• 08.12.2018
      17:15 Uhr
      ARTE Reportage Reportage Frankreich 2018 | arte Mediathek
       
      • Frankreich - Vertreibung der Flüchtlinge: Alle 3 Wochen rückt die Polizei in einen Wald bei Grand Synthe, nahe Calais, aus, um Flüchtlinge aus illegalen Camps zu vertreiben. Es fehlt eine angemessene humane Lösung für Flüchtlinge.

      • China - Dorfladen als E-Commerce: Der E-Commerce hat einige Bauern reich gemacht. Sie wurden so zu Vorbildern für eine ganze neue Generation, die mit dem Internethandel ihr Leben bestreiten.

      Samstag, 08.12.18
      17:15 - 18:10 Uhr (55 Min.)
      55 Min.
      Stereo
      • Frankreich - Vertreibung der Flüchtlinge: Alle 3 Wochen rückt die Polizei in einen Wald bei Grand Synthe, nahe Calais, aus, um Flüchtlinge aus illegalen Camps zu vertreiben. Es fehlt eine angemessene humane Lösung für Flüchtlinge.

      • China - Dorfladen als E-Commerce: Der E-Commerce hat einige Bauern reich gemacht. Sie wurden so zu Vorbildern für eine ganze neue Generation, die mit dem Internethandel ihr Leben bestreiten.

       
      • Frankreich: Vertreibung der Flüchtlinge

      Alle drei Wochen rückt die Polizei aus in einen Wald bei Grand Synthe, nahe Calais, um dort Flüchtlinge aus illegalen Camps zu vertreiben. Im Wald von Puythouck, bei einem Einkaufszentrum an der Küste des Ärmelkanals im Norden Frankreichs, nicht weit von Calais, versammeln sich immer noch Flüchtlinge in der Hoffnung auf eine Zukunft in England. Sie campen illegal im Wald, Männer, Frauen und Kinder, in der Mehrheit kurdische Familien, Kriegs-Flüchtlinge. Jetzt, in der kalten Jahreszeit, müssen auch die Kinder auf der bloßen Erde schlafen. Der französische Staat reagiert darauf nur mit Polizeigewalt. Alle drei Wochen vertreiben Polizeieinheiten die Menschen aus den Camps im Wald: Offiziell heißt es, sie hätten bereits 2.000 Flüchtlinge „untergebracht“. In Wirklichkeit aber werden die meisten nur aus dem Wald vertrieben, das soll sie anscheinend abschrecken, dort je wieder Zuflucht zu suchen. Seit vielen Jahren schon gelingt es dem französischen Staat anscheinend nicht, eine angemessene humane Lösung zu finden, um die Flüchtlingen in der Nähe Calais auf ihren Weg nach England menschenwürdig unterzubringen.

      • China: Dorfladen als E-Commerce

      In den letzten zehn Jahren legten tausende Bauern in China ihren Pflug beiseite und engagierten sich im E-Commerce - mit großem Erfolg. Der E-Commerce hat diese Bauern reich gemacht, und so wurden sie zu Vorbildern für eine ganze neue Generation in China, die der harten Arbeit in der Landwirtschaft gerne ade sagen würde, um richtig Geld zu verdienen. Das ist auch der neue Trend in der Provinz Yunnan: Dort hat der junge Bauernsohn und Unternehmer Su Junping schon ein Vermögen gemacht mit dem Verkauf von silbernen Teekannen über das Internet - für ihn arbeiten 300 Leute aus seinem Dorf, die alle durch ihn wohlhabend wurden.
      Vor zehn Jahren und 2.000 Kilometer weit entfernt von Yunnan, in der Provinz Zhejiang, gründete Lu Zhenhong wohl als einer der ersten einen Internet-Shop: Er verkaufte und kaufte Camping-Ausrüstung und war damit so erfolgreich, dass er tausende Angestellte sehr gut bezahlen konnte. Die Chinesen bestellten allein im Jahr 2017 Waren für 800 Millionen Euro übers Internet. Ihre Regierung unterstützt diesen Wandel, und sie ermutigt die Dörfler dazu, ihr hartes Leben auf der Scholle gegen eines vor dem Bildschirm einzutauschen.

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