• 25.03.2019
      13:50 Uhr
      Die Welle Spielfilm Deutschland 2008 | arte
       

      Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Staatsformen startet der Gymnasiallehrer Rainer Wenger mit seinem Kurs einen pädagogischen Selbstversuch namens Autokratie. So möchte er seinen Schülern das Räderwerk eines totalitären Regimes erlebnisnah vor Augen führen. Gelangweilt vom Thema NS-Zeit, halten diese die Gefahr einer Diktatur im heutigen, demokratischen Deutschland für nicht mehr existent. Dies jedoch markiert den Anfang eines Sozialexperiments, das schließlich gewaltige Ausmaße annimmt - die Macht der "Welle" verselbstständigt sich und das Experiment läuft mehr und mehr aus dem Ruder. Fesselnder Schulkrimi mit Jürgen Vogel.

      Montag, 25.03.19
      13:50 - 15:30 Uhr (100 Min.)
      100 Min.

      Im Rahmen einer Projektwoche zum Thema Staatsformen startet der Gymnasiallehrer Rainer Wenger mit seinem Kurs einen pädagogischen Selbstversuch namens Autokratie. So möchte er seinen Schülern das Räderwerk eines totalitären Regimes erlebnisnah vor Augen führen. Gelangweilt vom Thema NS-Zeit, halten diese die Gefahr einer Diktatur im heutigen, demokratischen Deutschland für nicht mehr existent. Dies jedoch markiert den Anfang eines Sozialexperiments, das schließlich gewaltige Ausmaße annimmt - die Macht der "Welle" verselbstständigt sich und das Experiment läuft mehr und mehr aus dem Ruder. Fesselnder Schulkrimi mit Jürgen Vogel.

       

      Der charismatische Lehrer Rainer Wenger soll seiner Klasse während einer Projektwoche das System der Autokratie näherbringen. Von derartigen Themen fühlen sich die Gymnasiasten gelangweilt und lassen deshalb eine wirkliche Reflexion nicht zu. So gibt es für die meisten eine klare Antwort auf die Frage, ob eine Diktatur im heutigen Deutschland noch denkbar wäre: Nein.

      Daher startet der Lehrer spontan ein Experiment. Unter dem Namen "Die Welle" gründet er eine Bewegung, die auf den drei Prinzipien Disziplin, Gemeinschaft und Handeln beruht. Zudem führt er eine Art Uniform ein. Diese Ideen sowie der strenge Ton und das straffe Regiment werden mit wachsendem Enthusiasmus aufgenommen, die Schüler beginnen sogar aus eigenem Antrieb, ein Emblem zu entwerfen. Die Vereinigung erhält stetigen Zulauf aus anderen Kursen und verlässt bald den schulischen Rahmen. Das Gemeinschaftsgefühl wächst, man wappnet sich gegen spöttische Außenstehende.

      Tim, ein vorher nicht respektierter Außenseiter und Anhänger der Bewegung, ernennt sich zu Wengers persönlichem Leibwächter. Andersdenkende werden gnadenlos ausgegrenzt. So ereilt die zuvor beliebte Individualistin und freiheitlich denkende Karo dasselbe Schicksal wie zwei andere Mädchen, die bereits gegen die Uniform protestiert hatten.

      Sie sieht sich immer stärker werdenden Anfeindungen ausgesetzt. Zunehmend wird sie sich des gigantischen Gefahrenpotenzials bewusst. Als das ganze Unternehmen in Gewaltakte ausufert, beschließt Wenger, ständig bedrängt von Karo und seiner Frau, "Die Welle" aufzulösen. Doch dies erweist sich als unerwartet schwierig und zieht gravierende Folgen nach sich…

      Regisseur Dennis Gansel nimmt sich in "Die Welle" des Phänomens absoluten Gehorsams an. Dem Drehbuch liegt ein 1967 von dem Lehrer William Ron Jones an einer kalifornischen Schule durchgeführtes Experiment zugrunde, über das Jones später eine Kurzgeschichte verfasste. Unter dem Titel "The Wave" wurde der Stoff 1981 erstmals verfilmt, das derzeitige Drehbuch (Johnny Dawkins, Ron Birnbach) floss ebenfalls in den deutschen Kinofilm mit ein. Jürgen Vogel brilliert hier in der Rolle des Gymnasiallehrers, und die jugendlichen Darsteller überzeugen durch ihre Authentizität. Der Film war in der BRD mit rund 2,5 Millionen Zuschauern ein Hit an der Kinokasse. Zuvor war in Deutschland vor allem der gleichnamige, mit der Erstverfilmung entstandene Jugendbuchklassiker von Morton Rhue (1981) bekannt.

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      13:50 - 15:30 Uhr (100 Min.)
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