• 13.08.2018
      07:30 Uhr
      Expeditionen ins Tierreich XXL Wildes Frankreich | Radio Bremen TV
       

      Leben wie Gott in Frankreich - dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Aber es sind nicht nur die Menschen und ihr Lebensstil des savoir vivre, die Frankreich ausmachen - das größte Land Westeuropas bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. In 90 atemberaubenden Minuten zeigt dieser Film die vielen unterschiedlichen Facetten eines Landes, in dem die Grenzen der Lebensräume von Menschen und Tieren miteinander verschmelzen wie nirgendwo sonst.

      Montag, 13.08.18
      07:30 - 09:00 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Leben wie Gott in Frankreich - dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Aber es sind nicht nur die Menschen und ihr Lebensstil des savoir vivre, die Frankreich ausmachen - das größte Land Westeuropas bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen. In 90 atemberaubenden Minuten zeigt dieser Film die vielen unterschiedlichen Facetten eines Landes, in dem die Grenzen der Lebensräume von Menschen und Tieren miteinander verschmelzen wie nirgendwo sonst.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Fred Fougea
      Produktion Eva-Maria Wittke
      Sina Knoll
      Drehbuch Fred Fougea
      Redaktion Ralf Quibeldey

      Leben wie Gott in Frankreich - dieses Sprichwort kommt nicht von ungefähr. Aber es sind nicht nur die Menschen und ihr Lebensstil des savoir vivre, die Frankreich ausmachen - das größte Land Westeuropas bietet eindrucksvolle Naturlandschaften und eine faszinierende Vielfalt an Tieren und Pflanzen.

      • Von den Pyrenäen bis zu den Alpen

      Die Pyrenäen im Südwesten Frankreichs bilden die natürliche Grenze zu Spanien. Diese noch sehr ursprüngliche und schroffe Bergwelt ist die Heimat des mächtigsten europäischen Raubtiers: der Braunbär lebt dank des vielfältigen Nahrungsangebots in der Natur der Pyrenäen.
      Auch der Südosten ist von Bergen geprägt: hier verlaufen die Alpen - hoch in der Luft zieht der Steinadler seine Kreise, stets nach Beute Ausschau haltend. Ein anderer großer Jäger hier ist der Wolf. Wie der Bär war auch er praktisch verschwunden, doch nach und nach kehrt er in seine angestammten Reviere zurück.

      • Die Vogesen und Fontainebleau

      Die Vogesen im Nordosten von Frankreich sind ein Mittelgebirge mit Gipfeln bis knapp über 1.000 Meter Höhe. Die dichten Wälder hier beherbergen zahlreiche wilde Tiere, darunter auch Dachse. Ein Weibchen sucht einen Partner, um eine Familie zu gründen - doch zuvor wartet noch der Hausbau.
      Südlich von Paris liegt der Wald von Fontainebleau - eines der größten Waldgebiete Westeuropas. Dieser königliche Forst bietet viele faszinierende Geschichten - eine davon handelt von zwei ausgewachsenen Hirschbullen.

      • Die Sumpflandschaft "Marais Poitevin"

      An der Atlantikküste nördlich von La Rochelle liegt der Marais Poitevin - eine ausgedehnte Sumpflandschaft mit einer spektakulären Tier- und Pflanzenwelt. Ursprünglich Marschland, das lange Zeit regelmäßig vom Meer überflutet wurde, entstand der heutige Marais erst durch den Eingriff des Menschen: im 12. Jahrhundert legten Benediktinermönche hier Dämme an - und damit weite Bereiche trocken. Diese Flächen wurden landwirtschaftlich genutzt. Heute macht das Feuchtgebiet nur mehr etwa 30 Prozent des Marais aus.
      Zur gleichen Zeit verwandeln sich Myriaden von furchterregend aussehenden Larven in schillernde Libellen. Diese elegante Akrobaten der Lüfte begegnen anderen Flugkünstlern: den Hufeisennasen. Ihren Namen verdankt diese Fledermausart den charakteristischen Hautlappen um ihre Nase. Auch die Hufeisennasen bekommen gerade Nachwuchs - das Junge wird einen Monat lang von seiner Mutter gesäugt, dann erst kann es seiner eigenen Wege fliegen.

      • Die Cevennen - eine wilde Bergregion

      Die Cevennen sind eine wilde Bergregion im Süden Frankreichs. Hier haben Flüsse im Laufe der Zeit tiefe Canyons in das Kalkgestein geschnitten. Zwischen und über den Felswänden kreisen die Geier. Diese Greifvögel haben keinen allzu guten Ruf, aber sie spielen eine wichtige Rolle in diesem Ökosystem. Als Entsorgungstrupp der Natur beseitigen sie Tierkadaver und verhindern so, dass Bakterien und Verwesungsgifte das Wasser verseuchen, auf das alle Lebewesen hier angewiesen sind.

      • Die Mittelmeerinsel Korsika

      Eine ganz spezielle Rolle im "Wilden Frankreich" spielt eine Mittelmeerinsel: Korsika beherbergt eine sehr ursprüngliche Natur - das Naturschutzgebiet La Scandola ist das älteste Korsikas, ja sogar ganz Frankreichs. Sein Symboltier ist der Fischadler, dessen Bestand hier seit einiger Zeit wieder zunimmt.
      Aber auch die Meeresgewässer vor La Scandola enthalten einen ungeheuren Reichtum an Tieren und Pflanzen. Ein besonderer Bewohner hier ist der Zackenbarsch. Zackenbarsche sind Hermaphroditen: sie werden alle als Weibchen geboren, aber im Alter von zehn Jahren wechseln sie das Geschlecht und werden zu Männchen. Im Frühsommer versammeln sich Männchen und Weibchen. Sie umtanzen einander und wechseln dabei ihre Farben - alles zum Zwecke der Verführung und Vermehrung.
      Frankreich ist so wild und vielfältig wie kaum ein anderes Land - und trotzdem schaffen es Tiere und Menschen, ihren Lebensraum zu teilen.

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