• 16.09.2018
      09:15 Uhr
      Aus der Stille - Die Heilkraft der Klänge WDR Fernsehen
       

      Kann ein Klang heilen? Der Film begibt sich auf die Suche nach altem traditionellen Wissen über die Gesundung aber auch die Gesunderhaltung durch Musik. Dabei macht er Station in der Türkei, wo das Zusammenwirken von Medizin und Musik zur Genesung eine seit vielen Jahrhunderten gelebte Tradition ist. Der Wiener Pianist und Mediziner Klaus-Felix Laczika unternimmt einen aufschlussreichen Exkurs in die therapeutisch wirksamen Klänge von Bach. Die Musiktherapeutin Astrid Heine besucht einen Wachkomapatienten. Und der Pianist Fazil Say erklärt seine Sicht auf die Wirkung von Mozarts Musik.

      Sonntag, 16.09.18
      09:15 - 10:05 Uhr (50 Min.)
      50 Min.

      Kann ein Klang heilen? Der Film begibt sich auf die Suche nach altem traditionellen Wissen über die Gesundung aber auch die Gesunderhaltung durch Musik. Dabei macht er Station in der Türkei, wo das Zusammenwirken von Medizin und Musik zur Genesung eine seit vielen Jahrhunderten gelebte Tradition ist. Der Wiener Pianist und Mediziner Klaus-Felix Laczika unternimmt einen aufschlussreichen Exkurs in die therapeutisch wirksamen Klänge von Bach. Die Musiktherapeutin Astrid Heine besucht einen Wachkomapatienten. Und der Pianist Fazil Say erklärt seine Sicht auf die Wirkung von Mozarts Musik.

       

      Was vermag Musik? Kann ein Klang heilen?
      Dass in Musik ein therapeutisch-heilsames Potential zu stecken scheint, wird besonders in orientalischen und asiatischen Kulturen bis heute nicht angezweifelt. Hingegen hat der Mensch aus den aufgeklärten Gesellschaften des Westens die Erkenntnisse der Wissenschaft und Empirie gegen den Glauben an das Heilsame in den Klängen eingetauscht. Erst jetzt scheint eine Rückbesinnung stattzufinden. Nicht dass ein Klang schwere Erkrankungen zu heilen vermag, aber in der relativ jungen schulmedizinischen Erkenntnis, dass Heilung des Körpers ohne gleichzeitige Pflegemaßnahmen der Seele nicht optimal funktioniert, hat auch die Musik und der Klang als wirksame therapeutische Zutat wieder ihren Platz gefunden.

      Auf seiner Reise durch unterschiedliche Welten der heilsamen Klänge macht der Film auch Station in der Türkei. Hier ist das Zusammenwirken der unterschiedlichsten medizinischen Bereiche und die Miteinbeziehung der Musik zur Genesung eine seit vielen Jahrhunderten gelebte Tradition. Und hier wird deutlich erkennbar, dass Musik und Klang nicht erst zur Heilung des bereits erkrankten Menschen eingesetzt werden sondern bereits im gesundheitserhaltenden Prozess eine extrem wichtige Funktion erfüllt.

      Im Film wird der Wiener Intensivmediziner und Pianist Klaus-Felix Laczika gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Staudinger nicht nur Schubert musizieren, sondern einen aufschlussreichen Exkurs in die therapeutisch wirksamen Klänge von Bachscher Musik unternehmen.

      Eine magische Welt des Klanges mit großem Potential zur Findung des inneren Gleichgewichts eröffnet der Klang der japanischen Bambusflöte Shakuhachi. An der Kremser Fachhochschule wurde für den Film erstmalig ein Experiment zur Untersuchung von therapeutischen Qualitäten des außergewöhnlichen Flötenklanges gestartet.

      Der Film begleitet die Musiktherapeutin Astrid Heine auf ihren beruflichen Weg an das Krankenbett eines Wachkomapatienten. Der Zuschauer wird zum hautnahen Teilnehmer an der therapeutischen Situation, die nicht nur von Klang und Musik geprägt ist, sondern vor allem durch das berührende Einfühlungsvermögen und die menschliche Intensität der Therapeutin.

      Schließlich begegnet der Zuschauer mit Fazil Say einem der weltweit bedeutendsten Pianisten unserer Zeit. Seine Sicht und Erklärung auf die Wirkung von Mozarts Musik ist überraschend und unterzieht das Klischeebild des "gottgesandten Komponisten" einer wohltuenden Korrektur.

      Vor allem ist die Dokumentation "Aus der Stille" aber ein Film des intensiven Hörens von großartigen, vielleicht noch nie gehörten Klängen und des sensiblen Wahrnehmens leiser Zwischentöne - in der Musik und im Gesagten.

      Was vermag Musik? Kann ein Klang heilen?
      Dass in Musik ein therapeutisch-heilsames Potential zu stecken scheint, wird besonders in orientalischen und asiatischen Kulturen bis heute nicht angezweifelt. Hingegen hat der Mensch aus den aufgeklärten Gesellschaften des Westens die Erkenntnisse der Wissenschaft und Empirie gegen den Glauben an das Heilsame in den Klängen eingetauscht. Erst jetzt scheint eine Rückbesinnung stattzufinden. Nicht dass ein Klang schwere Erkrankungen zu heilen vermag, aber in der relativ jungen schulmedizinischen Erkenntnis, dass Heilung des Körpers ohne gleichzeitige Pflegemaßnahmen der Seele nicht optimal funktioniert, hat auch die Musik und der Klang als wirksame therapeutische Zutat wieder ihren Platz gefunden.

      Auf seiner Reise durch unterschiedliche Welten der heilsamen Klänge macht der Film auch Station in der Türkei. Hier ist das Zusammenwirken der unterschiedlichsten medizinischen Bereiche und die Miteinbeziehung der Musik zur Genesung eine seit vielen Jahrhunderten gelebte Tradition. Und hier wird deutlich erkennbar, dass Musik und Klang nicht erst zur Heilung des bereits erkrankten Menschen eingesetzt werden sondern bereits im gesundheitserhaltenden Prozess eine extrem wichtige Funktion erfüllt.

      Im Film wird der Wiener Intensivmediziner und Pianist Klaus-Felix Laczika gemeinsam mit seinem Kollegen Thomas Staudinger nicht nur Schubert musizieren, sondern einen aufschlussreichen Exkurs in die therapeutisch wirksamen Klänge von Bachscher Musik unternehmen.

      Eine magische Welt des Klanges mit großem Potential zur Findung des inneren Gleichgewichts eröffnet der Klang der japanischen Bambusflöte Shakuhachi. An der Kremser Fachhochschule wurde für den Film erstmalig ein Experiment zur Untersuchung von therapeutischen Qualitäten des außergewöhnlichen Flötenklanges gestartet.

      Der Film begleitet die Musiktherapeutin Astrid Heine auf ihren beruflichen Weg an das Krankenbett eines Wachkomapatienten. Der Zuschauer wird zum hautnahen Teilnehmer an der therapeutischen Situation, die nicht nur von Klang und Musik geprägt ist, sondern vor allem durch das berührende Einfühlungsvermögen und die menschliche Intensität der Therapeutin.

      Schließlich begegnet der Zuschauer mit Fazil Say einem der weltweit bedeutendsten Pianisten unserer Zeit. Seine Sicht und Erklärung auf die Wirkung von Mozarts Musik ist überraschend und unterzieht das Klischeebild des "gottgesandten Komponisten" einer wohltuenden Korrektur.

      Vor allem ist die Dokumentation "Aus der Stille" aber ein Film des intensiven Hörens von großartigen, vielleicht noch nie gehörten Klängen und des sensiblen Wahrnehmens leiser Zwischentöne - in der Musik und im Gesagten.

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programm.ARD.de © rbb | ARD Play-Out-Center || 24.09.2018