• 01.02.2016
      21:40 Uhr
      Wir Wunderkinder Spielfilm Deutschland 1958 | arte
       

      1913 drücken zwei ungleiche Jungen gemeinsam die Schulbank: Während Hans stets hart arbeitet, nutzt der unbeschwerte Bruno die Gelegenheiten, wo sie sich bieten. Ebenso geschickt wie gewissenslos laviert er sich durch die Goldenen Zwanziger, den Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit. Als Hans, mittlerweile Journalist, ihn eines Tages in einem Artikel bloßstellt, ist Bruno empört und stattet dem alten Schulfreund einen Besuch ab ...

      • Zum 50. Todestag des Schauspielers Robert Graf, der im Februar 1966 im Alter von nur 42 Jahren verstarb, zeigt ARTE Kurt Hoffmanns Klassiker "Wir Wunderkinder".

      Montag, 01.02.16
      21:40 - 23:20 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      1913 drücken zwei ungleiche Jungen gemeinsam die Schulbank: Während Hans stets hart arbeitet, nutzt der unbeschwerte Bruno die Gelegenheiten, wo sie sich bieten. Ebenso geschickt wie gewissenslos laviert er sich durch die Goldenen Zwanziger, den Nationalsozialismus und die Nachkriegszeit. Als Hans, mittlerweile Journalist, ihn eines Tages in einem Artikel bloßstellt, ist Bruno empört und stattet dem alten Schulfreund einen Besuch ab ...

      • Zum 50. Todestag des Schauspielers Robert Graf, der im Februar 1966 im Alter von nur 42 Jahren verstarb, zeigt ARTE Kurt Hoffmanns Klassiker "Wir Wunderkinder".

       

      Die Schulkameraden Hans und Bruno könnten unterschiedlicher nicht sein: Der strebsame Hans arbeitet stets hart für seine Karriere, während Bruno die Gelegenheiten nur so zufliegen. In den goldenen 20er Jahren kommt er durch Aktiengeschäfte zu schnellem Geld, während sich Hans sein Studium als Zeitungsverkäufer finanzieren muss. Im Nationalsozialismus macht Bruno Karriere und profitiert von der Enteignung der jüdischen Bevölkerung. Indes verliert Hans nicht nur jüdische Freunde, sondern auch seine Jugendliebe Vera, die mit ihrem Vater emigriert.

      Nach dem Krieg schließlich kann Hans kaum seine junge Familie ernähren, da hat Bruno schon den Schwarzmarkt als ein lukratives Geschäft für sich entdeckt. Im deutschen Wirtschaftswunder der 50er Jahre steigt Bruno dann zu einem vermögenden Geschäftsmann auf. Als Bruno eine gemeinnützige Stiftung gründet, schreibt Hans - inzwischen Journalist bei einer Tageszeitung - zum gegebenen Anlass einen aufschlussreichen Artikel über die zweifelhafte Karriere seines Schulfreunds. Bruno ist empört über den Angriff auf seine Ehre. Er sucht Hans in der Redaktion auf und droht damit, das Blatt finanziell zu ruinieren.

      Doch Hans lässt sich von Brunos Drohgebärden nicht einschüchtern und weigert sich, den Artikel zurückzuziehen. Nach einem rhetorischen Schlagabtausch mit Hans verlässt Bruno wütend die Redaktion - und stürzt unter Missachtung des Schilds "Außer Betrieb" in einen Fahrstuhlschacht. Seine Todesanzeige wird kurze Zeit später in der Zeitung abgedruckt.

      "Wir Wunderkinder" ist eine Satire auf Deutschland in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Die Story ist schlicht gehalten und teilt die Menschen augenzwinkernd in Gut und Böse. Auf Zwischentöne hat Regisseur Kurt Hoffmann zugunsten der Komik verzichtet. "Wir Wunderkinder" zählt zu den bemerkenswertesten Werken der frühen Bundesrepublik, obgleich die satirische Bissigkeit, etwa der Lieder von Wolfgang Neuss, durch den Regisseur geglättet wurde. Der Film erhielt neben anderen Auszeichnungen im Jahr 1960 einen Golden Globe.

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      Montag, 01.02.16
      21:40 - 23:20 Uhr (100 Min.)
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