• 11.12.2014
      20:15 Uhr
      zur Sache Baden-Württemberg! Das Politikmagazin fürs Land mit Clemens Bratzler | SWR Fernsehen BW
       

      Themen:

      • Guido Wolf: Wofür steht der CDU-Herausforderer von Winfried Kretschmann?
      • Vor Ort: Auf den Spuren des Wolfs
      • Gefährliche Zivilcourage? Wenn Helfer zu Opfern werden
      • Stuttgart 21: Zermürbender Baustellenlärm
      • Helikopter-Eltern: Wenn Mama und Papa nicht loslassen können

      Donnerstag, 11.12.14
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.
      Stereo HD-TV

      Themen:

      • Guido Wolf: Wofür steht der CDU-Herausforderer von Winfried Kretschmann?
      • Vor Ort: Auf den Spuren des Wolfs
      • Gefährliche Zivilcourage? Wenn Helfer zu Opfern werden
      • Stuttgart 21: Zermürbender Baustellenlärm
      • Helikopter-Eltern: Wenn Mama und Papa nicht loslassen können

       
      • Guido Wolf: Wofür steht der CDU-Herausforderer von Winfried Kretschmann?

      Guido Wolf, designierter Spitzenkandidat der Südwest-CDU, will Ministerpräsident Winfried Kretschmann vom Thron stoßen. Aber was ist sein Plan? Monatelang sind Landtagspräsident Guido Wolf und sein Mitbewerber, der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl, quer durchs Land getingelt und haben bei der Parteibasis für sich geworben. Nun haben die CDU-Mitglieder entschieden, dass sie Wolf bei der Landtagswahl im Frühjahr 2016 gegen Winfried Kretschmann ins Rennen schicken wollen. Der ehemalige Landrat und Bürgermeister begreift sich als Neubeginn der CDU und sieht sich als Erfolg versprechende Alternative zu Winfried Kretschmann: "Zwischen ihm und mir gibt es erhebliche Unterschiede, was Zielstrebigkeit angeht, was Durchsetzungskraft angeht, auch was Verwaltungsmanagement angeht." Doch erst mal muss Wolf die CDU intern wieder auf Kurs bringen. Und klar machen, für welche politischen Inhalte er eigentlich genau steht. Studiogast: Guido Wolf

      • Vor Ort: Auf den Spuren des Wolfs

      Unsere Vor-Ort-Reporterin Jana Kübel macht sich auf die Spuren des designierten CDU-Spitzenkandidaten und ist unterwegs in Tuttlingen, Ravensburg und Stuttgart. Guido Wolf glaubt, dass er das Land besser führen kann als Ministerpräsident Winfried Kretschmann. Aber was halten die Bürger vom Kretschmann-Herausforderer? Sicher ist, in Mathe und Physik war er kein Ass. Lehrer Helmut Wagner erinnert sich in Ravensburg noch gut an seinen ehemaligen Schüler. Politische Ambitionen hatte der damals noch keine, dafür lustige Gesangsauftritte. In Tuttlingen war Wolf Landrat und dort steht ein Denkmal für ihn: Ein meterhoher Wolf aus Holz mit Fell. Ein dickes Fell braucht Guido Wolf auch in Stuttgart. Was halten die anderen Parteien vom designierten Spitzenkandidaten der CDU? Und was meint Winfried Kretschmann zu seinem Herausforderer?

      • Gefährliche Zivilcourage? Wenn Helfer zu Opfern werden

      Der Fall Tu çe bewegt die Menschen. In Hannover hat ein junger Mann sein Eingreifen bei einem Überfall mit dem Leben bezahlt. Auch hierzulande helfen Menschen anderen und bringen sich selbst in Gefahr. So wie der 25-jährige Hassan Yahya aus Freiburg. Er hat vor kurzem einer Frau wahrscheinlich das Leben gerettet hat, als ein Mann auf sie losging. Eine gefährliche Entscheidung, denn der Angreifer hatte ein Messer und Yahya griff trotzdem ohne Nachzudenken ein. Die meisten anderen standen nur herum. Eingreifen oder besser nicht? Wie reagiert man richtig? "Gleichgültigkeit und Wegschauen darf nicht sein", sagt Erwin Hetger, Landesvorsitzender der Opferschutzorganisation Weißer Ring. "Man muss gar kein großer Held sein. Oft genügt es, die Polizei anzurufen oder aus sicherer Distanz die Aufforderung zuzurufen, vom Opfer abzulassen." Georg Wiedemann aus Schwäbisch Gmünd, ausgezeichnet mit dem Zivilcourage-Preis des Weißen Rings, hat die sichere Distanz nicht gewahrt. Er half, als ein Straßenräuber eine Rentnerin angriff. Wiedemann wird dabei schwer verletzt und hat Ärger mit Unfall- und Krankenkasse, die zunächst nicht zahlen wollen schließlich sei er selbst schuld, weil er sich eingemischt habe.

      • Stuttgart 21: Zermürbender Baustellenlärm

      Wo gebaut wird, ist es auch laut. Im Fall von Stuttgart 21 gibt es viele Lärmgeplagte und alle haben eins gemeinsam: Sie fühlen sich von Bahn und Behörden allein gelassen. Familie Himmelsbach glaubte, das große Los gezogen zu haben: Sie ergatterte eines der Architektenhäuser, die 1993 zur Internationalen Gartenbauausstellung in Stuttgart gebaut wurden. Doch seit hier für Stuttgart 21 gebaut wird, leiden die Himmelbachs und ihre Nachbarn unter einem Höllenlärm Tag und Nacht. Von ihrem Balkon aus blickt die vierköpfige Familie auf die zentrale Logistikfläche, auf der der Bauaushub zwischengelagert und nachts auf Güterwagons verladen wird. Direkt dahinter wird ein Zugangsstollen zum Feuerbacher Tunnel gegraben. "Manchmal ist es mitten in der Nacht so laut, dass die ganze Familie aufwacht", erzählt Martin Himmelsbach, genervt vom Quietschen der Stahlräder und Hupen der Lokomotiven. Auch Claudia Jechow von der Bürgerinitiative Nordlichter kann nicht schlafen: "Wenn nachts die Lastwagen mit Bauschutt vorbeidonnern, stehe ich im Bett." Auf einen Beschwerdebrief hin schrieb ihr die Stadtverwaltung, keine Handhabe zu haben, "baunotwendige Lkw-Transporte zu untersagen."

      • Helikopter-Eltern: Wenn Mama und Papa nicht loslassen können

      Sie kreisen über ihren Kinder wie Hubschrauber: die sogenannten "Helikopter-Eltern". Sie tragen den Schulranzen, ziehen den Kleinen in der Schule die Hausschuhe an und bringen sie bis in den Klassenraum. Immer öfter sagen deshalb Lehrer und Pädagogen: "Lasst die Kinder in Ruhe." Einige Schulen in Baden-Württemberg verbieten mittlerweile den Eltern, das Schulgelände zu betreten. Sie haben "Kiss-and-go"-Zonen vor der Schule eingerichtet, damit "Eltern-Taxis" nicht das ganze Gelände blockieren, wenn die Kinder in der Schule abliefert werden. "Eltern dürfen ihren Kindern nicht alles abnehmen", sagt Bernd Saur vom Philologen-Verband Baden-Württemberg. Trotzdem lassen manche Eltern ihre Kinder kaum noch einen Schritt alleine tun. Alles ist durchgeplant für die lieben Kleinen. Helikopter-Eltern begleiten ihre Kinder sogar in die Berufsberatung oder bis an die Uni. Schließlich wollen Eltern nur das Beste für ihren Nachwuchs. Ist das nicht nachvollziehbar? Aber was bedeutet das für Lehrer und Schulen? Und wie wirkt sich das auf die Kinder aus? Wächst da nicht eine Generation heran, die vollkommen unselbständig ist?

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      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
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