• 20.08.2013
      21:55 Uhr
      Raising Resistance Themenabend: Wie Widerstand wächst | arte
       

      Am Beispiel Paraguays zeigt der Dokumentarfilm "Raising Resistance - Wie Widerstand wächst", wie großflächiger Soja-Anbau zunehmend die Existenz einheimischer Landbewohner und Bauern bedroht. Eindringlich schildert der Film den wachsenden Widerstand der Campesinos gegen die Dominanz landwirtschaftlicher Großkonzerne und den aggressiven Einsatz von Gentechnologie. Der Dokumentarfilm porträtiert einige Kleinbauern vor Ort und beobachtet über Monate den sich langsam zuspitzenden sozialen und politischen Konflikt.

      Dienstag, 20.08.13
      21:55 - 23:20 Uhr (85 Min.)
      85 Min.
      Stereo HD-TV

      Am Beispiel Paraguays zeigt der Dokumentarfilm "Raising Resistance - Wie Widerstand wächst", wie großflächiger Soja-Anbau zunehmend die Existenz einheimischer Landbewohner und Bauern bedroht. Eindringlich schildert der Film den wachsenden Widerstand der Campesinos gegen die Dominanz landwirtschaftlicher Großkonzerne und den aggressiven Einsatz von Gentechnologie. Der Dokumentarfilm porträtiert einige Kleinbauern vor Ort und beobachtet über Monate den sich langsam zuspitzenden sozialen und politischen Konflikt.

       

      Agrarunternehmen setzen seit Jahren zunehmend auf die sogenannte grüne Gentechnik, die Anwendung von Gentechnik in der Pflanzenzüchtung, unter anderem, um den weltweit steigenden Bedarf an Futtermitteln in der Massentierhaltung zu decken. Die Auswirkungen für die Kleinbauern Paraguays sind dramatisch: Ihnen fehlt nun fruchtbares Land, um Grundnahrungsmittel anzubauen. Die genetisch veränderten Sojapflanzen und der massive Einsatz von Herbiziden stören das ökologische Gleichgewicht empfindlich. Die Vielfalt von Pflanzen und Kulturen ist gefährdet.

      Der Dokumentarfilm zeigt die verschiedenen Perspektiven des Soja-Konflikts und lässt die Zuschauer die Auseinandersetzungen vor Ort und den Existenzkampf der Kleinbauern hautnah miterleben. Neben den Campesinos kommen weitere Betroffene und Beteiligte zu Wort, darunter brasilianische Soja-Großbauern, die zum Teil schon seit Jahrzehnten in Paraguay leben, Gentechniker, Investoren beziehungsweise Spekulanten und der ehemalige Präsident Paraguays, Fernando Lugo. In dem Film wird das politische und wirtschaftliche Netz der Agrarwirtschaft gezeichnet - mit seinen vielen Abhängigkeiten und dem Druck, steigende Ernteerträge und höhere Gewinne zu erwirtschaften. Eine Wirtschaft, die auf Kosten der Campesinos geht und zunehmend deren Schicksal bestimmt.

      Der neue Film des mehrfach preisgekrönten Produzenten Oliver Stoltz ist zugleich politisch engagiert und emotional bewegend. Der Film war auf zahlreichen Festivals zu sehen, unter anderem auf der "Nonfiktionale" Bad Aibling, dem "Peace On Earth Film Festival", der "Ökofilmtour" 2013 und der "globale" 2013 in Berlin. Außerdem erhielt der Film zahlreiche Preise, unter anderem wurde er bei den "Visions du Réel" 2011 als bester Schweizer Film ausgezeichnet sowie im Jahr 2012 mit dem Deutschen Naturfilmpreis und dem Deutschen Umwelt- und Nachhaltigkeitsfilmpreis bedacht.

      Wie bei den von Stoltz produzierten Filmen "Lost Children" (Deutscher Filmpreis für den besten Dokumentarfilm 2006) und "The Green Wave" (Grimme Preis 2011) gelingt es auch hier, anhand von persönlichen Schicksalen komplexe sozioökonomische und strukturpolitische Zusammenhänge aufzuzeigen.

      Dokumentarfilm Deutschland / Schweiz / Österreich 2011

      • Themenabend

      Soja soweit das Auge reicht. Paraguay ist das El Dorado der Soja-Industrie - dank Gentechnik und Pestiziden. Doch der Wi-derstand unter den südamerikanischen Kleinbauern wächst. Die preisgekrönte Kinodoku ist eine aufrüttelnde "David gegen Goliath"Geschichte - engagiert, emotional und brisant.

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