• 22.02.2016
      22:45 Uhr
      Kulturjournal Moderation: Julia Westlake | NDR Fernsehen
       

      Themen u.a.:

      • Lea van Acken spielt Anne Frank - Neuverfilmung des Tagebuchs
      • "Jeder Moment ist Ewigkeit": Bilder aus den Krisenregionen der Welt - Die Kriegsfotografin Lynsey Addario
      • Pöbeln statt argumentieren? Michel Abdollahi wirbt für bessere Manieren im Netz
      • Chance statt Untergang - Natalie Knapps Buch "Der unendliche Augenblick"
      • Saxophon ganz klassisch - Die Musikerin Asya Fateyeva
      • Wahr. Schön. Gut. - Scharfzüngig durch die Kulturwoche

      Montag, 22.02.16
      22:45 - 23:15 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo HD-TV

      Themen u.a.:

      • Lea van Acken spielt Anne Frank - Neuverfilmung des Tagebuchs
      • "Jeder Moment ist Ewigkeit": Bilder aus den Krisenregionen der Welt - Die Kriegsfotografin Lynsey Addario
      • Pöbeln statt argumentieren? Michel Abdollahi wirbt für bessere Manieren im Netz
      • Chance statt Untergang - Natalie Knapps Buch "Der unendliche Augenblick"
      • Saxophon ganz klassisch - Die Musikerin Asya Fateyeva
      • Wahr. Schön. Gut. - Scharfzüngig durch die Kulturwoche

       

      Stab und Besetzung

      Produktion Heike Ernst
      Moderation Julia Westlake
      Redaktionelle Leitung Christoph Bungartz
      • Lea van Acken spielt Anne Frank - Neuverfilmung des Tagebuchs

      In der ersten deutschen Verfilmung des berühmten Stoffs spielt die 16-jährige Hamburgerin Lea van Acken Anne Frank als ein sehr schlaues, sehr sensibles Mädchen in der Pubertät. Eine sehr eigenwillige, manchmal störrische Jugendliche, die gegen ihre Mutter rebelliert, ihren Körper erforscht und sehr genau die Menschen in ihrem Umfeld beobachtet und aufs Korn nimmt; nur, dass Anne Frank nicht wie andere Heranwachsende die Welt erobern konnte, sondern als Jüdin entrechtet und verfolgt wurde, zwei Jahre in einem Versteck ausharren musste und dann von den Nazis im KZ Bergen-Belsen ermordet wurde. Mit der Deportation endet der Film. Gerade hatte "Das Tagebuch der Anne Frank" (Regie: Hans Steinbichler) auf der Berlinale Premiere, am 3. März 2016 kommt der berührende Film in die Kinos.

      • Bilder aus den Krisenregionen der Welt - Die Kriegsfotografin Lynsey Addario

      Sie arbeitet dort, wo sonst niemand freiwillig hinmöchte, in den Kriegs- und Krisenregionen der Welt. Die Kriegsfotografin und Pulitzerpreisträgerin Lynsey Addario war unter anderem in Afghanistan, im Irak, in Libyen und Syrien. Sie schaut dem Krieg und seinen Folgen unmittelbar ins Gesicht, will das Leid der Menschen dokumentieren. Jetzt hat Addario ihre Autobiografie veröffentlicht: "Jeder Moment ist Ewigkeit. Als Fotojournalistin in den Krisengebieten der Welt" (Econ Verlag). Ein spannendes Buch mit neuen Einblicken in die Welt der Kriegsberichterstatter, einer Männerdomäne, in der sie sich als Frau erst einmal durchsetzen musste. Aber Addario schreibt auch über Schuldgefühle, wenn sie mit ansehen muss, wie Menschen in ihrer unmittelbaren Nähe getötet werden. Und über die Schwierigkeiten, sich im manchmal banalen Alltag in der sicheren Heimat zurechtzufinden.

      • Pöbeln statt argumentieren? Michel Abdollahi wirbt für bessere Manieren im Netz

      Verkommen die sozialen Netzwerke zum digitalen Stammtisch, an dem nur noch gestichelt und gepöbelt wird? Und wenn das so ist, was macht das mit uns und unserer Gesellschaft? "Kulturjournal"-Reporter Michel Abdollahi will in seiner neuen Straßenaktion Menschen zum netteren Umgangston im Netz bewegen. Wie? Gar nicht so einfach! Zum Thema gibt es in dieser Woche auch die NDR Debatte unter ndr.de/kultur.

      • Chance statt Untergang - Natalie Knapps Buch "Der unendliche Augenblick"

      Es sind unsichere Zeiten: Flüchtlingskrise, Klimakrise und dazu noch ganz persönliche Lebenskrisen. Jetzt kommt die Philosophin Natalie Knapp mit einem Buch, Untertitel: "Warum Zeiten der Unsicherheit so wertvoll sind". Natalie Knapp plädiert dafür, Umbruchsituationen wertzuschätzen. Denn es sind Phasen, in denen das Leben mit besonderer Intensität spürbar wird, sie aktivieren schöpferisches Potenzial: etwa nach einer Trennung, in der Pubertät oder nach der Geburt eines Kindes. Natalie Knapp blickt in ihrem Buch "Der unendliche Augenblick" (Rowohlt) auch in die Geschichte zurück: vor neuen Epochen herrschte oft Krisenstimmung. Wie schon Max Frisch sagte: "Die Krise ist ein produktiver Zustand, man muss ihr nur den Beigeschmack der Katastrophe nehmen."

      • Saxophon ganz klassisch - Die Musikerin Asya Fateyeva

      Jazz oder Pop? Das ist für die Saxofonistin Asya Fateyeva keine Frage. Sie spielt Klassik und will dazu beitragen, dass ihr Instrument endlich einen höheren Stellenwert in der klassischen Musik bekommt. Fateyeva verliebte sich früh ins Saxofon, aber auf Jazz oder auf kleine Soli in Popsongs hatte sie keine Lust. Deshalb transkribiert sie klassische Stücke für ihr Instrument und trifft sich mit zeitgenössischen Komponisten, um sie für den besonderen Klang dieses Holzblasinstruments aus Metall zu begeistern. Denn das Repertoire ist überschaubar, da das Saxofon erst Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden wurde. Jetzt hat Asya Fateyeva eine neue CD mit den Brandenburger Symponikern veröffentlicht, mit Werken des 20. und 21. Jahrhunderts. Eine Entdeckung, absolut hörenswert.

      • Wahr. Schön. Gut. - Scharfzüngig durch die Kulturwoche

      Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit. Besonders für Kunstkritiker. Mit was man sich da alles beschäftigen muss! Auch in dieser Woche kämpft sich der allseits geliebte und gefürchtete Dr. August Mömpel exklusiv für das "Kulturjournal" durch die Kulturereignisse der Woche: "Wahr. Schön. Gut.". Da kriegen wieder einige ihr Fett weg.

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