• 08.08.2020
      21:40 Uhr
      Das Lied in mir Fernsehfilm Deutschland 2010 | ONE Mediathek
       

      Während eines Zwischenstopps auf ihrer Reise nach Chile erkennt die 31-jährige Maria in Buenos Aires ein ihr eigentlich fremdes Kinderlied wieder. Maria spricht kein Wort Spanisch, doch ohne zu verstehen, was sie gerade singt, erinnert sie sich an den spanischen Liedtext. Verstört und aus der Bahn geworfen unterbricht sie ihre Reise und irrt durch die fremde Stadt. Am Telefon schildert sie ihrem Vater Anton in Deutschland ihr Erlebnis und die merkwürdige Faszination, die die fremde Stadt auf sie ausübt. Zwei Tage später steht Anton plötzlich vor Marias Hoteltür, um ihr etwas zu beichten.

      Samstag, 08.08.20
      21:40 - 23:10 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Während eines Zwischenstopps auf ihrer Reise nach Chile erkennt die 31-jährige Maria in Buenos Aires ein ihr eigentlich fremdes Kinderlied wieder. Maria spricht kein Wort Spanisch, doch ohne zu verstehen, was sie gerade singt, erinnert sie sich an den spanischen Liedtext. Verstört und aus der Bahn geworfen unterbricht sie ihre Reise und irrt durch die fremde Stadt. Am Telefon schildert sie ihrem Vater Anton in Deutschland ihr Erlebnis und die merkwürdige Faszination, die die fremde Stadt auf sie ausübt. Zwei Tage später steht Anton plötzlich vor Marias Hoteltür, um ihr etwas zu beichten.

       

      Maria lebte während der Militärdiktatur Ende der 70er-Jahre die ersten drei Jahre ihres Lebens in Buenos Aires, bis ihre vermeintlichen Eltern sie adoptierten und nach Deutschland holten. Es beginnt eine gemeinsame Reise von Vater und Tochter und die Suche nach Marias leiblichen Eltern. Anton setzt alles daran, seine Tochter nicht zu verlieren. Gleichzeitig versucht er um jeden Preis zu verhindern, dass Maria die genauen Umstände ihrer Adoption erfährt. Ein Vater, der bis zuletzt um die Liebe seiner Tochter kämpft. Eine Tochter, die bis zuletzt nach der Wahrheit sucht.

      Es war ein diabolischer Plan der höchsten Militärführung in Argentinien: Über Jahre wurden systematisch Kinder von verschleppten Oppositionellen illegal zur Adoption durch Anhänger der Diktatur (1976-1983) vermittelt. Um die 500 Kinder wurden mit ihren Eltern verschleppt oder in Konzentrationslagern der Militärs geboren. Sie wurden zumeist an Militärfamilien abgegeben, die sie als eigene Kinder meldeten. Nach 30 Jahren wissen die meisten dieser von klein auf Verschleppten noch immer nichts Genaues über ihren Ursprung. Bislang wurden erst 105 der inzwischen erwachsenen Opfer der Diktatur wiedergefunden. Mehrere der geraubten Kinder waren im Gerichtssaal in Buenos Aires dabei, als das Urteil gegen die beiden überlebenden Ex-Diktatoren Jorge Rafael Videla (86) und Reynaldo Bignone (84) gefällt wurde: 50 beziehungsweise 15 Jahre Gefängnis lautete das Verdikt der Richter am 5. Juli 2012: Erstmals stellte ein argentinisches Gericht fest: Die höchste Militärführung hat die illegalen Adoptionen nicht nur toleriert, sondern sie als einen "systematischen und allgemeinen Raub" von Minderjährigen im Rahmen des damals bestehenden Staatsterrorismus durchgeführt.

      FilmDebüt-Sommer in ONE

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      Samstag, 08.08.20
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 13.08.2020