• 22.03.2019
      20:15 Uhr
      Brecht (1/2) Die Liebe dauert oder dauert nicht - Zweiteiliger Fernsehfilm Deutschland 2019 | arte Mediathek
       

      Er will alles, und am liebsten auf einmal. Bertolt Brecht zeigt schon in jungen Jahren nicht nur privat, sondern auch als Schriftsteller ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Er sieht sich selbst als Nachfolger der großen deutschen Dichter. Der erste Teil des TV-Zweiteilers über das Leben des deutschen Dramatikers zeigt diesen in jungen Jahren, vor dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten.

      Heute
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Er will alles, und am liebsten auf einmal. Bertolt Brecht zeigt schon in jungen Jahren nicht nur privat, sondern auch als Schriftsteller ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Er sieht sich selbst als Nachfolger der großen deutschen Dichter. Der erste Teil des TV-Zweiteilers über das Leben des deutschen Dramatikers zeigt diesen in jungen Jahren, vor dem historischen Hintergrund des Ersten Weltkriegs und der Weimarer Republik bis zur Machtergreifung durch die Nationalsozialisten.

       

      Stab und Besetzung

      Bertolt Brecht 1916-1933 Tom Schilling
      Bertolt Brecht 1947-1956 Burghart Klaußner
      Helene Weigel 1920-1933 Lou Strenger
      Helene Weigel 1947-1966 Adele Neuhauser
      Arnolt Bronnen Manuel Zschunke
      Paula Banholzer Mala Emde
      Regie Heinrich Breloer
      Kamera Gernot Roll
      Drehbuch Heinrich Breloer

      "In diesem kleinen unscheinbaren Menschen dort, da schlägt das Herz unserer Zeit." Diese Einschätzung Bertolt Brechts stammt von dessen Zeitgenossen und Freund, dem Theaterautor Arnolt Bronnen, und beschreibt sehr eindrücklich die Anziehungskraft, die von dem deutschen Dramatiker ausgegangen sein muss.
      Gleich zu Beginn des ersten Teils des TV-Zweiteilers sorgt der jugendliche Brecht zur Zeit des Ersten Weltkriegs für Aufruhr, indem er in einem Schulaufsatz die Ehrung des Heldentods im Krieg zur "Zweckpropaganda" ernennt. Nur knapp entrinnt er danach dem Schulverweis und damit der Einberufung an die Front. Schnell wird klar, dass sich der Dramatiker bereits in jungen Jahren zu Höherem berufen fühlt und für sich das Selbstverständnis eines Dichters und Denkers in der Tradition von Goethe und Schiller beansprucht. Schon wenige Jahre später wird in der Theaterwelt seine Selbsteinschätzung mit dem Erfolg von "Trommeln in der Nacht" an den Münchner Kammerspielen bestätigt. Aber auch gegenüber der Damenwelt kommen ihm seine Selbstsicherheit und Redegewandtheit zugute. Auf dem Weg zum Erfolg bleibt sein Privatleben bis zum Schluss turbulent. Denn bei Brecht dauert die Liebe oder dauert nicht …

      Heinrich Breloer hat das Genre Doku-Drama maßgeblich geprägt. Seine großen Mehrteiler wie "Todesspiel", "Die Manns - Ein Jahrhundertroman", "Speer und er" und sein Kinofilm "Buddenbrooks" überzeugten sowohl die Kritik als auch das Publikum. Breloer erhielt zahlreiche Preise, unter anderem den Grimme-Preis und den Deutschen Fernsehpreis. 2002 erhielt seine Produktion "Die Manns" außerdem den Internationalen Emmy. Bereits Ende der 1970er Jahre hatte Breloer für eine Fernsehdokumentation Gespräche mit Zeitzeugen geführt, unter anderem auch mit Brechts erster Liebe Paula Banholzer. Für den aktuellen Film kamen zahlreiche Interviews mit Mitarbeitern und Wegbegleitern Brechts hinzu. Zusammen mit dokumentarischem Material aus den Archiven und intensiven Recherchen vervollständigen sie das Doku-Drama.

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