• 08.12.2018
      08:30 Uhr
      Die Demenz-WG Judith Rakers zu Gast in Lübeck | Radio Bremen TV Mediathek
       

      Wie kann man damit umgehen, wenn man plötzlich Dinge verwechselt, nicht mehr ohne Hilfe nach Hause findet oder geliebte Menschen nicht mehr erkennt? Und wie reagieren Angehörige, Freunde und Nachbarn auf diese gravierenden Veränderungen, auf eine beginnende oder fortgeschrittene Demenz? Ungefähr jeder Zehnte der über 65-Jährigen in Deutschland ist von einer Demenzerkrankung betroffen. Die NDR-Autorin und Tagesschausprecherin Judith Rakers will mehr über diese Krankheit erfahren und besucht fünf Tage lang eine Demenz-WG in Lübeck.

      Samstag, 08.12.18
      08:30 - 09:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.

      Wie kann man damit umgehen, wenn man plötzlich Dinge verwechselt, nicht mehr ohne Hilfe nach Hause findet oder geliebte Menschen nicht mehr erkennt? Und wie reagieren Angehörige, Freunde und Nachbarn auf diese gravierenden Veränderungen, auf eine beginnende oder fortgeschrittene Demenz? Ungefähr jeder Zehnte der über 65-Jährigen in Deutschland ist von einer Demenzerkrankung betroffen. Die NDR-Autorin und Tagesschausprecherin Judith Rakers will mehr über diese Krankheit erfahren und besucht fünf Tage lang eine Demenz-WG in Lübeck.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Anne Strauch
      Produktion Michael Schinschke
      Autor Anne Strauch
      Redaktionelle Leitung Julia Salden

      Wie kann man damit umgehen, wenn man plötzlich Dinge verwechselt, nicht mehr ohne Hilfe nach Hause findet oder geliebte Menschen nicht mehr erkennt? Und wie reagieren Angehörige, Freunde und Nachbarn auf diese gravierenden Veränderungen, auf eine beginnende oder fortgeschrittene Demenz? Ungefähr jeder Zehnte der über 65-Jährigen in Deutschland ist von einer Demenzerkrankung betroffen. Die NDR-Autorin und Tagesschausprecherin Judith Rakers will mehr über diese Krankheit erfahren und besucht fünf Tage lang eine Demenz-WG in Lübeck.

      Eine knappe Woche lang darf Judith Rakers den WG-Alltag ganz nah erleben: Neun Frauen wohnen hier zurzeit. Wie in jeder anderen Wohngemeinschaft hat jede Bewohnerin ein eigenes Zimmer. Der Unterschied: Rund um die Uhr ist Pflegepersonal vor Ort. In der Demenz-WG ist einiges möglich, was in vielen Pflegeheimen schwierig wäre. Zum Beispiel darf jede frühstücken, wann sie will - Langschläferinnen kommen einfach später dazu.

      Doris Stegmann durfte beim Einzug im Frühjahr sogar ihren himmelblauen Wellensittich mitbringen. "Das ist für meine Mutter ein Stück Vertrautheit", erzählt ihre Tochter Dörte - und dass ihre Mutter immer noch Klavier spielt, wenn auch nicht mehr so gut wie früher einmal. "Es ist schon sehr schwer dabei zuzusehen, wie meine Mutter langsam immer mehr verlernt - es ist ein ständiges Abschiednehmen."

      Auch Christa Meyer lebt seit Anfang des Jahres in der WG. Wenn ihr Mann Helmuth zu Besuch kommt, erkennt sie ihn als "ihren Menschen". "Aber ob Christa noch versteht, dass ich ihr Mann bin, das weiß ich nicht", sagt Helmuth Meyer. Dass seine Frau einen Platz in der Wohngemeinschaft hat, macht ihn froh: "Ich konnte irgendwann nicht mehr alleine die Verantwortung tragen. Ich war ein richtiger Flattermann vor lauter Stress."

      Etwa 1,7 Millionen Menschen sind in Deutschland von einer Demenz betroffen. "Es ist eine Familienkrankheit. Es sind alle mitbetroffen und müssen sich auf die Erkrankung eines Familienmitglieds einstellen", erklärt Heidi Juhl-Damberg, die Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Lübeck. Und dann fügt sie hinzu: "Ein Leben mit Demenzerkrankten, das sind 365 Tage Abenteuer im Jahr!"

      Auf was sollte man sich also einstellen, wenn ein Angehöriger an Demenz erkrankt? Wie erkennt man überhaupt, dass jemand erkrankt ist? Wie gehen Experten mit Demenzerkrankten um? Wie das soziale Umfeld? Und wie lebenswert ist ein Leben mit Demenz? Auf all diese Fragen sucht Judith Rakers Antworten.

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