• 24.11.2017
      14:30 Uhr
      Abenteuer Erde: Supermann mit Flossen - Der Rotfeuerfisch Ein Film von Ulf Marquardt | WDR Fernsehen
       

      Er ist einer der auffälligsten Fische im Roten Meer und dem Indo-Pazifik: Seine vielen wehenden Banner an den Flossen und Giftstacheln, sein stylishes Streifenmuster, die transparenten Flossen und seine eleganten Bewegungen machen ihn zu einem wahren Hingucker. Aber er ist nicht nur von bizarrer Schönheit, er hat auch viele erstaunliche Fähigkeiten.

      Freitag, 24.11.17
      14:30 - 15:15 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Er ist einer der auffälligsten Fische im Roten Meer und dem Indo-Pazifik: Seine vielen wehenden Banner an den Flossen und Giftstacheln, sein stylishes Streifenmuster, die transparenten Flossen und seine eleganten Bewegungen machen ihn zu einem wahren Hingucker. Aber er ist nicht nur von bizarrer Schönheit, er hat auch viele erstaunliche Fähigkeiten.

       

      Er ist einer der auffälligsten Fische im Roten Meer und dem Indo-Pazifik: Seine vielen wehenden Banner an den Flossen und Giftstacheln, sein stylishes Streifenmuster, die transparenten Flossen und seine eleganten Bewegungen machen ihn zu einem wahren Hingucker. Aber er ist nicht nur von bizarrer Schönheit, er hat auch viele erstaunliche Fähigkeiten.

      Taucher haben zu Recht Respekt vor ihm, denn niemand will Bekanntschaft mit seinen 18 Giftstacheln machen. Wer das Pech hat, gestochen zu werden, der wird tagelang, manchmal Wochenlang starke Schmerzen haben. Solche Vorfälle sind jedoch selten, denn der Rotfeuerfisch ist ein friedliches Tier, das kaum jemals angreift.

      Seine Beute hat allerdings viele Gründe, dem Rotfeuerfisch aus dem Weg zu gehen. Das Tier verfügt über ein ganzes Repertoire an Waffen und Fähigkeiten. Seine Augen sehen die Welt in Zeitlupe, so kann er schnellen Fischen in aller Ruhe hinterherjagen. Mit dem Seitenlinienorgan spürt er - wie viele Fische - winzige Druckunterschiede, so dass er auch bei schlechter Sicht jagen kann. Er ist ein opportunistischer Jäger, der kaum eine Chance zum Beutemachen auslässt: Er kann allein jagen, ist aber erfolgreicher im Rudel mit anderen Rotfeuerfischen. Er nutzt sogar aus, wenn andere jagen: Dann schnappt er die Beute, die dem anderen Jäger entkommt. Er kann sogar mit seinen Artgenossen kommunizieren und sie zur Jagd auffordern. Wissenschaftler haben nachgezählt: Rotfeuerfische, die wie Wölfe im Rudel jagen, sind doppelt so erfolgreich.

      Wenn sich der Rotfeuerfisch seiner Beute nähert, breitet er seine Flossen mit den langen, wehenden Fahnen aus, um die Beute an der Flucht zu hindern und schleicht sich langsam schwebend an. Sobald er in Reichweite ist, schnellt plötzlich sein Maul hervor, das vorher sorgfältig zusammen gefaltet war. Im Inneren dieser Maul-Röhre entsteht ein Unterdruck, der den Beutefisch unerbittlich ansaugt. In Bruchteilen von Sekunden ist das Beutetier verschwunden.

      Der Appetit des Rotfeuerfisches ist beachtlich: Sein Magen kann sich bis zum dreißigfachen Volumen ausdehnen. Manchmal frisst er Fische, die zwei Dritte so groß sind wie er selbst. Und wenn er keine Fische findet, dann frisst er eben alles andere, was sich bewegt.

      Mitte der 90er Jahre entdeckten Taucher an der Küste Floridas einige Rotfeuerfische. Unachtsame Menschen hatten sie eingeschleppt. Anfangs machte sich niemand Sorgen wegen des Neuankömmlings, aber in den folgenden Jahren nahm die Population stark zu. Im Jahr 2000 wurden die ersten Exemplare 1000 Kilometer nördlich, in North Carolina, gesichtet, dann fand man sie vor Bermuda, den Bahamas und im Golf von Mexiko. Der Bestand explodierte gewissermaßen, plötzlich tauchten überall Massen von Rotfeuerfischen auf. In einigen Regionen fraßen sie die Riffe leer, Algen begannen zu wuchern und erstickten die Korallen. Taucher begannen, den Rotfeuerfisch zu jagen, in riesigen Mengen wird er heutzutage ausradiert. Man hofft, dass man mit Harpune und Grill den Rotfeuerfisch eindämmen kann - es wäre das erste Mal in der Menschheitsgeschichte, dass Überfischung ein Problem lösen würde.

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