• 14.12.2014
      16:55 Uhr
      Horowitz - Der letzte Romantiker Dokumentarfilm USA 1985 | arte
       

      Zum 25. Todestag würdigt ARTE Vladimir Horowitz, den "Hexenmeister des Klaviers". Das mit zwei Emmys ausgezeichnete Porträt führt den Zuschauer auf ebenso unterhaltsame wie rührende Weise in die musikalische - und private - Welt des großen Virtuosen: Erstmals durfte ein Filmteam in Horowitz' New Yorker Apartment drehen. Von besonderem Charme: die bissigen Kommentare, die Wanda Toscanini Horowitz vom Blümchensofa aus beisteuert.

      Sonntag, 14.12.14
      16:55 - 18:30 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Zum 25. Todestag würdigt ARTE Vladimir Horowitz, den "Hexenmeister des Klaviers". Das mit zwei Emmys ausgezeichnete Porträt führt den Zuschauer auf ebenso unterhaltsame wie rührende Weise in die musikalische - und private - Welt des großen Virtuosen: Erstmals durfte ein Filmteam in Horowitz' New Yorker Apartment drehen. Von besonderem Charme: die bissigen Kommentare, die Wanda Toscanini Horowitz vom Blümchensofa aus beisteuert.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Albert Maysles, David Maysles

      1985 konnte Peter Gelb, der heutige Chef der Metropolitan Opera und damalige Boss der Agentur Columbia Artists, das exzentrische Klaviergenie Horowitz dazu überreden, eine Filmcrew in seine New Yorker Wohnung zu lassen. Was daraus entstand, ist ein ebenso unterhaltsames wie rührendes musikalisches Porträt eines alten Draufgängers.

      Klaus Umbach beschrieb den Film, für den die Brüder Maysles mit zwei Emmys ausgezeichnet wurden, im "Spiegel" so: "Da zelebriert der Alleskönner mit pastoraler Inbrunst Bachs Choralvorspiel ‚Nun komm' der Heiden Heiland', adelt das banale gis-Moll-Prelude von Sergej Rachmaninow zu einer mondänen Miniatur voll exquisiter Klänge und demonstriert in Chopins heroischer As-Dur-Polonaise, dass er die kreisenden Oktaven linkerhand immer noch drauf hat wie in seinen besten Zeiten.

      Und in den Pausen dieser faszinierenden Klavierstunde öffnet die Kamera der Maysles-Brüder erstmals einen Türspalt zu Horowitz' privatem Lebensraum. So werden wir zwischen Porzellanhunden und Blümchensofa Zeuge, dass der gebürtige Russe, immerhin seit über 50 Jahren in den USA ansässig, noch immer in heillosem Englisch kauderwelscht, dass er wie ein Pinguin zu seinem Flügel watschelt (...) Und wenn er mit kindischen Grimassen den albernen Mozart aus ‚Amadeus' nachäfft, dann spielt er nicht, dann ist er ein seniles Wunderkind. Doch erhellender ist der Auftritt einer herrischen Lady, die in allen Triumphen und Krisen, bei jedem Bravo und jedem Kollaps in gusseiserner Unerbittlichkeit, aber auch in Treue fest zu Horowitz gestanden hat: Wanda Toscanini Horowitz."

      Schwerpunkt: Genial und exzentrisch - Der Pianist Vladimir Horowitz

      Die Konzerte sind auch auf ARTE Concert zu sehen unter: concert.arte.tv

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      Sonntag, 14.12.14
      16:55 - 18:30 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

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