• 28.03.2010
      15:15 Uhr
      Das Leben! - Der Obdachlosen-Arzt Wenn Helfen zur Leidenschaft wird | NDR Fernsehen
       

      Der Arzt Stanislaw Nawka hat mit Menschen zu tun, die am Rande der Gesellschaft leben. Mit der rollenden Arztpraxis der Caritas fährt er zweimal pro Woche durch Hamburg. Er versorgt eiternde Wunden, nässende Ekzeme, vor allem aber wunde Seelen. Ganz ohne Honorar. Seit 13 Jahren.

      Sonntag, 28.03.10
      15:15 - 16:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

      Der Arzt Stanislaw Nawka hat mit Menschen zu tun, die am Rande der Gesellschaft leben. Mit der rollenden Arztpraxis der Caritas fährt er zweimal pro Woche durch Hamburg. Er versorgt eiternde Wunden, nässende Ekzeme, vor allem aber wunde Seelen. Ganz ohne Honorar. Seit 13 Jahren.

       

      Stab und Besetzung

      Redaktionelle Zustaendigkeit Ute Jurkovics
      Redaktion Werner Grave

      Nawkas Motiv: Nächstenliebe. Auch wenn seine Arbeitszeit dadurch auf 90 Wochenstunden wächst.
      Bis zu 1.700 Obdachlose behandelt Nawka pro Jahr. Ein beinahe aussichtsloser Kampf gegen schlecht verheilende Knochenbrüche, eiternde Geschwüre und unzählige Folgeerscheinungen von Alkohol- und Drogensucht. Er ist nicht nur Arzt, sondern manchmal auch Seelsorger und Therapeut. Besonders am Ende des Monats, wenn das Geld für den Seelentröster Alkohol nicht mehr reicht, muss er sich viel anhören.
      Seine eigene Hausarzt-Praxis ist zwar zu den üblichen Zeiten geöffnet, aber "Stani", wie er von den meisten Patienten genannt wird, wohnt gleich über der Praxis und hat noch nie einen Patienten abgewiesen, weil gerade keine Sprechzeit war. Das bisschen Privatleben, das übrig bleibt nach der Praxis, den Notarztdiensten und dem Einsatz für die Obdachlosen, verbringt Nawka mit seiner Frau Britta. Dieses engagierte Leben hat seinen Preis: Zwei gescheiterte Ehen hat er hinter sich. Mit Britta soll es anders laufen. Das hat er sich fest vorgenommen. Andererseits braucht er ihn, diesen Einsatz für andere.
      "Für mich ist es keine Last, die man obendrauf legt", sagt er, "sondern eher eine Lust. Ich muss es nicht tun. Es erwartet keiner. Ich erwarte es von mir. Und ich weiß ganz genau, wenn ich die Arbeit nicht gern tun würde, würden die Obdachlosen das nicht so annehmen. Und ich merke auch, wenn die echt drauf warten, dass ich komme, dann weiß ich, ich mache es nicht ganz verkehrt."

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      Sonntag, 28.03.10
      15:15 - 16:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo

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