• 28.04.2014
      23:40 Uhr
      Der Untergang des Hauses Usher Stummfilm Frankreich 1928 (La chute de la maison Usher) | arte
       

      Der Film ist eine Stummfilmadaption nach der Erzählung von Edgar Allan Poe über einen schottischen Lord, der seine Frau unwissentlich bei lebendigem Leibe beerdigt und somit den "Untergang des Hauses Usher" herbeiführt. Ein Klassiker des fantastischen Films und ein Meilenstein der französischen Avantgarde.

      Montag, 28.04.14
      23:40 - 00:45 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Dolby HD-TV

      Der Film ist eine Stummfilmadaption nach der Erzählung von Edgar Allan Poe über einen schottischen Lord, der seine Frau unwissentlich bei lebendigem Leibe beerdigt und somit den "Untergang des Hauses Usher" herbeiführt. Ein Klassiker des fantastischen Films und ein Meilenstein der französischen Avantgarde.

       

      Jean Epsteins bekanntestes Werk ist der 1928 entstandene Film "Der Untergang des Hauses Usher", eine freie Interpretation der gleichnamigen Erzählung Edgar Allan Poes. Im Mittelpunkt steht Lord Roderick Usher. Er arbeitet mit Hingabe an einem Porträt seiner Frau Madeleine. Doch während das Gemälde immer lebensechter wird, verlassen Madeleine ihre Kräfte mehr und mehr. Roderick fährt wild entschlossen fort mit seiner Malerei. Als Madeleine schließlich stirbt, verfällt Roderick dem Wahnsinn. Es kommen Zweifel auf: Ist Madeleine wirklich tot?

      Jean Epstein (1897-1953) war ein polnisch-französischer Filmregisseur und Filmtheoretiker, der dem Surrealismus nahestand. Epstein studierte zunächst Medizin in Lyon, bevor er im Alter von 24 Jahren sein erstes filmtheoretisches Werk "Bonjour cinéma" veröffentlichte, in dem er die Bedeutung von Kameraperspektive und Großaufnahme als filmspezifische Mittel zur Veränderung gewohnter Denkweisen und Wahrnehmungsmuster hervorhebt. 1922 entstand sein erster Film, ein Porträt über Louis Pasteur. Nach "Der Untergang des Hauses Usher" brachte der Regisseur noch 21 Filme heraus, seinen letzten im Jahr 1948.

      Die Arbeiten an "Der Untergang des Hauses Usher" begannen zunächst gemeinsam mit Luis Buñuel, jedoch überwarfen sich die beiden Künstler. Buñuel warf Epstein Anbiederung bei Abel Gance vor, dessen Frau Marguerite die weibliche Hauptrolle übernommen hatte. Daraufhin schloss Epstein den Film allein ab und experimentierte mit formalen Mitteln; er benutzte erstmals Zeitlupe als Mittel der Dramaturgie, variierte die Schärfentiefe und setzte Überbelichtung und Weichzeichnung ein.

      Wird geladen...
      Wird geladen...
      Montag, 28.04.14
      23:40 - 00:45 Uhr (65 Min.)
      65 Min.
      Dolby HD-TV

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 14.12.2018