• 16.08.2019
      00:15 Uhr
      Mythos Wal Dokumentarfilm Deutschland 2017 | SWR Fernsehen RP
       

      Über Jahrhunderte war Walfang ein lukrativer Wirtschaftszweig. Heute riskieren Walretter für jedes einzelne Tier, wenn nötig, ihr Leben. Wann hat sich die Beziehung vom Menschen zum Wal verändert? Vor knapp 50 Jahren veröffentlichte der US-Biologe Roger Payne eine Schallplatte mit den Gesängen von Buckelwalen. Sie war die Initialzündung für eine umfassende Naturschutzbewegung rund um die faszinierenden Meeresgiganten. Der Film beleuchtet die Geschichte der jahrhundertealten Beziehung zwischen Mensch und Wal und begleitet Walretter bei ihrer gefährlichen Mission.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 16.08.19
      00:15 - 01:45 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Über Jahrhunderte war Walfang ein lukrativer Wirtschaftszweig. Heute riskieren Walretter für jedes einzelne Tier, wenn nötig, ihr Leben. Wann hat sich die Beziehung vom Menschen zum Wal verändert? Vor knapp 50 Jahren veröffentlichte der US-Biologe Roger Payne eine Schallplatte mit den Gesängen von Buckelwalen. Sie war die Initialzündung für eine umfassende Naturschutzbewegung rund um die faszinierenden Meeresgiganten. Der Film beleuchtet die Geschichte der jahrhundertealten Beziehung zwischen Mensch und Wal und begleitet Walretter bei ihrer gefährlichen Mission.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Leighton De Barros
      Peter Moers

      Eine Schallplatte hat bei vielen Menschen die Liebe zu Walen geweckt: Der Gesang der Buckelwale. War das Abschlachten der Wale jahrhundertelang ein weltweit lukrativer Wirtschaftszweig, riskieren seither Walretter ihr Leben, um einen einzigen Meeressäuger vor dem qualvollen Ersticken zu bewahren.
      Wie kam es, dass sich das Verhältnis von Mensch und Wal so radikal veränderte?
      Ein australisches "Urgestein" der Walrettung ist Doug Coughran. Er erinnert sich noch lebhaft an die erste Befreiung eines Wals vor 40 Jahren. Damals gab es in den Ozeanen kaum noch Wale. Mittlerweile haben sich viele Populationen erholt. Für ihn und seine Männer ist die tödliche Gefahr allgegenwärtig, wenn das Tier endlich von den Fesseln aus Fischereileinen befreit ist. Dougs Erfahrung ist mittlerweile weltweit gefragt und der Schutz der Wale ist zu einem internationalen Anliegen fast aller Nationen geworden.
      Noch Mitte der 60er Jahre wurden 30.000 Tiere jährlich erlegt, zerteilt und zu Parfüm, Margarine und Schmieröl verarbeitet.
      Als der US-Biologe Roger Payne zum ersten Mal Balzgesänge der Buckelwale hörte, war er hin und weg. Er wollte etwas zur Rettung der Wale beitragen und produzierte eine Schallplatte, die zum Bestseller wurde: Einzig die melodischen Tonfolgen der Buckelwalmännchen sind darauf zu hören. Paynes Botschaft: „Liebt die Wale! Schützt sie vor der Ausrottung!“– bald gründeten sich die ersten Organisationen zum Schutz der Wale.

      Das Buch "Moby Dick" des amerikanischen Schriftstellers Hermann Melville fällt vielen Menschen zuerst ein, wenn sie an Wale denken, und auch oft der Hollywood-Film über den zornigen Kapitän Ahab und dessen selbstmörderische Jagd nach dem weißen Pottwal. Für den New Yorker Melville-Biographen John L. Bryant steckt hinter der vielschichtigen Sammlung von Mythen und Walanekdoten die diffuse Angst der Menschen vor dem von Gott gesandten Seeungeheuer. Diese tiefsitzende Furcht lässt sich auch nicht durch die aufgeklärte Naturwissenschaft des 19. Jahrhunderts vertreiben. Aberglaube gegen Wissenschaft - das ist eigentlich auch die Geschichte von Moby Dick.

      In eindrucksvollen Superzeitlupeaufnahmen geht der Film der Faszination und den Mythen rund um die riesigen Meeressäuger nach. Er versucht auch die Ursache dieser Faszination zu ergründen. Empfindet der Mensch eine tiefe Verbundenheit mit den Walen oder ein Schuldgefühl, weil er sie fast ausgerottet hat?

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