• 10.10.2014
      00:05 Uhr
      Der schweigende Stern Spielfilm DDR / Polen 1959 (Milczaca gwiazda) | arte
       

      Um Herkunft und Sinn eines außerirdischen Datenträgers zu entschlüsseln, fliegt ein internationales Wissenschaftler-Team 1970 zur Venus. Dort finden sich jedoch nur die atomverseuchten Überreste einer fortschrittlichen und gleichsam feindlichen Zivilisation ... Der erste Science-Fiction-Film der DEFA entstand 1959 unter der Regie von Altmeister Kurt Maetzig als eindringliche Warnung vor der nuklearen Bedrohung durch den Kalten Krieg.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 10.10.14
      00:05 - 01:40 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

      Um Herkunft und Sinn eines außerirdischen Datenträgers zu entschlüsseln, fliegt ein internationales Wissenschaftler-Team 1970 zur Venus. Dort finden sich jedoch nur die atomverseuchten Überreste einer fortschrittlichen und gleichsam feindlichen Zivilisation ... Der erste Science-Fiction-Film der DEFA entstand 1959 unter der Regie von Altmeister Kurt Maetzig als eindringliche Warnung vor der nuklearen Bedrohung durch den Kalten Krieg.

       

      Stab und Besetzung

      Dr. Sumiko Ogimura, Ärztin Yoko Tani
      Prof. Hawling, Atomphysiker Oldrich Lukes
      Saltyk, Chefingenieur Ignacy Machowski
      Talua, Fernsehtechniker Julius Ongewe
      Prof. Arsenjew, Astronaut Michail N. Postnikow
      Prof. Sikarna, Mathematiker Kurt Rackelmann
      Raimund Brinkmann, Pilot Günther Simon
      Tschen Yü, Linguist Tang Hua-Ta
      Blonde Fernsehreporterin Lucina Winnicka
      Weimann, Wissenschaftler Eduard von Winterstein
      Regie Kurt Maetzig
      Musik Andrzej Markowski
      Kamera Joachim Hasler
      Drehbuch Jan Fethke, Wolfgang Kohlhaase, Günter Reisch, Günther Rücker, Alexander Stenbock-Fermor (Nach dem Roman "Der Planet des Todes" von Stanislaw Lem)

      1970 wird in der Wüste Gobi eine fremdartige magnetische Spule gefunden, bei der es sich um das einzige Überbleibsel eines mutmaßlichen Raumschiffabsturzes im Jahre 1908 handelt. Sie enthält einen außerirdischen Datensatz, dessen Entschlüsselung große Schwierigkeiten bereitet und der wohl von der Venus stammt. Nachdem jeglicher Funkkontakt zur Venus scheitert, wagt ein achtköpfiges Team internationaler Wissenschaftler unter sowjetischer Leitung eine Raumexpedition dorthin. Ihr gelingt es unterwegs, den wahren Plan der Venus-Bewohner aufzudecken: die Vernichtung der Menschheit und die Invasion der Erde. Trotz dieses Schocks landen die Astronauten guten Willens auf dem fremden Planeten - und stehen sogleich vor einem weiteren Rätsel: Alles ist radioaktiv verstrahlt und statt Lebewesen finden sie nur eine riesige atomare Vernichtungsanlage vor, die noch immer intakt ist und auf die Erde zielt ...

      "Der schweigende Stern" entstand 1959 in angstgeladener Atmosphäre vor einem drohenden Atomkrieg. Vor diesem Hintergrund bietet der erste Science-Fiction-Film der DEFA eine interessante Verquickung von wissenschaftlich-technologischer Utopie und politischer Warnung als Ausdruck einer sozialistisch-pazifistischen Ideologie. Das damalige Publikum war beeindruckt von den ambitionierten Trickeffekten und Set-Bauten, die heute einen faszinierenden Blick auf eine "vergangene Zukunft" eröffnen. Als Vorlage diente der Roman "Astronauci" ("Die Astronauten", 1951) des polnischen Science-Fiction-Autors Stanislaw Lem, welcher der Verfilmung allerdings kritisch gegenüberstand.

      Der technisch an westlichen Maßen orientierte Science-Fiction-Film wurde in gekürzter Fassung unter dem Titel ";Raumschiff Venus antwortet nicht"; in den Kinos der BRD ausgestrahlt. Auch in den USA und Großbritannien behielt "First Spaceship on Venus&"; nicht seine ursprünglichen Konturen: Der polnische Chefingenieur Soltyk transformierte zum Franzosen Durand. Der sowjetische Leiter der Raumexpedition Arsenjew wurde zum Amerikaner Heddingway, der amerikanische Atomphysiker Hawling zum Russen: Professor Orloff. Außerdem entfernte man jegliche Verweise auf das Atominferno von Hiroshima.

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      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 10.10.14
      00:05 - 01:40 Uhr (95 Min.)
      95 Min.
      Stereo HD-TV

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