• 14.01.2019
      23:30 Uhr
      My Home, in Libya Dokumentarfilm Italien 2017 | arte
       

      Die italienische Regisseurin Martina Melilli begibt sich auf die Suche nach der alten Heimat ihrer Großeltern: Tripolis. Vor fast 50 Jahren nach Italien vertrieben, bleibt die libysche Hauptstadt ihr größter Sehnsuchtsort. Über soziale Medien kontaktiert Martina einen jungen Libyer, der ihr bei der Spurensuche hilft. Dabei blickt sie nicht nur in die Vergangenheit, sondern vor allem in die erschütternde Gegenwart des vom Bürgerkrieg gezeichneten Alltags in Tripolis. Ein Dokumentarfilm von großer politischer Aktualität, der den Zerfall einer Kultur durch jahrelange Diktatur und Terror auf persönliche Weise exemplarisch aufzeigt.

      Montag, 14.01.19
      23:30 - 01:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      Die italienische Regisseurin Martina Melilli begibt sich auf die Suche nach der alten Heimat ihrer Großeltern: Tripolis. Vor fast 50 Jahren nach Italien vertrieben, bleibt die libysche Hauptstadt ihr größter Sehnsuchtsort. Über soziale Medien kontaktiert Martina einen jungen Libyer, der ihr bei der Spurensuche hilft. Dabei blickt sie nicht nur in die Vergangenheit, sondern vor allem in die erschütternde Gegenwart des vom Bürgerkrieg gezeichneten Alltags in Tripolis. Ein Dokumentarfilm von großer politischer Aktualität, der den Zerfall einer Kultur durch jahrelange Diktatur und Terror auf persönliche Weise exemplarisch aufzeigt.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Martina Melilli

      Heute leben Antonio und Narcisa Melilli im italienischen Padua, doch ihr Herz ließen sie in Tripolis, das sie 1970 nach Gaddafis Staatsstreich verlassen mussten. Selbst nach fast 50 Jahren des Lebens in Italien ist die libysche Hauptstadt für das Ehepaar ein Ort der Sehnsucht.

      Ihre Enkelin, Martina Melilli, setzt in ihrem Dokumentarfilm mit Hilfe von alten Fotos und Erzählungen Stück für Stück das Mosaik aus Erinnerungen ihrer Großeltern zusammen. Dabei findet Martina über soziale Netzwerke in Mahmoud, einem Studenten aus Tripolis, einen Helfer, denn ihr selbst wird die Einreise verweigert. Immer auf der Hut vor den Milizen fotografiert oder filmt ihr "virtueller" Freund die Erinnerungsorte ihrer Großeltern.

      Die Aufnahmen und Chats liefern neben einem Einblick in die Vergangenheit vor allem unmittelbare Erkenntnisse über die gegenwärtig hoffnungslose Situation junger Menschen in Libyen, das vom anhaltenden Bürgerkrieg gezeichnet ist. Und obwohl sich Martina und Mahmoud noch nie persönlich begegnet sind, entsteht im Laufe der Zeit zwischen den beiden eine wahre Freundschaft - dank des Internets.

      Auf sehr persönliche Weise rekonstruiert Martina Melilli die großelterliche Vergangenheit bis in die Gegenwart und sieht sich gleichzeitig mit dem italienischen Kolonialismus und dem aktuellen libyschen Bürgerkrieg konfrontiert. Der Film wurde 2018 auf dem Locarno Festival gezeigt.

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      Montag, 14.01.19
      23:30 - 01:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 18.10.2019