• 11.09.2019
      00:00 Uhr
      Der Letzte seiner Art Film von Floor van der Meulen | NDR Fernsehen
       

      Im März 2018 starb Sudan, der letzte Nördliche Breitmaulnashornbulle auf Erden. Er wurde 45 Jahre alt und war ein Weltstar als letzter überlebender Bulle, einer Spezies, die die Menschheit ausgerottet hat. Weder im Zoo noch in einem schwerbewachten Reservat in Nigeria erfüllte sich die Hoffnung, die letzten Nördlichen Breitmaulnashörner würden sich fortpflanzen. Den Rummel zwischen Tierpflegern, Wachmännern, Touristen und Wissenschaftlern ließ das majestätische Tier stets gelassen über sich ergehen.

      Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 11.09.19
      00:00 - 01:20 Uhr (80 Min.)
      80 Min.
      Stereo HD-TV

      Im März 2018 starb Sudan, der letzte Nördliche Breitmaulnashornbulle auf Erden. Er wurde 45 Jahre alt und war ein Weltstar als letzter überlebender Bulle, einer Spezies, die die Menschheit ausgerottet hat. Weder im Zoo noch in einem schwerbewachten Reservat in Nigeria erfüllte sich die Hoffnung, die letzten Nördlichen Breitmaulnashörner würden sich fortpflanzen. Den Rummel zwischen Tierpflegern, Wachmännern, Touristen und Wissenschaftlern ließ das majestätische Tier stets gelassen über sich ergehen.

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Daniel Buresch
      Autor Floor van der Meulen
      Redaktion Barbara Biemann

      Im März 2018 ist Sudan, der letzte Nördliche Breitmaulnashornbulle auf der Erde, verstorben. Er wurde 45 Jahre alt und war ein Weltstar als letzter überlebender Bulle seiner Nashorngattung, einer Spezies, die die Menschheit ausgerottet hat.

      Geboren wurde Sudan 1973 in der Wildnis des Sudans. Zwei Jahre später kam er in einen Zoo in Tschechien mit fünf weiteren Nördlichen Breitmaulnashörnern. In freier Wildbahn wurden die Tiere wegen ihrer Hörner von Wilderen gejagt. Man hoffte, im Zoo würden sie sich fortpflanzen. Die Hoffnung war vergebens. 2009 wurde Sudan mit den drei anderen noch lebenden Nördlichen Breitmaulnashörnern nach Nigeria in ein Reservat gebracht.

      In dem Reservat entwickelte sich eine kleine Industrie um den letzten noch lebenden Bullen. Allein war Sudan nie. Sein Schicksal hat Menschen auf der ganzen Welt beschäftigt. Er wurde Touristenattraktion, Wissenschaftsprojekt und stand rund um die Uhr unter bewaffnetem Schutz. Was fasziniert die Menschen, wenn eine Art ausstirbt? Was sagt Sudans Leben und Sterben über den Menschen aus?

      Regisseurin Floor van der Meulen beobachtet liebevolle Tierpfleger, die Ausbildung von Wachmännern, Touristen, die den letzten Bullen noch einmal anfassen und Wissenschaftler, die mittels eingefrorenen Samens die Spezies wiederbeleben wollen. Und sie beobachtet das majestätische Tier, das alles über sich ergehen lässt.

      Es ist ein absurdes, manchmal komisches Spektakel nicht ohne Ironie. "Der Letzte seiner Art" ist auch ein Nachdenken über den Menschen und seinen Glauben, dass er das Universum beherrscht, über den Drang, alles kontrollieren zu wollen, und über die zerstörerische Kraft, die im Menschen innewohnt.

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