• 16.03.2019
      01:10 Uhr
      Für meinen Glauben Fernsehfilm Schweiz 2018 | arte
       

      Drei Frauen, drei Generationen, zwei Geheimnisse. Anfang der 1970er Jahre explodierte eine Bombe an Bord des Swissair-Fluges 330 nach Tel Aviv. Auch Isabelles Mann starb dabei. Die junge, gerade hochschwangere Witwe befürchtete, dass ihr Geliebter, der palästinensische Aktivist Djibril, darin verstrickt sein könnte … Nun, 47 Jahre später, kommt Isabelle dahinter, dass ihre Enkelin Anaïs zum Islam konvertiert ist. Doch warum hält die junge Studentin ihren neuen Glauben vor der Familie geheim? Bei Anaïs' Mutter Léa klingeln sofort alle Alarmglocken. Hat sich ihre Tochter radikalisiert?

      Nacht von Freitag auf Samstag, 16.03.19
      01:10 - 02:45 Uhr (95 Min.)
      95 Min.

      Drei Frauen, drei Generationen, zwei Geheimnisse. Anfang der 1970er Jahre explodierte eine Bombe an Bord des Swissair-Fluges 330 nach Tel Aviv. Auch Isabelles Mann starb dabei. Die junge, gerade hochschwangere Witwe befürchtete, dass ihr Geliebter, der palästinensische Aktivist Djibril, darin verstrickt sein könnte … Nun, 47 Jahre später, kommt Isabelle dahinter, dass ihre Enkelin Anaïs zum Islam konvertiert ist. Doch warum hält die junge Studentin ihren neuen Glauben vor der Familie geheim? Bei Anaïs' Mutter Léa klingeln sofort alle Alarmglocken. Hat sich ihre Tochter radikalisiert?

       

      „Die Welt nur zu verändern reicht nicht, sie muss gesäubert werden!“ Das ist die Überzeugung von Anaïs alias Umm Asma. Die junge Konvertitin hat sich unter dem Einfluss islamistischer Extremisten radikalisiert.

      Vor ihrer Familie hält sie ihren Glauben und ihre neuen Ansichten geheim und beginnt ein Doppelleben. Während der Fahrt nach Hause zu ihrer Großmutter Isabelle verschwindet auf der Zugtoilette ihr Dschilbab, das bodenlange Überkleid, in ihrem Rucksack. Als sie aus der Tür heraustritt, ist sie wieder ganz die unauffällige Medizinstudentin.

      Aber dann wird an einem Nachmittag zufällig ihre Großmutter Zeugin dieser Verwandlung. Isabelle benachrichtigt Anaïs' Mutter Léa, die aus Sorge um ihre Tochter sogleich aus Montréal anreist. Doch wie soll mit der Situation umgegangen werden? Sollen sie Anaïs direkt konfrontieren? Im Gegensatz zu Léa hat Isabelle ein gewisses Verständnis für ihre Enkelin. Sie selbst teilte Anfang der 1970er Jahre große Träume von Freiheit und Gerechtigkeit mit ihrem heimlichen Geliebten, dem palästinensischen Aktivisten Djibril. Erst als an Bord eines Flugzeuges nach Tel Aviv, in dem auch ihr Mann saß, eine Bombe explodierte und sie wiederholt polizeilich verhört wurde, kamen bei Isabelle Fragen auf.

      Im Verhalten ihrer Enkelin glaubt sie nun Parallelen zu erkennen. Gleichzeitig findet Léa alte Liebesbriefe von Djibril an ihre Mutter und erfährt, dass Isabelle sie ihr Leben lang angelogen hat. Doch Mutter und Tochter bleibt keine Zeit sich auszusprechen, denn als sie mit Hilfe eines bekannten Polizisten Anaïs' Laptop knacken und das tatsächliche Ausmaß der Radikalisierung der jungen Frau begreifen, zählt nur noch eins: Anaïs so schnell wie möglich aus dem Einflusskreis der Extremisten zu bringen, bevor sie selbst in Gefahr ist oder zu einer Gefahr für andere wird …

      Hauptdarstellerin Lola Créton (Anaïs) wurde 2018 beim französischen Fernsehfilmfestival in La Rochelle zur größten weiblichen Schauspielhoffnung gekürt. Regisseur Jacob Berger bereitet aktuell eine neue Serie, „Cellule de crise“, für den Schweizer Rundfunk RTS vor, für den er bereits mehrere Dokumentarfilme drehte.
      Der Absturz des Swissair-Fluges 330 aufgrund einer Bombenexplosion hat sich am 21. Februar 1970, nur wenige Minuten nach dem Start, tatsächlich ereignet. 47 Menschen kamen dabei ums Leben. Als Hauptverdächtige galten damals zwei Mitglieder einer militanten palästinensischen Splittergruppe, doch die Hintergründe des Anschlags wurden nie abschließend geklärt.

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      Nacht von Freitag auf Samstag, 16.03.19
      01:10 - 02:45 Uhr (95 Min.)
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