• 14.07.2018
      20:15 Uhr
      Die zweite Hinrichtung - Amerika und die Todesstrafe Dokumentarfilm | ARD-alpha
       

      Im Gefängnis von Lucasville, Ohio, soll am 16. September 2009 ein Häftling hingerichtet werden - Romell Broom, 53 Jahre alt, Afroamerikaner, und seit 1984 zum Tode verurteilt wegen Entführung, Vergewaltigung und Ermordung eines 14-jährigen Mädchens. Doch der Versuch, ihn mittels Giftspritze hinzurichten, muss nach zwei Stunden und 18 für den Todeskandidaten extrem schmerzhaften Versuchen, bei ihm einen intravenösen Zugang zu legen, erfolglos abgebrochen werden.

      Samstag, 14.07.18
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.
      Stereo

      Im Gefängnis von Lucasville, Ohio, soll am 16. September 2009 ein Häftling hingerichtet werden - Romell Broom, 53 Jahre alt, Afroamerikaner, und seit 1984 zum Tode verurteilt wegen Entführung, Vergewaltigung und Ermordung eines 14-jährigen Mädchens. Doch der Versuch, ihn mittels Giftspritze hinzurichten, muss nach zwei Stunden und 18 für den Todeskandidaten extrem schmerzhaften Versuchen, bei ihm einen intravenösen Zugang zu legen, erfolglos abgebrochen werden.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Michael Verhoeven

      Im Gefängnis von Lucasville, Ohio, soll am 16. September 2009 ein Häftling hingerichtet werden - Romell Broom, 53 Jahre alt, Afroamerikaner, und seit 1984 zum Tode verurteilt wegen Entführung, Vergewaltigung und Ermordung eines 14-jährigen Mädchens. Doch der Versuch, ihn mittels Giftspritze hinzurichten, muss nach zwei Stunden und 18 für den Todeskandidaten extrem schmerzhaften Versuchen, bei ihm einen intravenösen Zugang zu legen, erfolglos abgebrochen werden.

      Bald setzt ein juristisches Tauziehen ein, das um die Frage kreist, ob jemand zweimal hingerichtet werden darf. Zu diesem Zeitpunkt beginnt der deutsche Filmemacher Michael Verhoeven, mit Interviews für einen Dokumentarfilm zu dem beispiellosen Fall. Zunächst kreisen die Gespräche, die er mit den Beteiligten des Verfahrens führt, um die Gesetzmäßigkeit einer "zweiten Hinrichtung". Bald jedoch entstehen auch Zweifel am ersten Verfahren.
      Zeugenaussagen und Indizien, die Broom entlastet hätten, wurden unterdrückt. Vor dem Hintergrund dieser Fakten hätte Broom gar nicht zum Tode verurteilt werden dürfen.

      In Michael Verhoevens aufrüttelndem Dokumentarfilm kommen die Menschen zu Wort, die an dem ersten und am zweiten, zum Zeitpunkt der Dreharbeiten noch laufenden Verfahren gegen Romell Broom beteiligt sind. Akribisch rekonstruiert die BR-Koproduktion Brooms mutmaßliche Tat, die Ermittlungen und den Prozess.

      Verhoeven geht der Frage nach, wie dieser einzigartige Fall die Angehörigen des Opfers, den Verurteilten und seine Angehörigen, aber auch die Ermittler, die Verteidiger und den Ankläger verändert hat – und nicht zuletzt, was dies alles über die soziale Wirklichkeit in den USA aussagt. Mit "Die zweite Hinrichtung - Amerika unddie Todesstrafe" gelang

      Michael Verhoeven ein eindringliches Plädoyer gegen die Todesstrafe, dessen Entstehen mit der Hoffnung verbunden war, das Leben des Todeskandidaten Romell Broom zu retten.

      Am 16. März 2016 urteilte der Supreme Court, dass ein zweiter Hinrichtungsversuch weder eine grausame oder unübliche noch eine doppelte Bestrafung darstelle. Am 17. Juni 2020, soll ein erneuter Versuch unternommen werden, Romell Broom hinzurichten.

      "Verhoevens Film (säht) große Zweifel daran, dass beim Verfahren gegen Broom alles mit rechten Dingen zugegangen ist. ... Man spürt im Gespräch ..., dass (Verhoeven) dieser Film wichtig ist. Er will das Unfassliche fassen und hat dafür viel eigenes Geld und Engagement investiert. Noch ist das Verfahren um die zweite Hinrichtung Brooms im Gange. Noch könnte dieser Film etwas im wirklichen Leben bewirken." (Hans Hoff, Süddeutsche Zeitung, 24.02.2012)

      Wird geladen...
      Wird geladen...

programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 17.07.2018