• 02.11.2011
      22:30 Uhr
      Geliebte Nervensägen Hyperaktive Kinder und ihre Eltern | SWR Fernsehen BW
       

      Der Film von Liz Wieskerstrauch begleitet drei Kinder und deren Eltern in ihren alltäglichen Konfliktsituationen und auf der mühsamen Suche nach Lösungen.

      Mittwoch, 02.11.11
      22:30 - 23:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

      Der Film von Liz Wieskerstrauch begleitet drei Kinder und deren Eltern in ihren alltäglichen Konfliktsituationen und auf der mühsamen Suche nach Lösungen.

       

      Stab und Besetzung

      Regie Liz Wieskerstrauch

      Ungefähr fünf Prozent aller Kinder in Deutschland haben ADHS - "Aufmerksamkeitsdefizit und Hyperaktivitätsstörung". Das fühlt sich an, als würden alle Nerven bloßliegen. Der elfjährige Felix aus Hamburg ist hyperaktiv - ein "Zappelphilipp", der sich nur schlecht konzentrieren kann. Der Junge braucht einerseits viel Ruhe, andererseits besonders viel Aufmerksamkeit. Er rastet oft aus. Das macht viel Ärger und hat weitreichende Folgen: Drei Mal musste das intelligente Kind schon die Schule wechseln, jedes Mal ein neuer Anfang, neue Freunde finden, sich neuen Lehrern anpassen - ein langer Leidensweg. Felix ist oft tief traurig über sein Verhalten und will es unbedingt ändern, aber immer wieder bricht etwas in ihm durch. "Ich will so sein wie alle anderen Kinder auch", sagt er. Da ist eine Verzweiflung in ihm, die keinen Ausweg mehr findet. Mit "Ritalin" und psychologischem Coaching schafft er es jedoch, seine Ausraster in den Griff zu bekommen, und dann klappt es plötzlich auch mit den Noten. Wieder muss Felix die Schule wechseln, diesmal aber zum Positiven: Er hat es in die Realschule geschafft und ist stolz und glücklich. Auch Kevin aus Ingelheim, acht Jahre alt, strapaziert die Nerven seiner Eltern und die der kleinen Schwester extrem. Schon als Einjähriger hatte er Wutanfälle, die weit über das übliche Maß hinaus gingen. Die Eltern wussten sich oft nicht mehr zu helfen und sind erleichtert, seitdem der Junge "Ritalin" bekommt. Obendrein sind sie froh, dass eine Kinderpsychologin mit Kevin arbeitet und sie in der Erziehung berät.

      ADHS-Kinder brauchen weit mehr als andere klare Regeln und möglichst Eltern, die sich bewusst nicht auf diesen Teufelskreis einlassen. Die Eltern von Lea-Sophie in der Nähe von Lüneburg wollen nicht, dass ihre achtjährige Tochter das starke Medikament erhält. Sie halten Leas Impulsivität aus und nehmen Leistungsschwäche und Unkonzentriertheit lieber in Kauf. Dabei sind sie froh, dass ihre Tochter in der Förderschule einigermaßen zurechtkommt. Mit großer Geduld versuchen die Eltern, den Bedürfnissen ihres Kindes gerecht zu werden. Sie leben auf dem Land, wo Lea-Sophie häufig auch alleine raus kann.

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      Mittwoch, 02.11.11
      22:30 - 23:00 Uhr (30 Min.)
      30 Min.
      Stereo

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