• 25.09.2015
      21:30 Uhr
      Lebenslinien Nach dem Wiesn-Attentat - Themenabend "Zum 35. Jahrestag des Oktoberfestattentates" | ARD-alpha
       

      Am 26. September 1980 explodiert am Haupteingang des Münchner Oktoberfests die Rohrbombe eines Attentäters. Zu den Opfern zählt der Deutsch-Grieche Dimitri L., der sagt: Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort. Von seinen Beinen sind nur noch Stümpfe übrig geblieben, seit fast 20 Jahren sitzt er im Rollstuhl. Seine 18 Jahre alte Freundin Gabi zählte zu den 13 Toten, die das Attentat forderte. Der Film erzählt, wie ein Mensch trotz eines solchen traumatischen Erlebnisses dem Schicksal ein positives Leben abringen kann und sogar - seinem Sohn zuliebe, der so gerne hingeht - auch das Oktoberfest nicht mehr scheut.

      Freitag, 25.09.15
      21:30 - 22:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Am 26. September 1980 explodiert am Haupteingang des Münchner Oktoberfests die Rohrbombe eines Attentäters. Zu den Opfern zählt der Deutsch-Grieche Dimitri L., der sagt: Ich war zur falschen Zeit am falschen Ort. Von seinen Beinen sind nur noch Stümpfe übrig geblieben, seit fast 20 Jahren sitzt er im Rollstuhl. Seine 18 Jahre alte Freundin Gabi zählte zu den 13 Toten, die das Attentat forderte. Der Film erzählt, wie ein Mensch trotz eines solchen traumatischen Erlebnisses dem Schicksal ein positives Leben abringen kann und sogar - seinem Sohn zuliebe, der so gerne hingeht - auch das Oktoberfest nicht mehr scheut.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Juliane Schuhler

      Am 26.09.1980 explodierte auf dem Münchner Oktoberfest eine Bombe, die 13 Menschen in den Tod riss und viele weitere schwer verletzte. Als 25 Jahre später mit einer Feierstunde der Opfer gedacht wurde, fiel eines der Opfer von damals aus der Rolle. Auf die Frage einer Journalistenschar, ob er den oder die Täter hasse, antwortete der im Rollstuhl sitzende Dimitrios L. mit "Nein", denn Hass und Wut hätten ihn sonst gehindert, nach vorne zu sehen.

      Die Bombe war direkt neben Dimitrios, damals ein 17-jähriger Lehrling, explodiert. Seine Freundin Gabi, 18 Jahre alt, wurde getötet, und er war so schwer verletzt, dass ihm beide Beine amputiert werden mussten. Ab diesem Tag war nichts mehr wie vorher.

      Dimitrios musste nicht nur den inneren Schmerz über die verlorene Freundin und den Verlust seiner Beine verarbeiten und überwinden, er musste auch seinen Alltag völlig neu organisieren. Im Rollstuhl sitzend, hat er eine neue Lehre begonnen. Zahntechniker wollte er nun werden. Und er entdeckte für sich den Fitness-Sport.

      Während der Lehre hat er seine spätere Frau Vicky kennengelernt. Sie war es, die ihm neuen Lebensmut gegeben und mit ihm gemeinsam eine Zukunftsperspektive entwickelt hat. Der Sohn, den die beiden bekommen haben, ist auch der Grund, warum Dimitrios vor sechs Jahren zum ersten Mal wieder auf das Oktoberfest ging. Seinem Sohn mochte er diesen Spaß nicht nehmen. Heute kann auch er wieder unbelastet und fröhlich die Wiesn besuchen. Seine Partnerschaft mit Vicky gibt ihm besondere Kraft. "Ich hatte das Glück in meinem Leben, dass ich immer an Leute kam, die mich gut annahmen."

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