• 26.10.2019
      20:15 Uhr
      Holocaust (3/4): Die Geschichte der Familie Weiss 1942 - 1944 Fernsehfilm USA / Tschechoslowakei 1978 | ARD-alpha
       

      Die bekannte vierteilige amerikanische Fernsehserie "Holocaust" von Marvin J. Chomsky über das Schicksal der fiktiven, jüdischen Berliner Familie Weiss wurde erstmals 1979 auch in Deutschland ausgestrahlt und löste eine intensive gesellschaftliche Debatte über die eigene NS-Vergangenheit aus. In den Hauptrollen sind Meryl Streep, James Woods und Fritz Weaver zu sehen. "Holocaust" wurde mit acht Emmys ausgezeichnet.

      Samstag, 26.10.19
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Die bekannte vierteilige amerikanische Fernsehserie "Holocaust" von Marvin J. Chomsky über das Schicksal der fiktiven, jüdischen Berliner Familie Weiss wurde erstmals 1979 auch in Deutschland ausgestrahlt und löste eine intensive gesellschaftliche Debatte über die eigene NS-Vergangenheit aus. In den Hauptrollen sind Meryl Streep, James Woods und Fritz Weaver zu sehen. "Holocaust" wurde mit acht Emmys ausgezeichnet.

       

      Stab und Besetzung

      Dr. Josef Weiss Fritz Weaver
      Berta Palitz-Weiss Rosemary Harris
      Anna Weiss Blanche Baker
      Rudi Weiss Joseph Bottoms
      Karl Weiss James Woods
      Inga Hels-Weiss Meryl Streep
      Erik Dorf Michael Moriarty
      Marta Dorf Deborah Norton
      Regie Marvin Chomsky
      Buch Gerald Green
      Kamera Brian West

      Teil 3: 1942 - 1944

      Karl Weiss wird von Buchenwald nach Theresienstadt verlegt, das als Modellkonzentrationslager ausländischen Besuchern vorgeführt wird. Die Zeichnungen, die er und andere Künstler von der brutalen Wahrheit des Lagers anfertigen, werden von der SS entdeckt, unter der Folter werden Karl die Hände gebrochen.

      Rudi und Helena haben sich in der Ukraine einer jüdischen Partisanengruppe angeschlossen. Im Warschauer Ghetto bereiten sich Josef und Moses Weiss auf den bewaffneten Aufstand vor; täglich werden 6.000 Menschen in Viehwaggons aus dem Ghetto in die Todeslager Treblinka und Auschwitz gebracht.

      Nachdem Heydrich bei einem Attentat ums Leben gekommen ist, fällt Erik Dorf bei dessen Nachfolger Kaltenbrunner in Ungnade; zuvor hatte er als Massenvernichtungsmittel Zyklon B in die Gaskammern von Auschwitz eingeführt.

      1979 bewirkte die vierteilige amerikanische Serie "Holocaust" einen Gefühls-Zusammenstoß des westdeutschen Fernsehpublikums mit seiner eigenen Vergangenheit. Die Zuschauer reagierten vehement und voller Erschütterung auf das Schicksal der Familie Weiss und straften alle jene Vorab-Kritiker Lügen, die die Serie als abgefeimten Hollywood-Kitsch ablehnten und die die Zuschauer partout vor dieser Massenware bewahren wollten. "Holocaust" - so die These der Publizistin und Filmregisseurin Jutta Brückner - wurde zum Ereignis, weil es die Tabuzone um die Konzentrationslager gebrochen hat. "Die Serie bediente sich der bekannten Muster der Identifikationsdramaturgie in einer vertrauten filmischen Formsprache - und sie zeigte den Gang in die Gaskammer. Damit erreichte "Holocaust", dass die Juden endlich zu Menschen wurden, über deren Schicksal die deutschen Zuschauer mit großer historischer Verspätung weinten." Die Serie war wie ein riesiger Dammbruch, der eine Flut von Büchern, Filmen, Erinnerungen und Selbstzeugnissen auslöste.

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      Samstag, 26.10.19
      20:15 - 21:45 Uhr (90 Min.)
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