• 29.05.2020
      20:15 Uhr
      Das Jahrhundertgewitter - Als Ela an Pfingsten durchs Land fegte Ein Film von Lothar Schröder | WDR Fernsehen Mediathek
       

      Ein Tag, wie gegensätzlicher kaum sein konnte. Pfingstmontag, 9. Juni 2014. Zunächst freuten sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen über einen sonnigen Tag bei mehr als 30 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte allerdings am Vortag vor dem Sturmtief Ela gewarnt, einem schwerem Gewitter mit Orkanböen und Hagel. Doch wer wollte das glauben bei diesen hochsommerlichen Bedingungen? In Köln kamen 50.000 Menschen zum Birlikte-Festival, zum Gedenken an den Anschlag in der Keupstraße zehn Jahre zuvor. Doch unvermittelt musste das Programm nach einer Sturmwarnung abgebrochen werden.

      Freitag, 29.05.20
      20:15 - 21:00 Uhr (45 Min.)
      45 Min.

      Ein Tag, wie gegensätzlicher kaum sein konnte. Pfingstmontag, 9. Juni 2014. Zunächst freuten sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen über einen sonnigen Tag bei mehr als 30 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte allerdings am Vortag vor dem Sturmtief Ela gewarnt, einem schwerem Gewitter mit Orkanböen und Hagel. Doch wer wollte das glauben bei diesen hochsommerlichen Bedingungen? In Köln kamen 50.000 Menschen zum Birlikte-Festival, zum Gedenken an den Anschlag in der Keupstraße zehn Jahre zuvor. Doch unvermittelt musste das Programm nach einer Sturmwarnung abgebrochen werden.

       

      Stab und Besetzung

      Autor Lothar Schröder

      Ein Tag, wie gegensätzlicher kaum sein konnte. Pfingstmontag, 9. Juni 2014. Zunächst freuten sich die Menschen in Nordrhein-Westfalen über einen sonnigen Tag bei mehr als 30 Grad. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hatte allerdings am Vortag vor dem Sturmtief Ela gewarnt, einem schwerem Gewitter mit Orkanböen und Hagel. Doch wer wollte das glauben bei diesen hochsommerlichen Bedingungen?

      In Köln kamen 50.000 Menschen zum Birlikte-Festival, zum Gedenken an den Anschlag in der Keupstraße zehn Jahre zuvor. Doch unvermittelt musste das Programm nach einer Sturmwarnung abgebrochen werden. Wolfgang Niedecken spielte gerade auf der Bühne. Er und Moderatorin Sandra Maischberger erzählen, wie sie diesen Tag erlebt haben.

      Während sich die Menschen überall in Sicherheit brachten, fuhr Torben Hirsch mit seiner Gruppe der sogenannten Unwetterjäger der schwarzen Wand entgegen. Von Euskirchen bis Lüttich und zurück ins Ruhrgebiet, immer auf der Suche nach spektakulären Bildern.

      Es war das mächtigste Gewitter seit Jahren. 80.000 Blitze in nur einer Nacht und Sturmböen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 144 Stundenkilometern. Verwüstungen im Rheinland und im Ruhrgebiet. Wassermassen überschwemmten Straßen und überfluteten Keller. Der Sturm deckte Dächer ab und entwurzelte tausende Bäume.

      Auch bei einem Open-Air-Konzert in Essen und einer Schützenkirmes in Neuss sah es zu-nächst nach bestem Sommervergnügen aus. Doch im letzten Moment wurden die Veranstaltungen hektisch abgebrochen. Im Großraum Düsseldorf waren viele Stellen wie flachgemäht. Diese Region war am stärksten betroffen, hier starben drei Menschen. Insgesamt gab es sechs Todesopfer in Nordrhein-Westfalen.

      Die Feuerwehr war mit allen Kräften im Dauereinsatz. Und man half sich untereinander. So kam die Feuerwehr Köln in der Nacht mit einem Zug nach Düsseldorf. Not schweißte zusammen. In Essen versammelten sich in den Tagen nach dem Unwetter viele Bürger in der Gruppe "Essen packt an" und halfen sich gegenseitig. In Düsseldorf kam die Bundeswehr mit Panzern und starkem Gerät, um die Straßen von umgestürzten Bäumen zu befreien.

      Und in Düsseldorf wollten vier naturverbundene Studenten, dass die teilweise mehr als hundert Jahre alten Bäume des Hofgartens nicht zu Brennholz wurden. Aus der Idee, für Freunde ein paar Frühstücksbrettchen zu sägen, wurde eine große Aktion. Denn die Düsseldorfer lieben ihren Hofgarten. Schließlich kamen 17.000 Bestellungen von Baumliebhabern.

      Die Dokumentation von Lothar Schröder zeichnet einen Tag nach, wie es ihn vielleicht nur einmal in hundert Jahren gibt. Durch Augenzeugenberichte mit zahlreichen Handyvideos entsteht ein authentisches Bild der Sturmnacht. Reißende Wasserfälle in U-Bahnschächten, fliegende Mülltonnen oder fallende Bäume. Ela war eines der heftigsten Unwetter, da ein Gewitter zusammen mit einem Orkan, Starkregen und Hagel dem Land und den Menschen das Leben schwer machten.

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