• 07.09.2013
      19:30 Uhr
      360° - Geo Reportage Bolivien, Lebensader Todesstraße | arte
       

      Zwischen dem Hochland der Anden im Westen und dem Quellgebiet des Amazonas im Osten fällt die Landschaft Boliviens um 4.000 Meter ab. Damit ist der Andenstaat das Land mit den größten Höhenunterschieden in Südamerika. In Lagen zwischen 1.200 und 1.800 Metern liegen die steilen Täler und Hänge der Yungas, an denen Kaffee, Obst, Gemüse und Koka-Sträucher gedeihen.

      Samstag, 07.09.13
      19:30 - 20:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Zwischen dem Hochland der Anden im Westen und dem Quellgebiet des Amazonas im Osten fällt die Landschaft Boliviens um 4.000 Meter ab. Damit ist der Andenstaat das Land mit den größten Höhenunterschieden in Südamerika. In Lagen zwischen 1.200 und 1.800 Metern liegen die steilen Täler und Hänge der Yungas, an denen Kaffee, Obst, Gemüse und Koka-Sträucher gedeihen.

       

      Der Transport der begehrten Fracht wird per Lkw organisiert, die die entlegene Region über die gefährlichsten Straßen der Welt, vor allem über die "Carretera de la Muerte", die gefürchtete Todesstraße erreichen.
      In Bolivien gedeihen in Höhenlagen zwischen 1.200 und 1.800 Metern in mildem, feuchtem Klima Kaffee, Obst, Gemüse und vor allem Koka-Sträucher, mit denen sich viel Geld verdienen lässt.

      Die Blätter dieser Pflanze helfen gegen Kopfschmerzen, Übelkeit, Hunger und die weit verbreitete Höhenkrankheit. Aber sie dienen auch zur Herstellung von Kokain. Der Koka-Anbau ist weltweit verboten - außer in Boliviens Hochland. Den Transport der begehrten Fracht über schmale, ungesicherte Passstraßen bis in die Metropole La Paz übernehmen mutige Lkw-Fahrer. Einer von ihnen ist Bernabé Quispe, der selbst Koka-Bauer ist. Täglich steuert er seinen 24 Jahre alten Lastwagen über die wohl gefährlichste Route der Welt. Die Straße ist nur zwei bis drei Meter breit und fällt auf einer Seite 800 Meter steil ab - ohne sichernde Leitplanke. In nahezu jeder Kurve zeugen kleine Kreuze von den Opfern, die die Todesstraße bereits gefordert hat.

      Zwischen La Paz und der Provinzhauptstadt Coroico gibt es zwar neuerdings eine gut ausgebaute, breite Landstraße, aber zu allen anderen Orten entlang Bernabé Quispes Route führt nur die mörderische Schotterpiste. Über die transportiert er, stets begleitet von seiner Frau, Orangen und Säcke voller Koka-Blätter für den Villa-Fátima-Markt in La Paz. Nur hier dürfen die umstrittenen Blätter gehandelt werden. Rund 400 Euro verdient Bernabé Quispe regelmäßig an seiner Koka-Ernte. Das meiste davon spart er für einen neuen Truck, denn der alte Lkw macht immer häufiger Probleme.

      An einem Sonntag im August macht sich Bernabé Quispe auf zum Titicaca-See. Dort beten jedes Jahr Tausende Bolivianer am Schrein der Jungfrau von Copacabana. Auf seinem Weg begegnet er Schamanen und auch Abenteurern, die auf Mountainbikes freiwillig die Todesstraße herunterrasen. Und er trifft einen Klimaforscher, der die Gründe für die rasante Gletscherschmelze in den Anden erforscht.

      "360° - Geo Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus. Hochglanzfotos, Videoausschnitte und ein monatliches Bilderrätsel: die spannende Welt von Geo jetzt auch im 360°-Diaporama.

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