• 18.02.2019
      20:15 Uhr
      Der Schlachter Spielfilm Frankreich / Italien 1969 (Le Boucher) - Filmreihe Claude Chabrol | arte
       

      Im Hochzeitstreiben einer kleinen Stadt in der südwestfranzösischen Provinz Périgord treffen die mondäne Lehrerin Hélène und der erst vor kurzem aus dem Krieg zurückgekehrte Schlachter Popaul aufeinander. Sympathien entwickeln sich. Doch dann wird eine Frauenleiche entdeckt - neben ihr liegt das Feuerzeug, dass Popaul von Hélène zu seinem Geburtstag geschenkt bekommen hat …

      Wie viele der Filme von Claude Chabrol zeichnet auch "Der Schlachter" ein ambivalentes Sittenbild der französischen Provinz, bei dem Jean Yanne in der Figur eines vom Krieg traumatisierten Schlachters brilliert.

      Montag, 18.02.19
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Im Hochzeitstreiben einer kleinen Stadt in der südwestfranzösischen Provinz Périgord treffen die mondäne Lehrerin Hélène und der erst vor kurzem aus dem Krieg zurückgekehrte Schlachter Popaul aufeinander. Sympathien entwickeln sich. Doch dann wird eine Frauenleiche entdeckt - neben ihr liegt das Feuerzeug, dass Popaul von Hélène zu seinem Geburtstag geschenkt bekommen hat …

      Wie viele der Filme von Claude Chabrol zeichnet auch "Der Schlachter" ein ambivalentes Sittenbild der französischen Provinz, bei dem Jean Yanne in der Figur eines vom Krieg traumatisierten Schlachters brilliert.

       

      Hélène ist eine unverheiratete Lehrerin in einer Kleinstadt im Südwesten Frankreichs. Sie ist die perfekte Dame: stets adrett gekleidet und in ihrem Handeln selbstbewusst und kontrolliert. Das ändert sich auch nicht, als sie auf Paul, der von allen "Popaul" genannt wird, trifft. Er kehrt nach 15 Jahren aus dem Krieg zurück und nimmt den Betrieb der Dorfmetzgerei auf. Die beiden sind sich ihrer Sonderstellung im Dorf als Unverheiratete bewusst und finden bei dem jeweils anderen Verständnis und Nähe.

      So verbringen sie immer öfter Zeit miteinander: Sie essen gemeinsam bei ihr zu Hause oder machen einen ausgiebigen Waldspaziergang - was den Klatsch des Dorfes auf sie ziehen könnte. Während Popaul Hélène bald von seinen Gefühlen für sie erzählt, hält diese ihn auf Abstand, aus Angst vor Verletzungen. Trotzdem schenkt sie ihm zu seinem Geburtstag ein wertvolles Feuerzeug.

      Doch kurz darauf entdeckt Hélène bei einem Ausflug mit ihrer Schulklasse eine blutüberströmte Frauenleiche - daneben liegt das Feuerzeug. Hélène zieht den logischen Schluss, dass Popaul der Mörder sein muss. Unausgesprochen liegt diese Annahme zwischen den beiden, wird wieder revidiert und schließlich doch bestätigt. Hélène befindet sich zwischen Anziehung und Angst gegenüber Popaul, bis dieser schließlich selbst mit einem Messer im Bauch vor ihr steht.

      "Der Schlachter" lässt sich zu Beginn sehr viel Zeit, um seine Charaktere vorzustellen, und erscheint zunächst als Milieustudie. Jedoch entwickelt sich der Film zu einem spannenden Thriller. Chabrols erzählerisches Talent spiegelt sich auch in den Drehorten wider: Bemerkenswert ist eine lange Autofahrt im Dunkeln, während Popaul einen Monolog über Blut hält. Das Auto wirkt hier wie ein hermetischer Raum, in dem die menschlichen Abgründe ausgesprochen werden können.

      • Filmreihe Claude Chabrol

      Begründer der Nouvelle Vague und kühler Chronist des Bürgertums - Zu Ehren des französischen Regisseurs Claude Chabrol zeigt ARTE eine dreiteilige Filmreihe sowie eine Dokumentation über den Regisseur. Den Anfang macht "Biester", mit Isabelle Huppert und Sandrine Bonnaire in Rollen, die dem Titel alle Ehre machen. Danach gewährt "Claude Chabrol, Filmemacher des stillen Skandals" einen Einblick in sein Schaffen. Am Folgetag sind zwei seiner meisterhaften Krimis aus den Siebzigern, "Der Schlachter" und "Vor Einbruch der Nacht", zu sehen.

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      Montag, 18.02.19
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
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