• 15.06.2018
      16:30 Uhr
      Gut zu wissen Wissenschaftsmagazin | ARD-alpha
       

      Themen dieser Sendung:

      • Resistente Keime - Was tun?
      • Nationalpark Bayerischer Wald - Gut gerüstet für den Klimawandel?
      • Insekten im Biergarten - Warum fällt der Käfer ins Glas?
      • Philip probiert's - Wie lässt sich unsere Aufmerksamkeit austricksen?

      Moderation: Willi Weitzel

      Freitag, 15.06.18
      16:30 - 17:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Themen dieser Sendung:

      • Resistente Keime - Was tun?
      • Nationalpark Bayerischer Wald - Gut gerüstet für den Klimawandel?
      • Insekten im Biergarten - Warum fällt der Käfer ins Glas?
      • Philip probiert's - Wie lässt sich unsere Aufmerksamkeit austricksen?

      Moderation: Willi Weitzel

       
      • Resistente Keime - Was tun?

      Jeder, der ins Krankenhaus oder Altersheim kommt, kann sich resistent gewordene Keime einfangen gegen die kein Antibiotikum mehr hilft. Schon jetzt sterben allein in Deutschland mehrere tausend Menschen an solchen Keimen.
      Mehr als eine halbe Million infizieren sich jedes Jahr. Neue, wirksame Antibiotika fehlen. Denn die zu entwickeln lohnt sich für die Pharmakonzerne oft nicht.

      • Nationalpark Bayerischer Wald - Gut gerüstet für den Klimawandel?

      Nationalparks, Naturparks oder Biosphärenreservate sind wichtige Rückzugsgebiete für Tiere und Pflanzen. Die Frage ist, wie es um die Zukunft der Schutzgebiete im Klimawandel steht?

      Forscher haben das untersucht und 44 Anhaltspunkte festgelegt, an denen man ein gut gewappnetes Schutzgebiet erkennt kann. “Gut zu wissen“ hat im ältesten Nationalpark Deutschlands, dem Nationalpark Bayerischer Wald, ein paar
      Stichproben gemacht.

      • Bäume mit Duftmarke

      Ambrosiakäfer bevorzugen als Behausung Stämme alter, absterbender Bäume. Diese produzieren Alkohol, um Schädlinge abzuwehren. Den Ambrosiakäfer hält das jedoch nicht ab, sondern es zieht ihn an: "Die Käfer riechen den Alkohol mit ihren Antennen und fliegen die absterbenden Bäume gezielt an", erklärt Peter Biedermann vom Biozentrum der Universität Würzburg. Im Frühjahr könne es deshalb leicht passieren, dass Ambrosiakäfer im Bier- oder Weinglas landen. "Die halten das Bierglas eigentlich für einen Baum."

      • Der Ambrosiapilz

      Der Schwarze Nutzholzborkenkäfer wählt die Alkohol absondernden Bäume gezielt aus, weil er dort eine spezielle Pilzart züchten kann, den Ambrosiapilz. Diesen baut der Ambrosiakäfer in einem sogenannten Pilzgarten an. Der Ambrosiapilz ist im Gegensatz zu anderen Pilzarten und Mikroorganismen unempfindlich gegen das Zellgift Alkohol.

      Für den Pilz wie für den Käfer hat das Vorteile: Der Ambrosiapilz hat in seiner Nische weniger Konkurrenz und der Ambrosiakäfer weniger Schädlinge in seinem Garten, dafür aber umso mehr Nahrung für seine Larven. Ambrosiapilzgärten gedeihen am besten bei einer Alkoholkonzentration von zwei Prozent, haben Forscher in einer aktuellen Studie herausgefunden. Einen Dauerrausch haben die Käfer nicht, denken die Forscher. Sie haben sich wahrscheinlich angepasst.

      • Eine engeschleppte Borkenkäfer-Art

      Der 2 bis 3 Millimeter lange Ambrosiakäfer ist eine eingeschleppte Art, ein sogenanntes Neozoon. Er befällt Nadel- und Laubbäume und kam in den 1930er-Jahren wahrscheinlich mit befallenem Holz aus Ostasien in die USA. In Deutschland wurde er erstmals 1952 nachgewiesen, im Raum Darmstadt. Der Ambrosiakäfer ist ein sogenannter Spätschwärmer, der von Mai bis Juli fliegt. Hat er sich in einen Baumstamm eingebohrt, hinterlässt er ein charakteristisches Bohrmehl: vom Stamm abstehende weiße Würstchen, die wie kleine Stacheln aussehen. Übrigens mag der Ambrosiakäfer nicht nur Bier, sondern auch Wein. Im Jahr 2003 wurde er in Europa erstmals an Weinreben entdeckt. In Franken.

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