• 28.02.2020
      00:00 Uhr
      Kreuzweg Spielfilm Deutschland 2013 | rbb Fernsehen
       

      Die 14-jährige Maria wächst in einer streng katholischen Familie auf und steht kurz vor ihrer Firmung. Ihr Glaube richtet sich nach der Priesterbruderschaft, der ihre Familie angehört, und Pater Weber spielt bei der Indoktrinierung Marias eine große Rolle. Die Lehre des Geistlichen ist fundamentalistisch; die Bruderschaft lehnt alles Moderne ab und sieht den Menschen vollständig im Dienst Gottes. Doch Marias Glaube steht im radikalen Kontrast zu ihrem Schulalltag. Dort ist sie eine große Außenseiterin, sie wird von ihren Mitschülern ausgegrenzt, und der Zwiespalt wird für Maria immer belastender.

      Nacht von Donnerstag auf Freitag, 28.02.20
      00:00 - 01:45 Uhr (105 Min.)
      105 Min.

      Die 14-jährige Maria wächst in einer streng katholischen Familie auf und steht kurz vor ihrer Firmung. Ihr Glaube richtet sich nach der Priesterbruderschaft, der ihre Familie angehört, und Pater Weber spielt bei der Indoktrinierung Marias eine große Rolle. Die Lehre des Geistlichen ist fundamentalistisch; die Bruderschaft lehnt alles Moderne ab und sieht den Menschen vollständig im Dienst Gottes. Doch Marias Glaube steht im radikalen Kontrast zu ihrem Schulalltag. Dort ist sie eine große Außenseiterin, sie wird von ihren Mitschülern ausgegrenzt, und der Zwiespalt wird für Maria immer belastender.

       

      Die 14-jährige Maria gehört wie ihre ganze Familie zu einer Gemeinde der strengen Priesterbruderschaft St. Paulus in Süddeutschland, die die katholische Glaubenslehre besonders traditionalistisch auslegt und viele "Neuerungen" des Vatikans ablehnt. Maria steht kurz vor ihrer Firmung, durch die sie, wie es der wortgewandte Pater Weber ausdrückt, endgültig zur Soldatin Gottes werden soll und gegen das Böse kämpfen muss. Maria lebt inbrünstig nach den gepredigten Vorsätzen.

      Doch das Mädchen, das unter ihrer strengen Mutter und deren ständigen Vorwürfen leidet, ist auch ein Teenager mitten in der Pubertät. Als sich ihr Mitschüler Christian aus Neugierde für die isolierte Maria interessiert, löst dies bei ihr widersprüchliche Gefühle aus. In der Schule wird Maria für ihre radikale Einstellung misstrauisch beäugt und ausgegrenzt. Dabei ist sie sich doch eigentlich sicher: Sie will Gott dienen und Opfer bringen - und wenn Gott ihren kleinen Bruder Johannes, der mit vier Jahren noch kein Wort gesprochen hat, heilen würde, wäre sie bereit, im Gegenzug ihr Leben zu geben und heilig zu werden …

      In 14 festen Einstellungen zeichnet Dietrich Brüggemann den Weg des Mädchens nach, der an den 14 Stationen des Kreuzwegs Jesu orientiert ist.

      Dietrich Brüggemann legt mit "Kreuzweg" den vierten Film vor, zu dem er gemeinsam mit Anna Brüggemann das Drehbuch geschrieben hat. Dabei wirft er einen kritischen Blick auf radikale Glaubensformen. Außerordentlich ist die Leistung der 14-jährigen Newcomerin Lea van Acken als Maria. In Hans Steinbichlers "Das Tagebuch der Anne Frank" setzte sie 2016 ihre Karriere fort. Florian Stetter verkörpert den perfide demagogischen Pater neben Franziska Weisz, die die fanatisch-religiöse Mutter gibt. "Kreuzweg" gewann auf der 64. Berlinale 2014 den Silbernen Bären für das beste Drehbuch und den Preis der Ökumenischen Jury.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 22.02.2020