Gustav Mahlers 8. Symphonie, der spektakulären "Symphonie der Tausend". Damit setzt er den letzten fehlenden Baustein im großen Mahler-Zyklus des Orchesters, den Abbado vor seinem Tod im Januar 2014 nicht mehr vollenden konnte: ein Abschluss, der ein Anfang ist. Vier großbesetzte Chöre und acht hochrangige Solisten gesellen sich zum Lucerne Festival Orchestra und lassen die Festspieleröffnung zu einem Ereignis der Extraklasse werden.

      Philosophie, Natur, Schöpfung - Mahlers Achte wirft essenzielle Lebensfragen auf. "Das Beste der Musik steht nicht in den Noten", soll Gustav Mahler gesagt haben. Der österreichische Dirigent und Komponist war vor allem ein sehnsüchtiger Romantiker. Das schwingt nicht nur in diesen wenigen Worten mit. Die Suche nach Antworten auf die großen Fragen des Lebens treibt ihn ein Leben lang an und um und prägt sein unvergleichliches Schaffen als Komponist. Sehnsucht, der Inbegriff der Romantik, und die Arbeit sind Mahlers beste Freunde.

      Neben seinen zahlreichen Liedern komponiert Mahler zehn Symphonien. Die drei letzten unterscheiden sich elementar von den vorherigen. Der Wendepunkt - fast schon ein Bruch - war der frühe Tod seiner älteren Tochter Maria Anna. Es beginnt mit der mächtigen 8. Symphonie. Ein riesiges Orchester, vier Chöre und acht Vokalsolisten - die Achte hat ihren Namen nicht umsonst: Die "Symphonie der Tausend" kommt aufgrund ihres großen Aufwands selten zur Aufführung. Gleichzeitig ist es die Symphonie der Liebe, die er seiner Frau Alma gewidmet hat.

      Geboren wurde Gustav Mahler 1860 im böhmischen Kalischt, heute Tschechien, in eine Zeit, in der die Romantik ihrem Ende entgegen geht. Die Jahrhundertwende in Wien - und Gustav Mahler ist mitten drin, unter zahlreichen Intellektuellen, die sich hier tummeln. Mit seinem Werk schlägt der gelernte Dirigent die Brücke zwischen Spätromantik und Moderne. Der Drang nach philosophischer Erkenntnis sowie glühende Natur- und Gottessehnsucht treiben ihn an. Empfindsam, manchmal gar labil, stürzt er sich von der einen in die nächste emotionale Krise. All das spiegelt sich in seinen Kompositionen wider.

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