• 11.07.2020
      09:00 Uhr
      Der Kotzbrocken Spielfilm Deutschland 2015 | rbb Fernsehen
       

      Sophie Brand, alleinerziehende Mutter und mit zwei Jobs überfordert, muss wegen nicht bezahlter Strafzettel 300 Sozialstunden in einem Heim für Behinderte ableisten. Dort trifft sie auf Georg, den Bruder des Richters, der sie verurteilt hatte. Georg ist ein echter "Problem-Patient". Er ist seit einem Sportunfall an den Rollstuhl gefesselt und völlig verbittert. Aber Sophie bleibt stark: So schnell lässt sie sich nicht rausekeln.

      Samstag, 11.07.20
      09:00 - 10:30 Uhr (90 Min.)
      90 Min.

      Sophie Brand, alleinerziehende Mutter und mit zwei Jobs überfordert, muss wegen nicht bezahlter Strafzettel 300 Sozialstunden in einem Heim für Behinderte ableisten. Dort trifft sie auf Georg, den Bruder des Richters, der sie verurteilt hatte. Georg ist ein echter "Problem-Patient". Er ist seit einem Sportunfall an den Rollstuhl gefesselt und völlig verbittert. Aber Sophie bleibt stark: So schnell lässt sie sich nicht rausekeln.

       

      Sophie Brand hat als alleinerziehende Mutter alles bestens im Griff - glaubt sie jedenfalls. Doch ihr kleiner Sohn Linus und ihre pubertierende Tochter Laura sehen das ganz anders. Denn neben dem Haushalt muss sie auch noch zwei Jobs wuppen: Zweimal in der Woche räumt sie im Supermarkt die Regale ein, zudem arbeitet sie im Edelrestaurant von Jacques, der zielstrebig auf eine gemeinsame Zukunft hinarbeitet. Sich in all dieser Hektik auch noch um reguläre Parkplätze zu kümmern, ist da zu viel verlangt.

      So landet Sophie wegen eines Berges unbezahlter Strafzettel vor Gericht. Das Urteil: 300 Sozialstunden in einer stationären Pflegeeinrichtung für Behinderte. Der Richter höchstpersönlich empfiehlt ihr das Pflegeheim "Haus am Park", wo ein ganz besonderer Patient auf die temperamentvolle Parksünderin wartet: sein eigener Bruder Georg, seit einem schweren Autounfall an den Rollstuhl gefesselt und für seine Wutausbrüche und sein abweisendes Verhalten berüchtigt

      Als er es zu weit treibt, gibt Sophie dem Provokateur klar zu verstehen, dass er eine Grenze überschritten hat. Eine Reaktion, die Georg beeindruckt, denn das Letzte, was er in seiner Situation braucht, sind Mitleid und geheucheltes Verständnis. So öffnet er sich endlich und lässt seine neue "Betreuerin" an sich heran. Aus langsam wachsender Freundschaft wird tiefe Zuneigung. Sophie entdeckt die sensible Seele des ehemaligen Triathlon-Profis. Um ihn zu neuem Lebensmut zu motivieren, schlägt sie ihm die Teilnahme am Hamburger Stadtmarathon vor.

      Das Thema "Behinderung" ist inzwischen weitestgehend in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen. Sich diesem sensiblen Sujet vorurteilsfrei und ohne Berührungsängste zu widmen und es ins Zentrum einer ebenso unterhaltsamen wie dramatischen, aber auch überraschenden Liebesgeschichte zu stellen, dieses Wagnis nimmt die von Tomy Wigand ("Das fliegende Klassenzimmer", "Omamamia") einfühlsam inszenierte Tragikomödie auf sich - und überquert ganz locker-leicht die selbst gesteckte Ziellinie.

      Vor allem gelingt es auch den beiden Hauptdarstellern Aglaia Szyszkowitz ("Mord in bester Gesellschaft - In Teufels Küche", "Komasaufen") und Roeland Wiesnekker ("Spreewaldkrimi - Mörderische Hitze", "3096 Tage"), die ungewöhnliche, zu Herzen gehende Entwicklung ihrer eigentlich so disparaten Figuren dem Zuschauer glaubhaft nahezubringen.

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      Samstag, 11.07.20
      09:00 - 10:30 Uhr (90 Min.)
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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 07.07.2020