• 03.09.2014
      16:00 Uhr
      Der Schriftsteller Volker Braun - Training des aufrechten Gangs "Lebensläufe" | ARD-alpha
       

      Der Schriftsteller und Dichter Volker Braun ist ein illusionsloser Idealist. Er triezte und schärfte mit Vergnügen unsere Wahrnehmung, so geschehen mit der Aufforderung zum "Training des aufrechten Gangs". Brauns Gedicht aus den Siebzigern wurde 1989 wie eine plötzliche Erlösungsformel aus der kontrollierten Apathie eines ganzen Landes, seines Landes DDR. Die Wende, ein wunderbarer Moment der Volkssouveränität, ehe die Illusionen vom wirklichen Sozialismus als schwer verkäuflich im Wühltisch der Geschichte landeten. Wie zukunftsfähig ist der Mensch?

      Mittwoch, 03.09.14
      16:00 - 16:30 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Der Schriftsteller und Dichter Volker Braun ist ein illusionsloser Idealist. Er triezte und schärfte mit Vergnügen unsere Wahrnehmung, so geschehen mit der Aufforderung zum "Training des aufrechten Gangs". Brauns Gedicht aus den Siebzigern wurde 1989 wie eine plötzliche Erlösungsformel aus der kontrollierten Apathie eines ganzen Landes, seines Landes DDR. Die Wende, ein wunderbarer Moment der Volkssouveränität, ehe die Illusionen vom wirklichen Sozialismus als schwer verkäuflich im Wühltisch der Geschichte landeten. Wie zukunftsfähig ist der Mensch?

       

      Stab und Besetzung

      Kontakt Gábor Toldy

      Der Schriftsteller und Dichter Volker Braun ist ein illusionsloser Idealist. Er triezte und schärfte mit Vergnügen unsere Wahrnehmung, so geschehen mit der Aufforderung zum "Training des aufrechten Gangs". Brauns Gedicht aus den Siebzigern wurde 1989 wie eine plötzliche Erlösungsformel aus der kontrollierten Apathie eines ganzen Landes, seines Landes DDR.

      Die Wende, ein wunderbarer Moment der Volkssouveränität, ehe die Illusionen vom wirklichen Sozialismus als schwer verkäuflich im Wühltisch der Geschichte landeten. Wie zukunftsfähig ist der Mensch? Das bleibt die Frage für Volker Braun. Er kritisierte den Sozialismus, ohne ihn gegen den Kapitalismus umtauschen zu wollen. Für ihn ist die Rechnung der Geschichte offen, ein Ineinander von Fortschritt und Verlust, von Kultur und Verfall, von Schönheit und Zerstörung. Volker Braun hat seinen Frieden mit der Zeit nicht gemacht. 2011 veröffentlichte er die Erzählung "Die hellen Haufen", die Geschichte eines vergeblichen Arbeiteraufstandes nach der Wende, orientiert an den Ereignissen im thüringischen Bischofferode, wo Kalibergarbeiter gegen die Schließung ihres rentablen Werkes revoltierten und im Hungerstreik waren.

      Im Jahr 2000 bekam Braun den Georg-Büchner-Preis verliehen, den bedeutendsten Literaturpreis Deutschlands. Im Mai dieses Jahres beging Volker Braun seinen 75. Geburtstag - ein aufrecht Gehender, dessen Lebensweg das Fernsehporträt nachzeichnet.

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