• 19.05.2015
      00:40 Uhr
      Die Stadt der Millionen. Ein Lebensbild Berlins Stummfilm Deutschland 1925 - Filmreihe: Stummfilmreihe | arte
       

      Der 85-minütige Film ist das erste abendfüllende Stadtporträt Berlins und zeigt den Alltag in ganz unterschiedlichen Vierteln der Stadt: hier großstädtisch und mondän, dort volkstümlich und mit Hang zu kleinbürgerlicher Gemütlichkeit. Produziert als Ufa-Kulturfilm - darunter verstand man Dokumentarfilme mit didaktischem Mehrwert - vermittelt dieser Film das Lebensgefühl von Berlin nach der überstandenen Wirtschaftskrise Mitte der 1920er Jahre, als Berlin im Begriff war, eine der großen Weltstädte zu werden.

      Nacht von Montag auf Dienstag, 19.05.15
      00:40 - 02:05 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV

      Der 85-minütige Film ist das erste abendfüllende Stadtporträt Berlins und zeigt den Alltag in ganz unterschiedlichen Vierteln der Stadt: hier großstädtisch und mondän, dort volkstümlich und mit Hang zu kleinbürgerlicher Gemütlichkeit. Produziert als Ufa-Kulturfilm - darunter verstand man Dokumentarfilme mit didaktischem Mehrwert - vermittelt dieser Film das Lebensgefühl von Berlin nach der überstandenen Wirtschaftskrise Mitte der 1920er Jahre, als Berlin im Begriff war, eine der großen Weltstädte zu werden.

       

      Zwei Jahre vor Walther Ruttmanns "Berlin. Die Symphonie der Großstadt" aus dem Jahr 1927 entstand "Die Stadt der Millionen. Ein Lebensbild Berlins" von Adolf Trotz, ein Ufa-Kulturfilm, der aufgrund seines authentischen Bildmaterials ein wertvolles Dokument von Berlin Mitte der 1920er Jahre darstellt. Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine hochinteressante Stadterkundung und führt von mondänen Einkaufsstraßen wie der Friedrichstraße und dem Kurfürstendamm in unbekanntere Viertel und Winkel. Für uns heute ist der Film eine Zeitreise ins unzerstörte Berlin rund um das Schloss, die Tauentzienstraße oder den Potsdamer Platz.

      Der Film stellt Berlin als eine dynamische Stadt vor und erlaubt sich in kurzen Passagen, das vergleichsweise beschauliche Leben im 19. Jahrhundert nachzustellen. Aber auch die Zukunft hat ihren Platz in dem kurzen integrierten Animationsfilm "Berlin im Jahr 2000" - "Metropolis" lässt grüßen. Verkehrsmittel spielen eine große Rolle: Autos, Droschken, U-Bahnen. Die Kamera fotografiert die Menschen der Zeit - auf dem Markt, bei der Arbeit, beim Tanzen, auf dem Rummelplatz, am Sonntag beim Sport. Auch das Filmschaffen der Zeit spielt eine Rolle: die Filmateliers in Tempelhof und Neubabelsberg, die Kinos in der Stadt. Ein kleiner Ausflug führt nach Potsdam (Sanssouci) und an das Grab von Heinrich von Kleist. Die Split-Screen-Technik vergrößert die Dynamik der beobachteten Szenen und macht diese Stadterkundung auch zu einem virtuosen kinematographischen Erlebnis.

      • Filmreihe: Stummfilmreihe

      Die neue Stummfilm-Saison auf ARTE, für alle Liebhaber dieses Genres und für alle, die es bei dieser Gelegenheit für sich entdecken möchten: Zwei Klassiker und zwei Wiederentdeckungen bietet das kommende Mai-Programm und stellt damit vier neue Stummfilmrestaurierungen vor. Den Auftakt macht der französische Art-Déco-Film "L' Inhumaine" von Marcel l' Herbier, frisch restauriert vom Originalnegativ und mit neuer Musik des bekannten Perkussionisten Aidje Tafial.

      Einen Ausflug ins große Historienkino der 1910er Jahre gestattet der deutsche Monumentalfilm "Die Pest in Florenz" von Otto Rippert, begleitet von einer kongenialen elektronischen Musik von Uwe Dierksen.

      Von Florenz geht die Stummfilm-Reise dann nach Berlin: "Die Stadt der Millionen" war einer der erfolgreichsten Ufa-Kulturfilme und hat das deutsche Kino der 20er Jahre bereichert. Er liegt nun in einer vervollständigten Fassung vor, die auf ARTE ihre Fernsehpremiere erlebt. "Die Stadt der Millionen" nimmt das Publikum mit zu einer lehrreichen und amüsanten Stadterkundung Berlins.

      Der große Abschluss dann mit einem Stummfilm, der durch die rekonstruierte Originalmusik von Gottfried Huppertz zu neuem Leben erwacht: "Zur Chronik von Grieshuus", eine großartige, düstere Familiensaga nach Theodor Storm, zu der Gottfried Huppertz im Jahr 1925 eine hochromantische Musik für großes Orchester geschrieben hat. Auch dieser Film erlebt auf ARTE seine Fernsehpremiere und steht anschließend auf cinema.arte.tv den Stummfilmfans zur Verfügung.

      Auf cinema.arte.tv ist darüber hinaus ein weiteres großes Angebot an Stummfilmen zu sehen.

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      Nacht von Montag auf Dienstag, 19.05.15
      00:40 - 02:05 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV

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