• 08.03.2019
      17:10 Uhr
      In der Welt zuhause Kyoto: Eine Ode an die Natur | arte
       

      Von den Pfahlhütten im Amazonas bis hin zu den Mikrohäusern der Metropole Tokio: Wohnraum kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Den verschiedenen Wohnformen liegt dabei jedoch stets dieselbe Frage zugrunde: Wie kann sich der Mensch den Raum zu Eigen machen, um dort in Sicherheit, in Gemeinschaft und im Einklang mit der Umgebung zu leben? Der französische Philosoph Philippe Simay stellt ungewöhnliche Behausungen in aller Welt vor und erkundet, was die Architektur über die Lebensweise der Bewohner aussagt. Heute besucht er die traditionellen hölzernen Handwerkshäuser in Japans einstiger Kaiserstadt Kyoto.

      Freitag, 08.03.19
      17:10 - 17:40 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      HD-TV Stereo

      Von den Pfahlhütten im Amazonas bis hin zu den Mikrohäusern der Metropole Tokio: Wohnraum kann ganz unterschiedlich gestaltet sein. Den verschiedenen Wohnformen liegt dabei jedoch stets dieselbe Frage zugrunde: Wie kann sich der Mensch den Raum zu Eigen machen, um dort in Sicherheit, in Gemeinschaft und im Einklang mit der Umgebung zu leben? Der französische Philosoph Philippe Simay stellt ungewöhnliche Behausungen in aller Welt vor und erkundet, was die Architektur über die Lebensweise der Bewohner aussagt. Heute besucht er die traditionellen hölzernen Handwerkshäuser in Japans einstiger Kaiserstadt Kyoto.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Olivier Lassu

      Kyoto - heute ist Japans einstige Kaiserstadt eine moderne Metropole. Dennoch gelingt es ihr, die größten Kulturschätze des Landes zu bewahren. So auch die hölzernen Handwerkshäuser, sogenannte Machiyas, von denen viele schon seit dem 17. Jahrhundert das Stadtbild prägen. Nachdem viele der traditionellen Wohnhäuser Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen wurden, hat ihre Beliebtheit in den letzten Jahren wieder deutlich zugenommen. 8.000 von ihnen sind noch über die gesamte Stadt verteilt, werden renoviert und wieder von Einheimischen bezogen. Basiert diese bewusste Entscheidung, in einem Machiya zu leben, auf kulturellen oder architektonischen Gründen? Aus welchem Impuls bewohnt man ein Haus, das tief in der traditionellen Lebensart verwurzelt ist?
      Die Quintessenz japanischer Lebensart kommt in ihrer einfachen Architektur zum Ausdruck: in Brücken, Gärten und einer Natur, die hier überall zelebriert wird. Keiichiro lebt mit seiner Familie seit drei Jahren in einem der traditionellen Wohnhäuser, das er ganz im ursprünglichen Stil restaurieren ließ. Die vollständig aus speziell gezüchtetem Holz gestalteten Räume sind sehr wandelbar. Das „Design der Leere” im Sinne der japanischen Ästhetik schafft Platz für das Wesentliche: natürliche Materialien, schlichte Formen und klare Linien bilden einen offenen, lichtdurchfluteten Raum. Bis zum einfachsten Handgriff unterliegt alles einem Code. Auch die Gärtnerinnen befolgen exakte Anweisungen - alles hat seinen Platz. Denn in einem Machiya zu leben, heißt viel mehr, als es nur zu bewohnen.

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      Freitag, 08.03.19
      17:10 - 17:40 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      HD-TV Stereo

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