• 01.10.2013
      20:15 Uhr
      Weniger ist mehr Die Grenzen des Wachstums und das bessere Leben | arte
       

      In einem Selbstversuch will die Journalistin Karin de Miguel Wessendorf herausfinden, wie zukunftsfähig ihr eigener Lebensstil eigentlich ist. In Deutschland, Frankreich, Spanien und England geht sie der Jahrhundertfrage nach: Wie können wir trotz der immer deutlicher spürbaren Grenzen der Ressourcen unseres Planeten einen guten Lebensstandard aufrechterhalten?

      Dienstag, 01.10.13
      20:15 - 21:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo HD-TV

      In einem Selbstversuch will die Journalistin Karin de Miguel Wessendorf herausfinden, wie zukunftsfähig ihr eigener Lebensstil eigentlich ist. In Deutschland, Frankreich, Spanien und England geht sie der Jahrhundertfrage nach: Wie können wir trotz der immer deutlicher spürbaren Grenzen der Ressourcen unseres Planeten einen guten Lebensstandard aufrechterhalten?

       

      Stab und Besetzung

      Regie Karin de Miguel Wessendorf

      Kann es Wohlstand ohne Wirtschaftswachstum geben? Der Dokumentarfilm sucht nach Lebens- und Wirtschaftsmodellen, die den Weg in die Postwachstumsgesellschaft weisen. Die Filmemacherin Karin de Miguel Wessendorf unternimmt einen Selbstversuch und fragt: "Was muss ich ändern, damit mein Lebensstil zukunftsfähig ist? Und worauf kann ich verzichten ohne Verlust an Lebensqualität?" Auf ihrer Reise durch Europa besucht sie Menschen, Initiativen und Unternehmen, die erkannt haben, dass Wirtschaftswachstum nicht das Maß aller Dinge sein kann.

      Bisher lautet das Credo von Wirtschaft und Politik "kein Wohlstand ohne Wachstum". Ein stetiges Wirtschaftswachstum gilt als Garantie für Arbeitsplätze und für die Lebensqualität der Bevölkerung. Wer an dem Wachstumsdogma zweifelt, wird als realitätsfremd belächelt. Doch Wirtschaftskrise und Klimawandel haben diesen Glauben erschüttert. Bevölkerungsexplosion, Energiekrise und Umweltbelastung sind Probleme, die sich nicht länger verdrängen lassen. Immer mehr Menschen gelangen zu der Überzeugung: Grenzenloses Wachstum ist in einer Welt begrenzter Ressourcen nicht möglich. Trotz Steigerung des Bruttoinlandsproduktes ist die persönliche Lebenszufriedenheit in den Industrieländern seit den 70er Jahren nicht mehr gewachsen. Kann es also sein, dass die Konsumgesellschaft das Versprechen vom Glück nicht hält?

      Was braucht man wirklich, um ein gutes Leben zu führen? Der demografische Wandel, die begrenzten Ressourcen des Planeten und die aktuellen Wirtschaftskrisen sorgen derzeit ohnehin für eine Wachstumsbremse. Höchste Zeit, umzudenken und den Ausstieg aus dem zerstörerischen Wachstum selbst zu steuern. Eine Bewegung ist entstanden, die nach Alternativen sucht. Unternehmer, Politiker, Wissenschaftler und Aktivisten arbeiten in Theorie und Praxis am Aufbau einer "Postwachstumsgesellschaft" - einer Gesellschaft, in der ein besseres Leben für Mensch und Umwelt auf lange Sicht möglich sein soll. Auf ihrer Reise stellt Karin de Miguel Wessendorf fest, dass die Suche nach einem nachhaltigen Lebensstil nicht unbedingt Verzicht bedeuten muss, in vielen Fällen ist es sogar ein Gewinn an Lebensqualität.

      Themenabend: Wie viel ist uns genug?

      Produktion und Konsum sind die Säulen des globalisierten Wirtschaftssystems. Und nur das ständige Wachstum des Produktionssektors kann angeblich den Wohlstand der Menschen garantieren. Doch dieses Wachstum zerstört nachhaltig die natürlichen Ressourcen der Erde. Und immer mehr Menschen sehen darin eine existenzielle Bedrohung. So wächst der Widerstand gegen den Wachstumswahn. Der Themenabend will die Grenzen des Wachstums aufzeigen und Lösungsansätze vorstellen.

      Das globalisierte Wirtschaftssystem basiert auf dem Verhältnis von Produktion und Konsum. Nur durch ständiges Wachstum des Produktionssektors - so die vorherrschende Meinung - kann auf Dauer Wohlstand gesichert werden. Doch eine immer weiter gesteigerte Produktion erfordert eine wachsende Nutzung natürlicher Ressourcen. Dabei wissen alle, dass die verantwortungslose Verschwendung der immer knapper werdenden Ressourcen der Erde so nicht weiter gehen kann.

      Was ist nun zu tun? Wären nicht ein schnelles Umdenken und eine Änderung des Lebensstils besser, als sehenden Auges in die Katastrophe zu laufen? Was haben Wohlstand, Wohlbefinden und Konsum überhaupt miteinander zu tun? Welche Lösungsvorschläge bieten beispielsweise die Anhänger der französischen "Décroissance"-Bewegung an, die sich für eine radikale Rücknahme des Konsum- und Produktionswachstums einsetzen? Welche Konsequenzen haben ihre Vorschläge und Visionen für die Lebensqualität, für Ökonomie und Ökologie?

      In zwei Dokumentationen sucht der ARTE-Themenabend nach Antworten auf diese drängenden Fragen.

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