• 10.11.2018
      12:45 Uhr
      Geheimnisvolle Orte - Der Brocken Radio Bremen TV
       

      Der Brocken mit seinen gut 1.140 Metern ist der höchste Berg im Harz. Ein Ort, geprägt durch extreme Wetterbedingungen. Dennoch war und ist der Brocken ein Sehnsuchtsberg der Deutschen. Auch für Hansjörg Hörseljau. Der Fotograf wuchs in den 1960er-Jahren am Fuße des Brockens auf. Den Berg zu besteigen, war für ihn ein unerfüllbarer Traum, denn er lebte auf der Westseite des Eisernen Vorhangs. Aber auch für DDR-Bürger blieb der Brocken tabu. Er lag im militärischen Sperrgebiet. Heute ist der Brocken wieder ein freier Berg, der jährlich von Hunderttausenden Touristen besucht wird.

      Samstag, 10.11.18
      12:45 - 13:30 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Der Brocken mit seinen gut 1.140 Metern ist der höchste Berg im Harz. Ein Ort, geprägt durch extreme Wetterbedingungen. Dennoch war und ist der Brocken ein Sehnsuchtsberg der Deutschen. Auch für Hansjörg Hörseljau. Der Fotograf wuchs in den 1960er-Jahren am Fuße des Brockens auf. Den Berg zu besteigen, war für ihn ein unerfüllbarer Traum, denn er lebte auf der Westseite des Eisernen Vorhangs. Aber auch für DDR-Bürger blieb der Brocken tabu. Er lag im militärischen Sperrgebiet. Heute ist der Brocken wieder ein freier Berg, der jährlich von Hunderttausenden Touristen besucht wird.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktion Silvia Gutmann

      Der Brocken mit seinen gut 1.140 Metern ist der höchste Berg im Harz. Sein Gipfel liegt fast immer in dichten Nebel gehüllt. Ein Ort, geprägt durch extreme Wetterbedingungen. Eiskalte Winter und schwere Stürme bescheren dem Brocken ein Klima wie auf Island.

      Dennoch war und ist der Brocken ein Sehnsuchtsberg der Deutschen. Auch für Hansjörg Hörseljau. Der Fotograf wuchs in den 1960er-Jahren am Fuße des Brockens auf. Den Berg zu besteigen, war für ihn ein unerfüllbarer Traum, denn er lebte auf der Westseite des Eisernen Vorhangs. Aber auch für DDR-Bürger blieb der Brocken tabu. Er lag im militärischen Sperrgebiet. Ein geheimnisvoller Ort.

      Seit Jahrhunderten umgibt den Brocken eine Aura des Mystischen. Zur Walpurgisnacht fliegen Hexen zum Gipfel und feiern Orgien mit dem Teufel, so die alten Sagen. Johann Wolfgang von Goethe setzte dem Berg ein literarisches Denkmal in seinem "Faust". Und jedes Jahr treffen sich Tausende Besucher am Brocken und feiern in der Nacht zum 1. Mai das Walpurgisfest.

      Archäologische Funde und Belege heidnischer Rituale oder von Kultstätten aus prähistorischer Zeit gibt es allerdings auf dem Brocken bis heute nicht.

      Ganz real sind dagegen Relikte der Geheimnisse aus der Zeit des Kalten Krieges. Nach dem Mauerbau 1961 wurde der Berg hermetisch abgeriegelt. Auf dem Gipfel installierte die DDR-Staatssicherheit raffinierte Lausch- und Spionagesysteme, die bis weit nach Westeuropa hinein den Telefon- und Funkverkehr abhörten. Der Brocken war auch das "große Ohr" des sowjetischen Geheimdienstes. Eine mehr als drei Meter hohe Mauer aus Beton und Stacheldraht sicherte das geheimnisvolle Gelände.

      Die friedliche Revolution von 1989 machte diesem Spuk ein Ende. Am 3. Dezember 1989 erzwangen Hunderte Einwohner des Harzes die Öffnung der geheimen Anlagen.

      Unter ihnen war auch der Fotograf Hansjörg Hörseljau. Seit diesem Tag hat er die Veränderungen auf dem Brocken mit seinen Bildern begleitet. Den Abbau der Spionagetürme, das Verschwinden der Mauer und den Abzug der russischen Soldaten.

      Heute ist der Brocken wieder ein freier Berg, der jährlich von Hunderttausenden Touristen aus Deutschland und der ganzen Welt besucht wird.

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