• 09.12.2018
      17:40 Uhr
      Yehudi Menuhin und Herbert von Karajan Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Violine und Orchester Nr. 5 A-Dur KV 219 | arte
       

      In einem Konzertfilm des legendären französischen Filmregisseurs Henri-Georges Clouzot spielen Yehudi Menuhin und die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan das Violinkonzert Nr. 5 A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Der 1965 entstandene Film ist ein bedeutendes Dokument aus der Pionierzeit der Visualisierung klassischer Musik. Die Aufnahme des Mozart-Konzerts wird eingeleitet von einem Gespräch zwischen Herbert von Karajan und Yehudi Menuhin und von Probenausschnitten mit Karajan, Menuhin und den Wiener Symphonikern.

      Sonntag, 09.12.18
      17:40 - 18:25 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV Original mit Untertitel

      In einem Konzertfilm des legendären französischen Filmregisseurs Henri-Georges Clouzot spielen Yehudi Menuhin und die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Herbert von Karajan das Violinkonzert Nr. 5 A-Dur von Wolfgang Amadeus Mozart. Der 1965 entstandene Film ist ein bedeutendes Dokument aus der Pionierzeit der Visualisierung klassischer Musik. Die Aufnahme des Mozart-Konzerts wird eingeleitet von einem Gespräch zwischen Herbert von Karajan und Yehudi Menuhin und von Probenausschnitten mit Karajan, Menuhin und den Wiener Symphonikern.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Henri-Georges Clouzot
      Dirigent Herbert von Karajan

      Herbert von Karajan, dessen Technikbegeisterung ihn in den 80er Jahren zu einer Schlüsselfigur bei der Etablierung des CD-Standards machte, war wie kein anderer Dirigent seiner Zeit vom Potenzial audiovisueller Medien bei der Verbreitung klassischer Musik überzeugt. Sein Bestreben, das eigene Repertoire auch mittels bildlicher Medien festzuhalten, entwickelte sich bereits in den späten 50er Jahren und gipfelte 1982 in der Gründung seiner eigenen Produktionsfirma Telemondial.
      Am Anfang dieser Entwicklung stand die Zusammenarbeit mit einem Filmemacher, der als Regisseur dieselbe Kompetenz und Bedeutung besaß wie Karajan als Dirigent: Henri-Georges Clouzot, der „französische Hitchcock“. Karajan trat Mitte der 60er Jahre auf der Suche nach einem geeigneten Regisseur an Clouzot heran, nachdem er dessen Dokumentation über Picasso („Le Mystère Picasso“, 1955) gesehen hatte.
      Die beiden Ausnahmekünstler Herbert von Karajan und Henri-Georges Clouzot verstanden es meisterhaft, die Dramaturgie einer musikalischen Partitur in eine adäquate Filmsprache zu übersetzen. Aufgrund des filmischen Ideenreichtums und der inszenatorischen Qualität avancierten die fünf Konzertfilme, die Karajan und Clouzot gemeinsam realisierten, zu Klassikern ihres Genres.
      Schon das erste Werk von Karajan und Clouzot, Mozarts Violinkonzert Nr. 5, bei Kerzenschein im Ambiente eines Barocksalons gedreht, setzte für die Verfilmung klassischer Musik neue Maßstäbe. Zugleich ist dieser Mozart-Film auch deshalb ein besonderes historisches Dokument, weil er das einzige Zeugnis der Zusammenarbeit von Herbert von Karajan und Yehudi Menuhin ist.
      Mozarts letztes Konzert in A-Dur ist das beliebteste und meistgespielte von Mozarts Violinkonzerten. Es besticht durch das herrliche Adagio-Thema, das im Kopfsatz vom Solisten eingeführt wird, und durch das mitreißende „Allegro alla turca“ im abschließenden Rondo.

      Yehudi Menuhin, 1916 als Kind jüdischer Einwanderer in New York geboren, war nicht nur einer der bedeutendsten Geiger des vergangenen Jahrhunderts, sondern auch ein großer Botschafter der Musik in der ganzen Welt. Sieben Jahrzehnte lang reiste er um den Erdball - als Geiger, Lehrer und Dirigent. Der engagierte Humanist und Kosmopolit war einer der ersten ausländischen Solisten, die nach 1945 in Deutschland auftraten. Für seine Verdienste um die Musik und um die Völkerverständigung erhielt Yehudi Menuhin zahlreiche Auszeichnungen.

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