• 03.08.2022
      23:45 Uhr
      Die Verwandlung rbb Fernsehen
       

      Fast jeden Tag erleben Schauspielerinnen und Schauspieler ein Drama, von dessen Schicksalshaftigkeit das Publikum nichts ahnt. Man erlebt sie in ihren gespielten Rollen. Von den Menschen hinter den Rollen weiß man nur wenig, es sei denn, man hat durch die Boulevard-Medien ein Zerrbild von ihnen erhalten. Der Dokumentarfilm "Die Verwandlung" lässt Schauspielerinnen und Schauspieler über ihren Beruf sprechen. In vertrauensvoller, außergewöhnlicher Offenheit montiert der Film unterschiedliche Aussagen und Sichtweisen zu einem spannenden Dialog.

      Mittwoch, 03.08.22
      23:45 - 01:00 Uhr (75 Min.)
      75 Min.
      Stereo

      Fast jeden Tag erleben Schauspielerinnen und Schauspieler ein Drama, von dessen Schicksalshaftigkeit das Publikum nichts ahnt. Man erlebt sie in ihren gespielten Rollen. Von den Menschen hinter den Rollen weiß man nur wenig, es sei denn, man hat durch die Boulevard-Medien ein Zerrbild von ihnen erhalten. Der Dokumentarfilm "Die Verwandlung" lässt Schauspielerinnen und Schauspieler über ihren Beruf sprechen. In vertrauensvoller, außergewöhnlicher Offenheit montiert der Film unterschiedliche Aussagen und Sichtweisen zu einem spannenden Dialog.

       

      Fast jeden Tag erleben Schauspielerinnen und Schauspieler ein Drama, von dessen Schicksalshaftigkeit das Publikum nichts ahnt. Man erlebt sie in ihren gespielten Rollen. Sie sind die Verführer, Helden, Bösewichte oder Versager. Von den Menschen hinter den Rollen weiß man nur wenig, es sei denn, man hat durch die Boulevard-Medien ein Zerrbild von ihnen erhalten.

      Sie haben einen Beruf, der sie in besonderer Weise öffentlich ausstellt, der in der Regel ihr ganzes Leben bestimmt. Der Beruf Schauspieler ist Fluch und Segen, legt persönliche Komplexe offen und berührt Eitelkeiten und Narzissmus. Es ist ein Beruf, der Berufung sein soll oder als Berufung gesehen wird, doch nicht selten psychische Schieflagen verursacht. Ein Beruf, der ein Wechselspiel der Gefühle für die Schauspielerinnen und Schauspieler bereithält: Gelebte Fantasie, erfüllendes Spiel, schmerzendes Drama und leidenschaftliche Poesie stehen neben verletzter Würde.

      Der Dokumentarfilm "Die Verwandlung" versucht die Wahrhaftigkeit dieses Berufes aufzudecken, ohne dem Zerrbild seiner öffentlichen Wahrnehmung zu verfallen. Er lässt Schauspielerinnen und Schauspieler über ihren Beruf sprechen. In vertrauensvoller, außergewöhnlicher Offenheit montiert der Film unterschiedliche Aussagen und Sichtweisen zu einem spannenden Dialog. Perspektiven und Aussagen verdichten sich zu einem groben Bild, das am Ende einer Widmung gleicht.

      Das bedrückende Gefühl, ausgeliefert zu sein, steht über allem: Weil die Möglichkeit, den Beruf auszuüben, in der Regel von Alter, Aussehen, Popularität und Einschaltquote entschieden wird. Schauspielerinnen sollen attraktiv sein und eine erotische Ausstrahlung haben, dürfen aber nicht verführen, denn die meist männlichen Entscheider haben Probleme mit ihrer traditionellen Herrschaftsfunktion. Oft zeigt sich ein noch dramatischeres Bild: Beliebigkeit, Desinteresse, Willkür, Opportunismus oder Trends sind der Gradmesser. Die Entscheidung, wer spielt und was gespielt wird, liegt bei Regisseurinnen und Regisseuren, Produzentinnen und Produzenten, Medien und den Zuschauerinnen und Zuschauern.

      Der Dokumentarfilm "Die Verwandlung" wendet sich den Schauspielerinnen und Schauspielern neugierig, empathisch und respektvoll zu, stellt direkte, persönliche Fragen und findet ernsthafte, überraschende Antworten.

      Film von Michael Harder

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