• 08.12.2018
      16:30 Uhr
      Weltbilder Moderation: Julia-Niharika Sen | tagesschau24 Mediathek
       

      Themen:

      • Türkei: Imam und Rockstar
      • Argentinien: Die geraubten Kinder
      • Hongkong: Angst vor Chinas Einfluss
      • Mexiko: Wie tickt der neue Präsident?
      • Kogo: das Sinfonieorchester von Kinshasa

      Samstag, 08.12.18
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen:

      • Türkei: Imam und Rockstar
      • Argentinien: Die geraubten Kinder
      • Hongkong: Angst vor Chinas Einfluss
      • Mexiko: Wie tickt der neue Präsident?
      • Kogo: das Sinfonieorchester von Kinshasa

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Stefanie Röhrig
      Moderation Julia-Niharika Sen
      Redaktionelle Leitung Christiane Justus
      Redaktion Nicole Bölhoff
      Daniel Satra
      • Türkei: Imam und Rockstar

      Der Imam Ahmet Muhsin Tüzer lebt und arbeitet in dem kleinen Dorf Pinarbasi bei Kas. Seit 18 Jahren ist er Imam, aber anders als seine Kollegen. Der 47-jährige Tüzer macht seit 2013 Rockmusik und gibt regelmäßig Konzerte, die sein Publikum in Wallung bringen. Er liebe die Wissenschaft, die Philosophie, die Kunst und die Musik, erklärt der Geistliche. Seit jedoch die Presse über den "Rock-Imam" berichtete, hat Tüzer Probleme bekommen. Das türkische Religionsamt Diyanet hat ihn im Oktober suspendiert. Der Vorwurf: Statt zu beten, gebe er Konzerte und würde so die Gläubigen zum Zweifeln bringen. Tüzer kämpft nun juristisch gegen seine Suspendierung

      • Argentinien: Die geraubten Kinder

      Es ist das dunkelste Kapitel der argentinischen Geschichte: die Verbrechen während der Militärdiktatur. Linke Gegner wurden von dem Regime im Fluss versenkt und wurden nie wieder gefunden. Claudia Poblete war damals noch ein Baby. Auch ihre Eltern verschwanden spurlos. Claudia wurde adoptiert. 21 Jahre lang wusste sie nicht, wer ihre leiblichen Eltern waren. Auch Großmutter Buscarita Roa musste 21 Jahre lang warten, bis sie ihre Enkelin Claudia wieder in den Arm nehmen konnte. Heute sind beide vereint. "Als ich meine wahren Verwandten kennenlernte, war das am Anfang ziemlich komisch für mich. Aber mit der Zeit haben wir eine Beziehung aufgebaut und sind eine richtige Familie geworden." Claudias Adoptivvater war ein hochrangiger Militär zur Zeit der Diktatur. Einer, der mitverantwortlich war für die Folter und das Morden. "Als ich die Wahrheit erfuhr, wollte ich es erst nicht glauben. Doch die DNA-Analyse war eindeutig und auch Buscaritas alte Fotos von mir als Baby zeigten, dass es stimmte. Mit einem Mal war klar: Mein bisheriges Leben war eine Lüge." Geraubte Babys wie Claudia: Es gibt noch 300 von ihnen, die bis heute nicht wissen, wer ihre wahren Großeltern sind.

      • Hongkong: Angst vor Chinas Einfluss

      Eigentlich müsste Hongkong sich freuen. Der große Partner China hat der Stadt gerade zwei Megaprojekte hingestellt: die Hochgeschwindigkeitsbahnverbindung nach Guangzhou und die Brücke nach Macau, die längste der Welt. Doch manchen in der Stadt kommt das "Mainland" damit zu nahe. Sie beklagen immer mehr Einfluss aus Peking, eine immer willfährigere Lokalregierung. Gerade wurde erstmals ein unliebsamer Journalist aus Hongkong ausgewiesen und eine Unabhängigkeitspartei verboten. Schon ist vom "Tod Hongkongs" die Rede. Michael Storfner berichtet aus einer zerrissenen Stadt, die für die einen immer noch Traumziel ist, aus der andere einfach nur noch weg wollen.

      • Mexiko: Wie tickt der neue Präsident?

      Andrés Manuel López Obrador hat am 1. Dezember sein Amt als neuer Präsident Mexikos angetreten und ist das erste Staatsoberhaupt der politischen Linken in der Geschichte des Landes. Obrador gilt als Hoffnungsträger, vor allem bei Studenten, Rentnern, Intellektuellen und innerhalb der ärmeren Bevölkerung. Kann er es tatsächlich schaffen, Korruption und Gewalt im Land wirksam zu bekämpfen? Xenia Böttcher mit einem Porträt des Mannes, der nicht aus einer der etablierten Parteien stammt, nicht im Präsidentenpalast wohnen wird und der ohne Bodyguards auskommen möchte

      • Kogo: das Sinfonieorchester von Kinshasa

      Eine immer wieder verschobene Präsidentschaftswahl, Armut, bewaffnete Konflikte und auch Ebola im Osten des Landes: Die Demokratische Republik Kongo hat viele Probleme. Doch es gibt auch Orte, da spielt all das eine kleinere Rolle. In Kinshasa, der Hauptstadt des Kongo, hat sich eine ganz besondere Gemeinschaft gebildet und trotzt den Umständen mit klassischer Musik: das einzige Sinfonieorchester Zentralafrikas. Und die Gemeinschaft hat sich ein neues Ziel gesetzt, den Bau einer Musikschule, auch für Kinder. Denn solche Schulen gibt es sonst nicht im Kongo. Sie hoffen, dass dann noch mehr Menschen von der Musik profitieren können.

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