• 20.09.2020
      14:45 Uhr
      Chingachgook, die Große Schlange Spielfilm DDR 1967 | rbb Fernsehen
       

      Chingachgook, der letzte der Mohikaner, soll Wahtawah, die schöne Tochter des Häuptlings der Delawaren, zur Frau erhalten. Doch die Braut wird am helllichten Tag von den Huronen entführt. Gemeinsam mit seinem Freund Wildtöter macht sich Chingachgook auf die gefahrvolle Suche nach ihr. Nach dem Sensationserfolg „Die Söhne der großen Bärin“ folgte 1967 „Chingachgook, die große Schlange“, frei gestaltet nach dem Roman „Wildtöter“ aus der Reihe der Lederstrumpf-Erzählungen von James Fenimore Cooper. An der Seite von Gojko Mitić in der Hauptrolle ist diesmal Rolf Römer zu sehen als Chingachgooks Freund Wildtöter.

      Sonntag, 20.09.20
      14:45 - 16:15 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Chingachgook, der letzte der Mohikaner, soll Wahtawah, die schöne Tochter des Häuptlings der Delawaren, zur Frau erhalten. Doch die Braut wird am helllichten Tag von den Huronen entführt. Gemeinsam mit seinem Freund Wildtöter macht sich Chingachgook auf die gefahrvolle Suche nach ihr. Nach dem Sensationserfolg „Die Söhne der großen Bärin“ folgte 1967 „Chingachgook, die große Schlange“, frei gestaltet nach dem Roman „Wildtöter“ aus der Reihe der Lederstrumpf-Erzählungen von James Fenimore Cooper. An der Seite von Gojko Mitić in der Hauptrolle ist diesmal Rolf Römer zu sehen als Chingachgooks Freund Wildtöter.

       

      Stab und Besetzung

      Chingachgook, die Große Schlange Gojko Mitic
      Wildtöter Rolf Römer
      Tom Hutter Helmut Schreiber
      Harry Hurry Jürgen Frohriep
      Judith Hutter Lilo Grahn
      Wahtawah Andrea Drahota
      Gespaltene Eiche Johannes Knittel
      Häuptling der Delawaren Adolf Peter Hoffmann
      Regie Richard Groschopp
      Kamera Otto Hanisch
      Drehbuch Richard Groschopp
      Wolfgang Ebeling

      1740. Englische Truppen versuchen, den Franzosen die nordamerikanischen Kolonien abzujagen und verstricken auch die Indianer in diesen Krieg. Die Engländer spannen die Delawaren, die Franzosen die Huronen für ihre Zwecke ein. Auch Chingachgook (Gojko Mitic), ein Häuptlingssohn der Mohikaner und letzter Überlebender seines Stammes, der bei einem Massaker vernichtet wurde, wird in diese Kämpfe hineingezogen. Er fand bei den Delawaren Unterschlupf und weil er dem Stammeshäuptling das Leben rettete, soll er mit dessen Tochter Wahtawah (Andrea Drahota) verheiratet werden.

      Dem kommen aber die Huronen zuvor, die die Braut rauben. Chingachgook will Wahtawah zusammen mit seinem Freund Wildtöter (Rolf Römer), einem jungen englischen Siedler, befreien. Wildtöter ist Philanthrop und Humanist, während sich der Jäger Harry Hurry (Jürgen Frohriep) und der Siedler Tom Hutter (Helmut Schreiber), der sich mit einer schwimmenden Blockhütte inmitten eines malerischen Bergsees eine Art Festung geschaffen hat, nur für Skalpprämien interessieren: "Weiber und Kinder, große und kleine Schöpfe - die Kolonie zahlt". Diese Sucht führt in die Katastrophe: Denn gerade als Chingachgook Wahtawah aus dem Huronenlager befreien will, werden Hurry und Hutter dingfest gemacht. Wildtöter und Chingachgook, die in mehreren überraschenden Situationen zu retten versuchen, was zu retten ist, stehen am Ende vor den Trümmern ihrer Mühe.

      Beschwörend plädiert Chingachgook für die Einheit der Indianer: "Zu viel Blut ist schon geflossen durch die Zwietracht der roten Männer!" Doch erst im Sterben fleht der Huronenhäuptling, der Rat der Alten "möge Frieden schließen mit allen Stämmen". Da haben die englischen Truppen bereits zu jenem Massaker angesetzt, das die Huronen auslöschen soll. Chingachgook, Wahtawah und Wildtöter kehren ins Delawarengebiet zurück.

      Das rbb Fernsehen sendet diesen Film zu Ehren von Rolf Römer, der am 20. September 85 Jahre alt geworden wäre.

      "Chingachgook, die Große Schlange" war der zweite Indianerfilm der DEFA, frei gestaltet nach dem Roman "Wildtöter" aus der Reihe der Lederstrumpf-Erzählungen von James Fenimore Cooper. "Die beste unter den vielen Cooper-Verfilmungen, auch wenn sie vor lauter Problem-Bewusstsein den Cooperschen Humor zu kurz kommen lässt", urteilt Joe Hembus in seinem Westernlexikon. Tatsächlich wurde für den Film penibel recherchiert, um die Situation der Indianer möglichst authentisch darzustellen. So wurde beispielsweise der Hallenser Ballettmeister Henn Haas engagiert, um die Tänze originalgetreu einzustudieren.

      Gedreht wurde in Babelsberg, in Bulgarien und der CSSR mit Gojko Mitic in der Hauptrolle, der sich mit seiner athletischen Gestalt ein weiteres Mal in die Herzen der Zuschauer spielte. Ihm zur Seite steht als junger englischer Siedler nicht weniger sportlich Rolf Römer. Obwohl von der Kritik geschmäht, sahen den Film allein in der ersten Woche fast 100.000 Zuschauer.

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