• 11.03.2019
      17:10 Uhr
      In der Welt zuhause Vietnam: Die Schlauchhäuser von Hanoi | arte
       

      Ganz anders als das wirtschaftliche Zentrum im Süden Vietnams, Ho-Chi-Minh-Stadt, zeigt sich der kulturelle Charakter in Hanoi, Vietnams Hauptstadt, im Norden: Abseits der schattigen Prachtstraßen, der Seen und des Geschäftsviertels wirkt die Metropole wie eine Verbindung völlig gegensätzlicher Epochen. Und doch verkörpert sie mit ihrer Architektur die Identität der Stadt und erinnert an ihre bewegte Geschichte.

      Montag, 11.03.19
      17:10 - 17:40 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      HD-TV Stereo

      Ganz anders als das wirtschaftliche Zentrum im Süden Vietnams, Ho-Chi-Minh-Stadt, zeigt sich der kulturelle Charakter in Hanoi, Vietnams Hauptstadt, im Norden: Abseits der schattigen Prachtstraßen, der Seen und des Geschäftsviertels wirkt die Metropole wie eine Verbindung völlig gegensätzlicher Epochen. Und doch verkörpert sie mit ihrer Architektur die Identität der Stadt und erinnert an ihre bewegte Geschichte.

       

      Stab und Besetzung

      Regie David Perrier

      Ganz anders als das wirtschaftliche Zentrum im Süden Vietnams, Ho-Chi-Minh-Stadt, zeigt sich der kulturelle Charakter in Hanoi, Vietnams Hauptstadt, im Norden: Abseits der schattigen Prachtstraßen, der Seen und des Geschäftsviertels wirkt die Metropole wie eine Verbindung völlig gegensätzlicher Epochen. Und doch verkörpert sie mit ihrer Architektur die Identität der Stadt und erinnert an ihre bewegte Geschichte.

      Typisch dafür sind die sogenannten Schlauchhäuser. Die ausgefallenen Bauwerke stehen im Zentrum der Altstadt. Sie verbinden Geschäfts- und Familienleben und symbolisieren damit seit vielen Jahrhunderten die Werte der vietnamesischen Gesellschaft. Hauptmerkmal dieser Häuser ist deren schmale Front: Es sind Gebäude mit Fassaden zwischen drei und fünf Meter Breite, die 10 bis 20 Meter tief reichen - und das teilweise über fünf Etagen. Wie werden diese scheinbar so beengten Häuser bewohnt und eingerichtet?

      Die Familie des Juweliers Thuan lebt seit vier Generationen in einem der Gebäude. Der vietnamesischen Familienkultur entsprechend leben alle Generationen zusammen unter einem Dach. Üblicherweise wird der Eingangsbereich tagsüber in einen Laden oder Marktstand umgewandelt, der Wohnbereich befindet sich im hinteren Teil des Gebäudes.

      Heute sind die Häuser sowohl Prestigeobjekte als auch Erfolgssymbole. Der junge Architekt Le Tan Ky hat beschlossen, sein Haus als Neuinterpretation eines Schlauchhauses zu bauen - ein anspruchsvolles Vorhaben. Denn die traditionellen Bauten entsprechen trotz ihrer kulturellen Wichtigkeit nicht mehr so ganz den Anforderungen eines modernen Lebens.

      Von den Pfahlhütten im Amazonas bis hin zu den Mikrohäusern der Metropole Tokio: Wohnraum kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Den verschiedenen Wohnformen liegt dabei jedoch stets dieselbe Frage zugrunde: Wie kann sich der Mensch den Raum zu eigen machen, um dort in Sicherheit, in Gemeinschaft und im Einklang mit der Umgebung zu leben? Der französische Philosoph Philippe Simay stellt ungewöhnliche Behausungen in aller Welt vor und erkundet, was die Architektur über die Lebensweise der Bewohner aussagt.

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      Montag, 11.03.19
      17:10 - 17:40 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
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