• 08.12.2018
      05:45 Uhr
      Der Schwarzwald Die Waldarbeiter und Flößer | SWR Fernsehen BW
       

      Vor circa 1.100 Jahren war der Schwarzwald ein Urwald, undurchdringlich und fast menschenleer. Die ersten Siedler waren christliche Missionare, die im Auftrag adliger Grundherren das Land urbar machen sollten. Die Knechte, die sie mitgebracht hatten, mussten erst einmal den Wald roden. Der Wald lieferte den wichtigsten Rohstoff: Holz. Den brauchte man für den Häuserbau, in den Bergwerken, als Energielieferant in Form von Holzkohle oder zur Glasherstellung. Viele Menschen zogen in den Schwarzwald, um ihren Lebensunterhalt durch Waldarbeit zu verdienen.

      Nacht von Freitag auf Samstag, 08.12.18
      05:45 - 06:00 Uhr (15 Min.)
      15 Min.
      Stereo HD-TV

      Vor circa 1.100 Jahren war der Schwarzwald ein Urwald, undurchdringlich und fast menschenleer. Die ersten Siedler waren christliche Missionare, die im Auftrag adliger Grundherren das Land urbar machen sollten. Die Knechte, die sie mitgebracht hatten, mussten erst einmal den Wald roden. Der Wald lieferte den wichtigsten Rohstoff: Holz. Den brauchte man für den Häuserbau, in den Bergwerken, als Energielieferant in Form von Holzkohle oder zur Glasherstellung. Viele Menschen zogen in den Schwarzwald, um ihren Lebensunterhalt durch Waldarbeit zu verdienen.

       

      Vor circa 1.100 Jahren war der Schwarzwald ein Urwald, undurchdringlich und fast menschenleer. Die ersten Siedler waren christliche Missionare, die im Auftrag adliger Grundherren das Land urbar machen sollten. Die Knechte, die sie mitgebracht hatten, mussten erst einmal den Wald roden. Der Wald lieferte den wichtigsten Rohstoff: Holz. Den brauchte man für den Häuserbau, in den Bergwerken, als Energielieferant in Form von Holzkohle oder zur Glasherstellung. Viele Menschen zogen in den Schwarzwald, um ihren Lebensunterhalt durch Waldarbeit zu verdienen. Sie fällten Bäume, entrindeten die Stämme, transportierten das Holz mit Pferden oder in sogenannten Riesen - eine Art Holzrutsche - den Berg hinunter. August Pfefferle aus dem Münstertal hat 50 Jahre im Wald gearbeitet. Er kennt noch die harte, teilweise gefährliche Handarbeit mit der Säge und der Axt.
      Der Reichtum des Schwarzwalds waren die mächtigen Weißtannen, 50 Meter hohe Riesen. Sie bekamen den Spitznamen "Holländertannen", da sie bis nach Amsterdam und Rotterdam verkauft wurden. Dort machte man daraus Masten für Segelschiffe oder sie dienten als Gründungspfähle beim Städtebau. Diese schweren Stämme konnten nur auf dem Wasser transportiert werden. Schiltach und Wolfach waren Zentren der Flößerei. Die Männer um Thomas Kipp halten die Jahrhunderte alte Tradition der Flößerei auf der Kinzig am Leben. Sie bauen ein sogenanntes Gestör, also einen Teil eines Floßes nach. Die Zuschauer begleiten die Flößer auf einer Fahrt die Nagold hinunter. Auch die Murg und die Enz waren wichtige Transportwege für das Holz aus dem Schwarzwald. Ein unvorhergesehener Zwischenfall bei einer Wehrdurchfahrt zeigt eindrücklich die Gefahren dieses Berufes.

      09.10.2013 SWR/SR

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